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    Lebenskrisen können auch stärken: Nachdenkliche Frau am Fenster

    Herzlich willkommen bei diesem Artikel!

    Steckst du gerade in einer schwierigen Situation?

    Macht dir irgendetwas oder jemand Probleme, so dass du nicht mehr ruhig schlafen kannst?

    Möchtest du am liebsten alles hinschmeißen und abhauen?

    Und zwar jetzt sofort?

    Du nickst?

    Dann bist du hier richtig. Gut gemacht.

    Zunächst möchte ich dich gerne um folgendes bitten:

     

    Atme einmal tief ein bzw. aus.

    Fahr einen Gang herunter.

    Konzentriere dich nur auf diesen Text.

     

    Vielleicht kann ich dir mit meinen Worten ja helfen, die Krise etwas besser anzunehmen.

    Und am Ende sogar gestärkt aus ihr herauszugehen.

    Folgendes gilt:

    Keep cool.

    Du wirst diese Lebenskrise überstehen.

    Vielleicht mit ein paar Schrammen, ABER du wirst sie hinter dir lassen.

    Garantiert.

    Woher ich das so genau weiß?

    Nun, weil ich in meinem Leben auch schon gefühlte 1000 Krisen hatte und sie ALLE überstanden habe.

    Auch, wenn es zunächst vielleicht nicht danach aussah…

    Sogar Albert Einstein hatte bereits zu seiner Zeit Krisen.

    Sie führten dazu, dass er behauptete:

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweisen lösen, durch die sie entstanden sind.“

    Was meinte dieser schlaue Mensch damit?

    Ich vermute, so in etwa folgendes:

    • Wenn du ein Problem hast, dann gehe neue Wege, um das Problem hinter dir zu lassen.
    • Wenn du in einer schwierigen Situation steckst, bleib einen Moment stehen, nimm dir Zeit und schau genau hin, was dich in diese gebracht hat.
    • Lerne aus dem, was passiert ist und mache es in der Zukunft anders.

    Wenn du das schaffst, hast du am Ende eine gute Chance, aus einer Krisensituation etwas Gutes für dich mitzunehmen.

    Etwas, das du auf deinem künftigen Lebensweg klug einsetzen kannst.

    Etwas, was dich weiterbringt.

    WIRKLICH weiterbringt.

    Wie genau das gehen soll?

    Das verrate ich dir in den folgenden Zeilen.


    Woran du erkennst, dass du in einer Lebenskrise steckst

    Das zu beantworten, ist ziemlich einfach.

    Wir alle haben in uns ein sehr gutes Alarmsignal, das uns sofort meldet, wenn etwas nicht stimmt:

    Unser Gefühl.

     Vor allem negative Gefühle sind es, die uns schmerzhaft klarmachen:

    Du bist unglücklich."

    "Etwas belastet dich."

    "Etwas in deinem Leben ist nicht so, wie es sein sollte.“

    Überlege:

    Wie ist dein Gefühl zu einer bestimmten Sache?

    Fühlst du dich auch unglücklich?

    Der Autor Karl Rabeder beschreibt in seinem Buch („Das Leben macht Geschenke, die es als Probleme verpackt, 2012, S. 32“) ganz gut, wie man unglücklich werden kann:

     

    Unglücklich wird man, wenn

     

    • man nicht das lebt, was den eigenen Bedürfnissen und Wünschen wirklich entspricht;
    • man etwas lebt, was einem andere vorschreiben, und man seine Handlungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit an andere abgibt;
    • man sich falsche oder unpassende Lebensziele setzt;
    • man den Sinn des Lebens mit falschen Inhalten füllt und dann große Enttäuschung fühlt, weil einem dieses Leben keine Erfüllung bringt.“

     

    Findest du dich in irgendeinem Punkt auf dieser Liste wieder?

    Ich schon.

    Und das nicht nur in einem…!

    Bei mir war es vor einigen Jahren eine berufliche Krise, in der ich steckte. Sie dauerte Jahre.

    Bis ich endlich etwas veränderte…

    Wie es zu dieser Lebenskrise kam?

    Eigentlich ist es ganz einfach zu beschreiben:

    Ich lebte damals nicht, was meinen Bedürfnissen entsprach und ließ mir von anderen vorschreiben, was ich zu tun hatte.

    Bis ich irgendwann nur noch unglücklich, genervt und völlig desillusioniert war.

    Und dabei litt wie ein Tier.

    Konkret war es so, dass ich über zwanzig Jahre in verschiedenen Jobs arbeitete, die mich allesamt unglücklich machten.

    Weil es einfach nicht mein Ding war, ich mich aber nicht traute, etwas anderes zu machen.

    Viel lieber hätte ich immer schon gerne mit Menschen arbeiten und ihnen helfen wollen.

    Und nebenbei schreiben.

    Am besten beides zusammen.

    Das aber habe ich gut verdrängt.

    Ziemlich lange.

    Bis die Krise kam und mich zunächst ins Unglück hinein

    und (nach einiger Zeit!)

    aus dem Unglück wieder hinaus katapultierte.

     

    Das war hart.

    Das war ECHT hart.

    Aber eines kann ich dir trotzdem sagen, lieber Leser:

    OHNE diese Krise würde ich heute NICHT hier sitzen und dies für dich schreiben.

    Ich wäre totunglücklich.

    Im falschen Job.

    Danke also Lebenskrise, dass du mich hierhin gebracht hast!

    Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich die Krise positiv sehen soll, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt.

    Heute jedoch sehe ich es so:

    Krisen können Chancen sein.

    Krisen können etwas verändern.

    Auch wenn es wehtut.

    Aber jetzt erstmal langsam.

    Am besten schauen wir dorthin, wo alles beginnt:


    In welchen Bereichen sich Lebenskrisen gerne ansiedeln

    Laut Karl Rabeder gibt es vier Hauptquellen für Probleme bzw. Krisen:

    1. Beruf/Karriere

    (z.b. du bist im falschen Job, wirst gemobbt, fühlst dich über- oder unterfordert, kannst dich nicht mehr entwickeln usw.)

     

    2. Gesundheit

     (z.B. du bist körperlich oder seelisch krank, hast Schmerzen usw.)

     

    3. Beziehungen

     (z.B. du bist in einer Beziehung (oder Single) und unglücklich, du hast Streit mit der Familie, mit der Kollegin, den Freunden, jemand Geliebtes stirbt usw.)

     

    4. Finanzen

     (z.B. du bist arbeitslos, unterbezahlt, kannst mit Geld nicht umgehen usw.)

     

    Kommt dir hiervon etwas vielleicht bekannt vor?

    Keine Sorge, auf einige dieser Probleme werde ich in anderen Blogs noch intensiver eingehen und dir hilfreiche Tipps zur Seite stellen.

    Heute jedoch möchte ich dir gerne zunächst zeigen, wie du Krisen im Allgemeinen gut bewältigen kannst.


    Wie du aus einer Lebenskrise herauskommst

    1. Nimm deine Krise unter die Lupe

    Auf „Zeit zu leben“ gibt die Autorin Tania Konnerth folgenden Tipp:

    Analysiere dein PROBLEM, nicht dein Symptom!

    Das hieß für mich vor einigen Jahren folgendes:

    Meine berufliche Krise leitete sich ein durch einen starken Dauerkopfschmerz (SYMPTOM), den ich einfach nicht mehr wegbrachte.

    Zu dieser Zeit

    • rannte ich gefühlt 1000 Ärzten und klagte ihnen mein Leid
    • schluckte ich unzählige Medikamente gegen den Schmerz
    • achtete ich verstärkt auf meine Ernährung und regelmäßigen Schlaf
    • wälzte ich Bücher über Bücher zum Phänomen Kopfschmerz

    Damals brachte mir das alles jedoch schlicht und ergreifend

    NICHTS.

    Und warum half mir das nichts?

    Weil ich nur das SYMPTOM bekämpfte.

    Und nicht die eigentliche Ursache:

    Das PROBLEM.

    Jeden Tag also stand ich weiterhin auf und konnte kaum arbeiten vor lauter Schmerzen.

    Tja, bis ich irgendwann krank geschrieben wurde und fast gezwungenermaßen mein Leben (also das PROBLEM) veränderte.

    Und plötzlich – wie durch ein Wunder - waren die Dauerkopfschmerzen weg!

    Seltsam, findest du?

    Ich finde das mittlerweile nicht mehr.

    Meiner Ansicht nach waren all die unterdrückten Gefühle und das Unglück, das ich in mich hineingefressen hatte, dafür verantwortlich.

    Unterdrückte Wut wegen einer Lebenssituation, die schmerzte.

    Ergebnis war der Kopfschmerz.

    So jedenfalls war das bei MIR.

    Damit möchte ich natürlich jetzt nicht behaupten, dass jeder Migräne-Patient ein berufliches Problem hat.

    Das nicht.

    Natürlich KANN das sein.

    Genauso aber kann es andere Gründe haben.

    Das Grundprinzip ist jedoch einfach:

    Finde die URSACHE und du hast auch das Symptom behoben.

    Das gilt so ziemlich für alle Probleme und Krisen.

    Deshalb rate ich dir eindringlich, in einer ruhigen Minute ein wenig in dich zu gehen und zu überlegen, wo die eigentliche Ursache für dein Problem sein könnte.

    Danach überlegst du dir die Problemlösung.


    2. Mache dir Gedanken über Ursache und Problemlösung

    Grundsätzlich tritt nichts Negatives im Leben auf, was nicht eine

    Botschaft

    für dich hätte. 

    Wenn du diese Botschaft verstehen möchtest, ist es sinnvoll, dir ein paar Fragen zu stellen.

     Karl Rabeder („Das Leben macht Geschenke, die es als Probleme verpackt, 2012, S.46“) schlägt folgende vor:

     

    • Was will mir mein Problem sagen, was ist die zentrale Botschaft dahinter?
    • Welche Lösungen gibt es, und was möchte ich wirklich?
    • Wie komme ich wieder in einen Zustand, in dem es mir gut geht?

     

    Für die Beantwortung dieser Fragen brauchst du ein bisschen Zeit. Nimm dir am besten ein Blatt Papier und notiere dir deine Antworten.

    Gehe in dich und überlege gut.

    Dein Herz wird dir die richtigen Antworten diktieren.


    3. Bewahre dir deine Zuversicht und mache dir deine Stärken klar

    Zuversicht und eine positive Einstellung sind zwei ganz elementare Elemente, um eine Krise zu überstehen.

    Sicherlich warst du in deinem Leben schon mehrmals in schwierigen Situationen.

    Auch wenn du damals wahrscheinlich gedacht hast „das schaffe ich nie!“, bist du am Ende durchgekommen und es ging dir wieder gut.

    Überlege dir also:

    • Was hast du damals gemacht, um das Problem zu bewältigen?
    • Wie hast du reagiert?
    • Wer oder was hat dich bei der Bewältigung deiner Krise unterstützt?

    Helfen kann dir auch folgende Übung aus der Biografiearbeit von Dr. Hubert Klingenberger („Lebensmutig, 2003, S. 104“).

    Sie lautet „Siegerehrung“ und macht dir klar, wo deine Stärken sind:

     

    „Lassen Sie Ihr Leben vor Ihrem inneren Auge an sich vorüber ziehen. Richten Sie Ihren Blick insbesondere darauf, worauf Sie in Ihrer Biografie besonders stolz sind.

     

    Das können Ereignisse und Situationen sein,

     

    • in denen Sie etwas (Besonderes) geleistet haben (z.B. die Erziehung der Kinder),
    • In denen Sie auf etwas (Wichtiges) verzichtet bzw. es unterlassen haben (z.B. das Rauchen aufhören),
    • in denen Sie etwas (Belastendes) ausgehalten und überstanden haben (z.B. eine lange Krankheit) oder
    • in denen Sie sich weiterentwickelt haben (z.B. nach einer Trennung)...“

     

    Dir dies vor Augen zu führen kann dir helfen, die aktuelle Situation genauso erfolgreich durchzustehen.

    Klar ist das nicht immer leicht, das gebe ich zu.

    ABER es funktioniert!


    4. Hole dir aktiv Unterstützung von anderen

    Wenn du Probleme hast und sie alleine nicht lösen kannst, vertraue dich bitte jemandem an.

    Zu vielen Themen gibt es sogar externe Beratungsstellen.

    Oft auch kann eine schlichte Umarmung bzw. der Ratschlag eines geliebten Menschen helfen.

    Grundsätzlich gilt:

    Wenn wir uns Jemandem anvertrauen können,

    fühlen wir uns nicht mehr alleine und gewinnen neue Perspektiven!!

     

    Kommen wir jetzt zu dem Punkt, der mir am meisten am Herzen liegt:


    Was du durch Lebenskrisen lernen kannst

    Bitte merke dir:

    Krisen – so hart sie auch sind - können CHANCEN für ein neues Leben sein!

    Sie können dich verändern.

    Und sie können aus dir einen Menschen machen, der

    • sich seiner körperlichen und seelischen Bedürfnisse bewusst ist
    • dem Sinn seines Lebens näher kommt
    • seine Lebensführung immer einmal wieder hinterfragt
    • andere Menschen achtet und auch deren Bedürfnisse schätzt
    • seine Stärken kennt
    • auf seine Gesundheit achtet usw.

    Bei mir war das ganz extrem so.

    Bis heute frage ich mich wirklich, wie ich damals so komplett an meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen vorbeileben konnte.

    Erst die Krise führte mich auf den richtigen Weg…


    Fazit

    Lebenskrisen, die dich nicht umhauen, machen dich stärker. Diese Erfahrung habe ich in den 38 Jahren, in denen ich auf dieser Welt lebe, auf jeden Fall schon mehrmals gemacht.

    Natürlich ist es immer noch nicht soweit, dass ich bei jedem Problem „Juhuu“ schreie, das beileibe nicht.

    Das wäre doch ziemlich unrealistisch.

    Trotzdem erkenne ich mittlerweile, dass HINTER jeder Krise immer etwas stecken kann.

    Etwas, was mit mir selbst zu tun hat.

    Etwas, das mir sagt: „Nicole, pass auf, hier stimmt etwas für dich nicht und du musst etwas ändern.“

    Das ist MEINE Botschaft für MICH.

    Das ist die Botschaft, die mich genauer hinschauen lässt.

    Schaue auch du bei einer Krise genauer hin und frage dich:

    • Was ist die eigentliche Ursache meines Problems?
    • Was ist meine persönliche Lösung dafür bzw. wie komme ich wieder in einen Zustand, in dem es mir gut geht?
    • Wo sind meine Stärken und wie habe ich mit diesen bereits Krisen in der Vergangenheit erfolgreich bewältigt?
    • Wer kann mich in dieser Krise aktiv unterstützen?
    • Gibt es an dieser Krise auch etwas Gutes? Etwas, das vielleicht sogar Sinn macht?

    Was ich DIR gerne abschließend sagen will:

    Sei beruhigt. Bei jeder Krise oder bei einem Problem gibt es immer ein „DANACH“.

    Wenn du dieses DANACH erreicht hast, kannst du stolz auf dich sein.

    Weil du vielleicht für dich etwas verändert hast.

    Weil du stärker bist als vorher.

    Weil du das Leben mehr zu schätzen weißt.

    Weil du etwas mit einer anderen Person geklärt hast oder weil …?

    Deine persönliche Antwort darauf wirst du selbst finden.

    Also mache dich auf den Weg...


    So, nun sind wir schon wieder am Ende meines Artikels angelangt.

    Ich hoffe, du hast etwas für dich mitgenommen und wirst die nächste Krise (die definitiv kommen wird) erhobenen Hauptes und mit hoffnungsvollem Herzen durchschreiten.

    Das Einzige, was mich jetzt noch interessiert, ist folgendes:

    Was für Lebenskrisen hast DU schon überstanden?

    Und inwiefern haben dir diese vielleicht sogar etwas Positives oder eine Veränderung gebracht?

    Danke für deine Antwort – und damit eine weitere Inspiration für alle anderen Leser!

    Deine Nicole

    Für Sterbende läuft die Zeit ab. Uhr im Sand.

    Heute möchte ich dir gerne etwas Persönliches erzählen.

    Es geht ums Sterben bzw. den Umgang damit. Ein Thema, das oft mit Angst verbunden ist. Mit Angst und Verdrängung.

    Doch gerade darüber sollten wir sprechen.

    Weil es am Ende uns alle betrifft.

    Das jedenfalls ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Vielleicht verhilft diese Geschichte dir ja zu einem besseren Umgang mit dem Sterben.

    Oder dem Leben…?


    Mein persönlicher Bezug zum Sterben

    Mein Job als Sozialpädagogin bringt es mit sich, dass ich manchmal an Betten stehe und Kontakt zu Menschen habe, die sterben werden.

    Oft habe ich diese Menschen schon vorher jahrelang begleitet, d.h. ich kenne sie ganz gut und weiß um ihre Lebensgeschichte. Ich kann also einschätzen, woran der Sterbende früher Freude hatte oder welche Themen ihn eher belasten. Das gibt mir die Möglichkeit, auf diese Personen besser eingehen zu können. Denn am Ende wird nicht mehr viel gesprochen.

    Trotzdem kann auch ohne Worte immer noch vieles gesagt werden.

    Grundsätzlich jedoch stelle ich Eines fest:

    Es ist nie leicht.

    Es ist nie leicht, sich von Jemandem zu verabschieden. Ihn gehen zu lassen.

    Plötzlich ganz klar zu wissen:

    „Es ist soweit.“

    Doch für den Sterbenden ist es manchmal eine Erlösung.

    Weil die Realität oft nur noch so aussieht, hilflos im Bett zu liegen und auf den Tod zu warten.

    Das ist schlimm.

    Und wirklich keines Menschen würdig.

    So geschehen auch meinem Nachbarn. Einem 81-jährigen Mann, von dem ich meine beiden Katzen bekommen habe.


    Unsere gemeinsame Geschichte ist folgende:

    Vor etwa drei Jahren zogen mein Lebensgefährte und ich aufs Land. In ein Haus mit Garten direkt am Waldrand. Der Garten war ziemlich verwildert, weshalb ich mich daran machte, ihn neu zu bepflanzen.

    Damals ging es mir nicht gut.

    Ich steckte in einer beruflichen Krise und war froh, Abstand vom stressigen Stadtleben zu bekommen.

    Vom ersten Tag an leistete mir eine Glückskatze Gesellschaft. Immer wenn ich im Garten war, saß sie neben mir und schaute mich mit großen Augen an.

    Ich war immer schon eine Katzenliebhaberin. Da ich jedoch nicht wusste, wem die Katze gehörte, fütterte ich sie nicht.

    Trotzdem kam sie immer wieder und hielt sich bei uns auf.

    Eines Tages klingelte es an der Tür.

    Eine Dame von der Katzenhilfe stand davor und zeigte mir das Bild einer dreifarbigen Katze. Sie fragte mich, ob ich sie kenne. Schlechten Gewissens erklärte ich, dass diese Katze täglich bei uns vorbeischauen würde.

    Da lächelte sie und meinte: „Da hat sie ja ihre neue Heimat bereits gefunden.“

    Die Frau von der Katzenhilfe klärte mich darüber auf, dass die Katze meinem Nachbarn gehörte. Dieser lebe alleine mit seinen fünf Katzen und würde nun ins Altenheim kommen. Sie fragte mich, ob wir zwei der Katzen nehmen würden.

    Da mein Lebensgefährte und ich Katzen lieben, sagten wir ja.

    Das war eine gute Entscheidung, die wir bis heute nicht bereuen. Miezi und Mucki gehören zu unserer Familie und haben sich gut eingelebt.

    Ein paar Wochen später besuchte ich den alten Mann, um mich bei ihm zu bedanken.

    Sofort hatten wir einen guten Draht zueinander.

    Er hatte Zeit seines Lebens in seinem Haus nahe am Waldrand gelebt und sich dort sehr wohl gefühlt. Da er sich alleine nicht mehr versorgen konnte, musste er ins Altenheim umziehen und war darüber nicht glücklich. Trotzdem sah er ein, dass es notwendig war.

    Ich beschloss, ihn regelmäßig zu besuchen.

    Dabei brachte ich ihm immer Bilder von seinen Katzen und berichtete von unserem Leben. Ich hatte es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, täglich im Wald spazieren zu gehen. Das beruhigte mich und gab mir ein Gefühl von Freiheit.

    Als ich dem alten Mann das erzählte, rannte ich offene Türen ein. Er hatte es immer genauso gemacht.

    So lief das einige Jahre.

    Bis es ihm gesundheitlich schlechter ging.

    So schlecht, dass er irgendwann bettlägerig wurde.

    Das das erste Mal zu sehen, hat mich geschockt.

    Ein paar Wochen davor hatten wir beide noch ganz normal an einem Tisch gesessen und uns über das Leben unterhalten. Da hatte er gesund und fidel gewirkt. Wenn auch etwas bedrückt, weil er sich im Altenheim nicht ganz wohl fühlte.

    Bei meinem nächsten Besuch lag er kalkweiß in seinem Bett.

    Die Augen waren geschlossen. Die Hände über dem Bauch verschränkt.

    Fast wirkte es auf mich, als wäre er schon tot.

    Ich hatte ihm einen italienischen Kaffee und ein großes Stück Sahnetorte mitgebracht. Das hatte ihn in der Vergangenheit immer sehr gefreut. Auch dieses Mal tat es das, aber es war anders.

    Ganz anders.

    Diesmal musste ich ihm Gabel für Gabel eingeben.

    Und ihm den Kaffee in einer Schnabeltasse reichen.

    Er konnte nicht aufrecht sitzen, weil ihn das schmerzte. Also aßen wir im Liegen.

    Ständig hatte ich Angst, dass er sich verschluckt.

    Doch als er lächelte und sich immer wieder für das gute Stück Torte bedankte, entspannte ich mich.

    Etwas in ihm war also doch noch am Leben.

     

    Trotzdem tat er mir so furchtbar leid.

    Ich wusste, dass ihn nicht mehr viele Menschen besuchten.

    Man hatte ihn außerdem in ein Zimmer verlegt, wo keine Bilder mehr an der Wand hingen. Ein kahler, ungemütlicher Raum. Einzig und alleine eine Uhr befand sich in seinem Blickfeld. Und sterile, weiße Wände.

    Vorbei waren die Zeiten, an denen er Katzenbilder bewunderte oder Bücher lesen konnte. Er war zu schwach dafür.

    Unser Gespräch verlief stockend. Immer wieder schlief er dabei ein. Doch dann wurde er wieder wach und fragte interessiert nach meinem Leben. Ich spürte, dass es nicht mehr um große Gespräche ging.

    Es ging um das "Da sein". Das war das Einzige, was nun noch zählte. Also fasste ich seine Hand und war da.

    Diese Szene erinnerte mich an eine andere Frau, die ich vor Jahren im Altenheim betreut hatte.


    Sie lag im Sterben, hatte aber keine Angehörigen mehr.

    Man ließ sie alleine im Bett liegen und wendete sie immer wieder, damit sie sich nicht wundlag.

    Die Pflegekräfte dokumentierten dies regelmäßig. Auch ich hatte Zugriff auf diese Dokumentation.

    Eines Tages hieß es, sie sei verstorben.

    Traurig las ich die Dokumentation.

    Der letzte Eintrag lautete folgendermaßen:

    „17.30 Uhr. Habe Frau K. noch einmal gewendet. Verweigert Essen. Bittet darum, nicht alleine sein zu müssen. Ich erklärte ihr, dass ich noch andere Bewohner zu versorgen hätte und später noch einmal käme. Dann verließ ich den Raum und machte weiter mit meiner Schicht.

     

    21.00 Uhr. Als ich das Zimmer betrete, ist Frau K. verstorben. Hausarzt ist informiert.“

    Ich weiß nicht warum, aber als ich das damals las, lief es mir kalt den Rücken hinunter.

    Ich stellte mir vor, wie viel Angst diese arme Frau gehabt haben musste. Sie starb alleine, wie wahrscheinlich viele Menschen.

    Gerade in den letzten Stunden braucht man doch jemanden, der da ist und die Hand hält!

    Trotzdem kann man den Pflegekräften in den Altenheimen keinen Vorwurf machen. Sie sind häufig unterbesetzt und haben zu wenig Zeit für zu viele alte Menschen.

    Aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht hierher.


    Ich wünsche mir jedenfalls, dass es für meinen Nachbarn anders läuft.

    Ich wünsche mir für ihn, dass jemand mit ihm diesen Weg geht.

    Jemand, der ihm nahe steht.

    Auch ich habe an diesem Tag sein Zimmer verlassen und ihm versprochen, dass ich bald wiederkomme.

    Ob ich ihn noch einmal lebend wiedersehe, weiß ich nicht. Ehrlich gesagt, glaube ich es nicht.

    Als ich ging, meinte er:

    „Heute war ein schöner Tag für mich, weil Sie da waren.“

    Das hat mich sehr berührt und gleichzeitig getroffen.

    Einen Tag später ging ich in den Wald und betrachtete von einem erhabenen Punkt aus den Sonnenaufgang.

    Ich dachte an meinen Nachbarn und sprach ein Gebet für ihn. Ich betete, dass Gott es ihm leichter macht, zu gehen. Ich betete, dass er nicht alleine sein muss in seiner Sterbestunde. Ich betete, dass er sich an all die schönen Momente erinnert, die er in seinem Leben hatte. Und ich dankte ihm dafür, dass er mir so viel gegeben hatte.


    Was genau er mir gegeben hat?

    Dies möchte ich dir gerne abschließend noch nahebringen.

    Was dir ein Sterbender geben kann

    Nun, zunächst einmal in meinem persönlichen Fall zwei wunderbare Katzen.

    Eine gute gemeinsame Zeit mit intensiven Gesprächen.

    Hoffnung für die Zukunft.

    Weil der Mann mir gezeigt hat, dass es viel wichtigere Dinge als Karriere und ständiges Beschäftigtsein gibt.

    Was er mir aber am meisten gegeben hat ist folgendes:

    Wertschätzung für das Leben. Für jeden einzelnen Tag.

     

    Wertschätzung für das, was ich habe, tue oder bin.

    Wertschätzung für meine Jugend und Gesundheit.

    Wertschätzung für alles und jeden um mich herum.

    Denn er kann jetzt nicht mehr aufstehen und mit einer Zeitung seinen Morgenkaffee genießen so wie er es früher getan hat.

    Er kann nicht mehr in den Wald gehen und dem Vogelgezwitscher lauschen.

    Er spürt nicht mehr die wärmende Kraft der Sonne auf seiner Haut.

    Er kann nicht mehr zu seinen Lieben gehen und sie umarmen.

    Er wird nicht mehr an einem Strand sitzen und die Wellen betrachten.

    Das und noch viel mehr ist leider vorbei.

    Genauso wie sein Leben es bald sein wird.

    Ich hoffe wirklich, ich habe ihm auch etwas gegeben.


    Was du einem Sterbenden geben kannst

    Vielleicht konnte ich ihm ja etwas Gutes aus meinem Leben transportieren.

    Etwas, das ihm seine Vergangenheit wieder näher gebracht hat.

    Vielleicht konnte er sich durch meine Erzählungen an sich selbst erinnern und das, was er gehabt hat.

    Vielleicht hatte er einen schönen Moment, als ich ihn besuchte.

    Vielleicht genoss er ein letztes Mal ein richtig gutes Stück Torte und seinen geliebten Kaffee.

    Ich wünsche es mir…


    Das habe ich im Umgang mit Sterbenden gelernt

    Diese Geschichte wird mich noch länger beschäftigen.

    Weil sie mir vor Augen führt, dass wir das Leben unbedingt JETZT genießen sollten.

    Lass nicht zu, dass (manchmal) banale Alltagsbelastungen dich daran hindern, ein Leben zu führen, in dem du dich wohlfühlst und das du wertschätzt.

    Behalte im Blick, dass das Leben ENDLICH ist.

    Und, dass es unglaublich KOSTBAR ist.

    Mir zumindest ist dies jetzt wieder sehr bewusst…

    Danke für deine Zeit.

    Alles Liebe,

    Nicole

    Bild: (Fotolia: #104168453 © vetre)

    P.S. Hast du ebenfalls so eine Geschichte erlebt oder möchtest etwas zu diesem Thema sagen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

     

    Das große Glück findet sich oft in kleinen Dingen

    Hey, schön, dass du da bist!

    Du hast gerade meinen Artikel angeklickt, Glück also für mich! :)

    Das heißt, dass du auf irgendeine Art und Weise an dem Thema Glück interessiert sein musst.

    Beste Voraussetzungen, um tatsächlich glücklich zu SEIN.

    Keine Sorge, lange will ich deine kostbare Zeit gar nicht in Anspruch nehmen.

    Deswegen fasse ich mich kurz.

    So etwas wie Glück braucht nämlich gar nicht viele Worte…

    Der Glücks-Schatz direkt vor der Haustüre

    Als erstes lies dir doch bitte mal folgendes durch:

     

    Über lange Jahre,

    unter großen Kosten,

    reiste ich durch viele Länder,

    sah die hohen Berge,

    die Ozeane,

    aber was ich nicht sah,

    war der glitzernde Tautropfen im Gras gleich vor meiner Tür.

    - Rabindranath Tagore –

     

    Was meinst du zu diesem Spruch?

    Gefällt er dir?

    Mir gefällt er gut. Sehr gut sogar.

    Warum er das tut?

    Das möchte ich dir jetzt gerne noch etwas genauer erklären.

    Lass mich dir zunächst folgende Frage stellen:

    Bist du schon einmal um halb sieben Uhr morgens durch einen Winterwald gestapft mit einem Coffee to go Becher in der Hand?

    Nein?

    Solltest du mal ausprobieren.

    Das ist ein kleines Glück.

    Mein kleines Glück. Jeden Morgen vor der Arbeit.

    Unbezahlbar.

    Meine Nachbarin hat auch ein kleines Glück. Für sie ist es die Zeitung, die jeden Tag in aller Frühe vor der Haustüre liegt. Sie liebt es, darin zu blättern und die Geschichten ihrer Stadt zu lesen. Dann hat sie das Gefühl, dabei zu sein. Das braucht sie. Mit 70 ist man nicht mehr so mobil und kann an allem selbst teilnehmen.

    Ihr kleines Glück also.

    Um diese Zeitung zu bringen, steht jeden Morgen ein ganz fleißiger Mann schon ganz früh auf. Er liefert sie meiner Nachbarin mit dem Fahrrad. Sommer wie Winter. Das härtet ab und erfrischt.

    Es ist sein kleines Glück…

    Verstehst du, was ich meine?

    Dann lass uns als nächstes zu dir kommen:

     Was ist DEIN kleines Glück?

    Oder gibt es sogar mehrere?

     

    Wenn du kannst, schließe jetzt am besten die Augen und überlege einen Moment…!

     Ist es ein Kuss von deinem Partner?

    Die blitzblanke Wohnung?

    Ein Kinoabend mit Freunden?

    Das Kuscheln mit deinem Haustier?

    Oder suchst du eher nach den großen Dingen wie z.B. ein neues Auto, ein toller Urlaub, ein Fallschirmsprung aus dem Flugzeug?

    Hat alles seine Vorteile, zugegeben.

    Nur jeden Tag bekommen wir das nicht. Müssen wir ja auch nicht...

    Heute zählt nur Eines:

    Das große Glück der KLEINEN Dinge.

    Und zwar direkt vor deiner Nase.

    Kleines Glück ganz groß

    Einmal die Woche betreue ich eine Frau im Altenheim.

    Diese hat einen ganz besonderen Blick für die kleinen Dinge.

    In ihrem 85-jährigen Leben hat sie sehr viel geschafft: Jahrzehntelang führte sie überaus erfolgreich drei Wollgeschäfte und war immer zufrieden. Auch in ihrer Familie lief es gut: Sie wurde geliebt und sie hat geliebt. Sowohl Menschen als auch Tiere.

    Das ist alles, was für sie heute noch zählt.

    Als ich sie einmal fragte, welches kleine Glück ihr persönlich noch am besten in Erinnerung ist, sagte sie:

    „Die erste Käsesemmel nach dem Krieg. Ich musste weinen, weil ich endlich wieder etwas zu essen hatte.“

    Das verschiebt die eigenen Maßstäbe ganz schön, finde ich.

    Denn vor diesem einen Butterbrot hatte sie im Krieg ja alles verloren: Angehörige und Freunde, Nachbarn, das eigene Dach über dem Kopf. Von den ausgestandenen Todesängsten und der Panik vor den Bombeneinschlägen gar nicht zu sprechen. Als sie aus dem Kriegsgebiet flüchtete, hatte sie genau noch eine Hose und einen Mantel, den sie noch tragen konnte. Alles andere musste sie zurücklassen.

    Das hat sie geprägt.

     Trotzdem hat sie bis heute ihre positive Art nicht verloren und erfreut sich an den allerkleinsten Dingen.

    Ich möchte dir gerne einen kleinen Einblick in das Leben dieser 85-jährigen Frau geben.

    Mit ihrem Einverständnis darf ich ein Gedicht veröffentlichen, das sie selbst verfasst hat:

     

     Was ist Glück?

     

    Glücklich sein kann man lernen.

     

     Ich hatte so viele Glücksmomente, dass es vielleicht die Hälfte meines Lebens ausmacht.

     

    Man sollte nicht das große Glück suchen, es gibt so viele Momente des kleinen Glückes, die einen vor Freude zum Weinen bringen.

     

    Ein Blick über einen See, der golden glitzert, wenn sich die Sonne im See spiegelt oder wenn der Wind nachts den See in kleine Wellen kräuselt und ihn in pures Silber verwandelt.

     

    Wenn der Vollmond mit seinem milden Licht den See umhüllt, empfinde ich das als Glück.

     

    Schwalben, die jubilierend an einem schönen Sommertag in den blauen Himmel fliegen und man im frischen Gras in den Himmel schaut.

     

    Das ist Glück für mich.

     

    Vielleicht spinne ich, seinen Lieblingsbaum umarmen und mit ihm sprechen, das gibt Kraft und Glück.

     

    Das größte Glück war, nach der Geburt meine gesunden Kinder im Arm zu halten. Mich hat es vor Glück fast zerrissen.

     

    Glück ist auch, lebend aus dem Chaos Krieg heraus zu kommen.

     

    Nach drei Jahren Elend und Hunger, die erste Semmel mit Käse in der Hand zu halten, sie weinend vor Glück zu essen und zu schwören:

    „Ab jetzt will ich nie mehr hungern.“

     

    Glück war, die erste Wohnung nach dem Krieg zu bekommen.

     

    Nach 15 Jahren in das eigene Haus einzuziehen.

     

    Den Krebs zweimal zu besiegen.

     

    Das ist Glück.

     

     Am 50. Hochzeitstag, als mein Mann aus dem Auto stieg, im Gebirge im Schnee für mich Schneeglöckchen pflückte.

     

    Da habe ich vor Dankbarkeit, Liebe und Glück heimlich geweint.

     

    Das ist Liebe und Glück.

     

    Ich bin glücklich, wenn im Frühling die Sonne wieder wärmer scheint und die Blumen und die Bäume wieder zu blühen beginnen,

     

    wenn die Sonne vom Himmel strahlt und in der Früh die Vögel zwitschern.

     

    Wenn die Kaffeehäuser ihre Tische und Stühle auf die Straße stellen und die Menschen fröhlich sind und lachen.

     

     Das ist Glück für mich.

     

    Im Herbst, wenn die Sonne ihre Kraft verliert und die bunten Blätter von den Bäumen fallen, gehe ich glücklich durch das raschelnde Laub spazieren.

     

    Wenn der Wind kräftiger weht, die Kinder und ihre Väter auf den Feldern die Drachen steigen lassen, das ist Glück für mich.

     

    Wenn es im Winter schneit, der Schnee die Landschaft zum Schlafen bedeckt, alles Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt und

     

    es in der Wohnung warm und gemütlich ist.

     

    Das ist Glück.

     

    - Johanna Kurschus -

     

    Ich finde, ein besseres Schlusswort für diesen Artikel könnte es nicht geben.

    Für dich wünsche mir, dass auch du dich an den kleinen Dingen erfreuen kannst und dich jetzt nach ihnen auf die Suche machst.

    Das kann wirklich ein wirklich großes Glück sein.

    Denn oft sehen wir gerade die kleinen Dinge als selbstverständlich an, obwohl sie das gar nicht sind.

    Tue das nicht. Es wäre schade drum.

    Ich jedenfalls wünsche dir heute Glück und viele Glücksmomente!

    Wenn auch du heute noch etwas Gutes, glücklich machendes tun möchtest, dann schreib mir, worin du Glück findest.

    Oder teile einfach diesen Artikel mit anderen.

    Vielen Dank und alles Liebe! 

    Deine Nicole

    Bild: (Fotolia #94044924 © amenic181)

    Marienkäfer auf Kleeblatt - Symbol für Glück im Leben

     Herzlich willkommen bei diesem Artikel!

    Zunächst habe ich eine kleine Bitte an dich, schau dir das folgende Zitat von Mike Schünemann an:

    „Glück kannst du nur erreichen, wenn du in allen Dingen das rechte Maß findest.“

    Wie findest du dieses Zitat?

    Spricht es dich an?

    Mich schon.

    Weil es so ziemlich das trifft, wovon auch ich überzeugt bin:

    Überlege immer wieder einmal, welche Ausprägungen gewisse Dinge und Einstellungen in deinem Leben haben und dann entscheide dich neu – und zwar für dein Glück!

    Dir ist nicht klar, wie ich das meine?

    Kein Problem, ich gebe dir gerne ein Beispiel.

    Das Beispiel ist eine Bekannte meine Mutter…

    Diese Frau macht sich immer ziemlich viele Sorgen...

    Wenn meine Mutter und ich sie besuchen, ruft sie uns schon vorher an, um uns zu sagen, dass wir ja vorsichtig fahren sollen.

    Wenn wir dann da sind, fragt sie uns hundertmal, ob wir etwas essen wollen – wir könnten ja verhungern.

    Beim gemeinsamen Kaffeetrinken erzählt sie uns von den Horrormeldungen, die sie täglich im Fernsehen sieht.

    Sind wir damit fertig, sorgt sie sich, dass wir wieder gut nach Hause kommen.

    So geht es endlos weiter.

    Die arme Dame sorgt sich also ständig.

    Und vergisst darüber hinaus, das Leben zu GENIESSEN!

    Das ist sehr schade.

    Denn für sie ist die Welt ein böser Ort, an dem überall Gefahren lauern.

    Bislang konnten meine Mutter und ich sie leider noch nicht wirklich beruhigen.

    Aber wir sind dran. ;)

    Was ich damit sagen will:

    Ein gewisses Maß an Sorgen machen ist ok und vielleicht sogar „normal“.

    ABER es sollte NICHT unser ganzes Leben bestimmen!

    Dieser Meinung sind übrigens auch diejenigen Senioren, die von dem Alterswissenschaftler Karl Pillemer für sein Buch „Die kleinen Dinge machen das Leben schön. Was wir von den Alten lernen können“ befragt wurden. Sie sollten eine Aussage darüber treffen, wie man ein glückliches Leben führt.

    Alte Menschen können dir sehr gut sagen, wie du glücklich werden kannst.

    Warum?

    Weil sie erfahren sind.

    Weil sie wahnsinnig viel erlebt und selbst ausprobiert haben.

    Also auch die Dinge, die gut liefen.

    Oder aber schlecht.

    Heiße Herdplatte und so, du verstehst schon…

    Für MICH sind alte Menschen eine große Quelle der Weisheit. Deswegen tue ich gut daran, ihren Worten immer wieder zu lauschen.

    Zum Thema „Glück“ haben sie fünf Ratschläge, die ich dir jetzt gerne weitergebe:

    1. Tue die Dinge, die dir wichtig sind, SOFORT

    Dieser Satz ist so einfach wie klar. Schiebe das, was du tun willst, nicht auf.

    Mach dich dran. Egal, was es ist.

    Leider weißt du nicht, wie lange du lebst. Genauso wenig wie ich.

    Stell dir vor, heute wäre dein letzter Tag.

    Was würdest du tun?

    Wie würdest du ihn verbringen?

    2. Willst du Glück, dann wähle es aktiv

    Es gibt da einen Spruch von Arthur Schopenhauer, der ganz gut ausdrückt, was die alten Menschen damit meinen:

    „Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.“

    Sicher hast du das auch schon mitbekommen.

    Uns passiert etwas Negatives und wir haben zwei Möglichkeiten, wie wir damit umgehen: Wir können uns ärgern oder wir können es lassen.

    Ich finde, wir sollten es LASSEN.

    Ist besser so.

    Für unseren Geist UND unseren Körper…

    Wie ich dazu komme, dir das zu sagen?

    Lass mich dir am besten eine kleine Geschichte erzählen:

    An einem Sommerabend im letzten Jahr traf ich einen alten Freund. Wir schleckten ein Eis, unterhielten uns gut und genossen für ein paar Stunden unser Beisammensein. Als es schließlich dunkel wurde, begleitete er mich zu meinem Auto. Dort entdeckte ich etwas, was mir gar nicht gefiel: Einen Strafzettel. Super! Ich ärgerte mich und schimpfte wie ein Rohrspatz.

    Mein Freund hingegen lächelte mich nur an und fragte: „Was bringt dir das, Nicole?“

    Erst wusste ich nicht, was er meinte.

    Also antwortete ich: „Was bringt mir WAS?“

    Er grinste wieder.

    „Na, das ÄRGERN. Was nützt es dir?“

    Ungläubig starrte ich ihn an. „Würdest DU dich etwa NICHT über so einen blöden Strafzettel ärgern?“. Er schüttelte den Kopf und verneinte. Mir blieb der Mund offen.

    Er sagte: „Ich erkläre es dir. Schau, den Strafzettel hast du fürs Falschparken bekommen. Du wirst ihn also zahlen müssen. Tut vielleicht weh, aber ist definitiv kein Weltuntergang. Du wirst es verschmerzen. Wenn du dich jetzt aber auch noch die nächsten drei Stunden darüber ÄRGERST, schädigst du nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch noch dich selbst! Oder was denkst du, machen deine negativen Gedanken mit deinem Körper?“

    Ich blinzelte wie ein Schaf. „Keine Ahnung!?“

    Er antwortete: „Nun, dein Blutdruck wird steigen. Deine Muskeln verspannen sich. Du bekommst einen trockenen Mund, Kopfschmerzen usw.“ Und das alles wegen eines Strafzettels, den du sowieso nicht mehr ändern kannst. Zahle diesen Betrag, hake es ab, nimm dir vor, es das nächste Mal besser zu machen. Und dann

    VERGISS ES!“

    Ich überlegte kurz. Tatsächlich musste ich ihm zustimmen. Wieso sollte ich mich wegen eines kleinen Fehlers die nächsten Stunden noch weiter ärgern und damit selbst schädigen? Ich würde den Betrag zahlen und damit war die Sache erledigt. In Zukunft würde mir das nicht mehr passieren.

    Gelassen klemmte ich den Strafzettel wieder hinter die Windschutzscheibe. Danach schlenderten wir in aller Seelenruhe zurück in die Stadt.

    Die Nacht war schließlich noch jung… !

    3. Sorge dich nicht

    Sicher wird es im Leben Dinge geben, die dich belasten. Es wäre utopisch anzunehmen, dass immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

    Trotzdem hast du es selbst in der Hand, wie viele Sorgen du dir machst und wie intensiv.

    Zu viele Sorgen können dir nämlich dein Leben vermiesen.

    Ich beispielsweise habe mir abgewöhnt, mir täglich die Zeitung zu kaufen. Ich will gar nicht mehr wissen, wer wo eingebrochen hat. Oder wer vergewaltigt worden ist. Oder in welchen Kanälen meine Steuergelder verschwinden.

    Lieber gehe ich eine Runde spazieren und genieße die Sonne.

    Seitdem ich das mache, bin ich vielleicht nicht immer up to date - aber das muss ich auch gar nicht sein!

    Der Vorteil ist: Ich sorge mich weniger.

    Und das tut meiner Seele gut.

    Wenn du wirklich grübeln musst, dann tue das zu

    • einer festgelegten Zeit (z.B. abends)
    • an einem festgelegten Ort (z.B. in deinem Lieblingssessel) und
    • nur für eine bestimmte Dauer (z.B. von 19.00 – 19.30 Uhr)

    Damit kannst du die Sorgen-Zeit auf ein gesundes Maß begrenzen. Und tust deiner Psyche definitiv einen Gefallen!

    Was ich damit sagen will: Nimm die Karten an, die das Schicksal dir zuspielt – und mach das Beste draus!

    4. Habe einen Blick für die kleinen Freuden

    Überlege einmal kurz:

    Worin findest DU Freude im Leben?

    Sind es deine Freunde?

    Deine Familie?

    Dein Job?

    Dein Hund?

    Ein Winterspaziergang?

    Das obligatorische Snickers am Nachmittag?

    Eine erfrischende Dusche?

    Oder…?

    Für mich ist es eine große Freude, morgens meinen ersten Kaffee zu genießen. Dabei lasse ich mir viel Zeit. Schluck für Schluck nehme ich das Aroma und den vollmundigen Geschmack auf meiner Zunge wahr. Einfach Wunderbar. Und zwar jeden Morgen wieder!

    Auch die alten Menschen, die von Karl Pillemer befragt wurden, gaben den Tipp, kleine Freuden zu genießen.

    Versuche unbedingt, diese auch zu SEHEN! Denn es ist nicht immer nur das große Glück, das zählt.

    Das kleine hat genauso Potential…!

    Du brauchst hierzu noch weitere Anregungen? Dann lies am besten meinen Artikel „Das große Glück der kleinen Dinge“.

    5. Glaube an eine höhere Macht

    Jeder Mensch braucht etwas, woran er sich festhält. Etwas, woran er glaubt. Etwas, was ihm Kraft schenkt.

    Vielleicht der Glaube an eine höhere Macht…?

    Wie du diese höhere Macht nennst, ist egal. Hauptsache, du glaubst daran.

    Das kann dir in Krisenzeiten viel Auftrieb und Energie schenken.

    Alte Menschen sind davon überzeugt.

    Die befragte 87-jährige Sol Worthington drückte es im Buch von Karl Pillemer „Die kleinen Dinge machen das Leben schön“ so aus:

    „Es ist gut, wenn jüngere Leute an etwas glauben, damit sie eine Vorstellung davon bekommen, worum es im Leben geht, wer sie sind und welchen Platz sie im Universum einnehmen – und damit sie herausfinden, nach welchen Grundsätzen sie leben können.“

    Wenn du Lust hast, kannst du dich ja einer Gemeinschaft anschließen.

    Teile deinen Glauben mit anderen. Tausche dich aus. Bringe dich ein.

    Und du wirst sehen, dass dich das ungemein bereichern kann...

    Fazit

    Zusammenfassend ist zu sagen:

    Lebensglück hat viele Gesichter.

    Wenn du die fünf Ratschläge der älteren Generation befolgst, hast du eine gute Chance, im Leben glücklich und zufrieden zu sein.

    Das heißt natürlich nicht, dass du jetzt immer auf einer Wolke der Glückseligkeit dahinschweben wirst – das wäre zu schön, um wahr zu sein.

    Aber es kann bedeuten, dass sich deine Perspektive ins Positive verschiebt.

    Und du das Glas in Zukunft eher halb voll anstatt halb leer siehst.

    Was mich jetzt abschließend noch interessieren würde:

    Welchen Tipp hast DU als junger Mensch für ein glückliches Leben?

    Danke für deine Zeit!

    Deine Nicole

    Bild:

    Fotolia (#71174915 © Sonja Calovini)

    P.S. Das war Teil fünf meiner Artikelserie "Die Weisheit des Alters - was du von alten Menschen lernen kannst." Wenn du mehr erfahren willst, klicke hier.