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5 typische Beziehungsprobleme sensibler Menschen – und wie du sie loswirst

Geschrieben von Nicole

Es ist schon ziemlich lange her, da steckte ich in einer Beziehung, die mir gar nicht guttat. Während wir anfangs noch wie siamesische Zwillinge zusammenklebten, schlich sich bei mir irgendwann ein Gefühl des Unwohlseins ein, was sich in den kommenden Monaten unseres Beisammenseins verstärkte. Damals wusste ich noch nicht, dass ich als sensibler Mensch in Beziehungsdingen auf ein paar Dinge verstärkt achten sollte. Was genau ich damit meine, möchte ich dir heute gerne erzählen…

Beziehungsprobleme muessen nicht sein - mit diesen Tipps

Die traurige Geschichte meiner Beziehung ist an dieser Stelle schnell erzählt: Damals gab es ein paar Dinge, die mich an meinem Partner störten. Ich sprach sie immer wieder an, stieß jedoch auf taube Ohren.

Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, die Probleme anzusprechen, weil sie sich sowieso immer aufs Neue wiederholten.

Die Folge:

Ich resignierte und zog mich innerlich zurück.

Soll er doch machen, wie er will – bockte ich und ließ die Sache los. Doch dass ich damit nicht nur die Sache an sich, sondern auch ihn losließ, wurde mir erst ein Jahr später, als unsere Beziehung komplett am Ende war, bewusst.

Dazwischen stellte ich fest, dass ich mich schimpfen und verletzen ließ, jede Form von Körperkontakt vermied und ihn plötzlich ganz und gar aus meinem Leben ausschloss (d.h. ihm gar nicht mehr mitteilte, was mich so bewegte – und zwar weder die positiven noch die negativen Dinge).

Vor lauter Unglück blieb mir irgendwann der Hunger weg und ich nahm immer mehr ab. Auch überlegte ich mir in Dauerschleife, wie es wohl wäre, ohne ihn zu sein – scheute jedoch die Folgen, die sich aus einer Trennung ergeben würden. Als ich jedoch eines Abends solange in der Badewanne hockte, bis das Wasser kalt war und ich überhaupt keinen Sinn mehr drin sah, hinauszusteigen, wusste ich, dass ich etwas verändern musste.


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Jetzt ging es um MICH, um meine Gesundheit. Und nicht mehr um ihn.

Also beendete ich die Beziehung, was sowohl für ihn als auch für mich bis heute wohl zu den schmerzhaftesten Erinnerungen überhaupt gehört.    

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich bereue nicht, dass ich Schluss gemacht habe, nur ist mir heute klar, dass ich meinen damaligen Partner wohl in vielen Dingen zu Unrecht beschuldigt habe - was nicht zuletzt an meiner sehr sensiblen Art liegt, Beziehungen zu führen.

Klar hat auch er seinen Teil dazu beigetragen – da können wir uns beiden an die Nase fassen.

Trotzdem möchte ich dir heute den Part in der Beziehung schildern, den ICH SELBST vielleicht positiv verändern hätte können.

Man darf nicht vergessen:

Die Verhaltensweisen und Gefühle des ANDEREN hast du ja NIE in der Hand.

Also, kommen wir zu den Problemen, an denen ICH mit seiner Unterstützung vielleicht hätte schrauben können:


Beziehungsprobleme & perfektionistische Ansprüche

Wenn du ein empathischer Mensch bist und eine Beziehung führst, hast du möglicherweise ein Idealbild vor Augen, wie deine Partnerschaft ablaufen soll. Ich beispielsweise erwartete, dass mein Partner mir all meine Wünsche von den Augen abliest, immer sofort weiß, wie ich mich fühle, all meine Bedürfnisse blind erahnt usw.

Solltest du ebenso ticken wie ich, kann ich dir nur wärmstens raten:

Schraube deine perfektionistischen Erwartungen bitte auf ein realistisches Maß herunter.

Weißt du, dein Partner ist nicht perfekt, genauso wenig wie du. Er wird nicht blind wissen, was in dir vorgeht oder was du für Vorstellungen hast, sonst wäre er Hellseher.

Auch ist es nicht seine Aufgabe, all deine Vorstellungen blind zu erfüllen. Bedenke, dass auch er ein Mensch mit Stärken und Schwächen ist, wahrscheinlich hat er sogar ebenso gewisse Erwartungen an dich.

Mein Tipp:

Eignet Euch BEIDE ein gewisses Maß an Toleranz für den anderen an.

Vielleicht schafft ihr es ja, in Grundsatzfragen den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden und Euch auf dieser Ebene zu verständigen.

Mit einem liebenden Auge betrachtet können so auch Schwächen (übrigens genauso wie nicht zu vergessende Vorzüge!) Teil der Beziehung sein, ohne sie gleich in ihren Grundfesten zu erschüttern.


Beziehungsprobleme & starkes Zuwendungsbedürfnis

Viele Feinfühlige sehnen sich nach Harmonie und Nähe in jeglicher Form. Ein Streit oder Unausgesprochenes kann sie in den Wahnsinn treiben und zu großen Selbstzweifeln führen. Bei mir wurde es beispielsweise immer kritisch, wenn mein Partner mitten in einer Diskussion plötzlich ging und meinte, er brauche jetzt Zeit für sich.

Dieses Verhalten konnte und wollte ich nicht tolerieren – also schimpfte und tobte ich, wollte das Problem so schnell wie möglich geklärt haben und lief ihm überall hin nach, um ihn zu konfrontieren.

Selbsterklärend, dass das unseren Twist nur noch verschlimmerte.

In meiner damaligen Beziehung führte das zum Beziehungsende, heute gehe ich anders mit solchen Situationen um:

Mir ist klar, dass ich insgesamt ein wenig gelassener sein muss.

Habe ich z.B. mit meinem Partner eine Unstimmigkeit und er fordert mitten im Gespräch eine Auszeit, akzeptiere ich das und sage: „Okay, wann klären wir die Sache dann?“

D.h. wir treffen uns zu einem festgelegten Zeitpunkt wieder und können (hoffentlich!) ohne ausufernde Gefühlswallungen das Problem ausdiskutieren.

In der Zwischenzeit gehe ich eine Runde spazieren oder treibe Sport, um mich abzureagieren (kein Witz: Ich habe auch schon Autoreifen montiert, nur um emotional runterzukommen!!)

Zugegeben, diese gemäßigte Reaktion fällt mir immer noch schwer, trotzdem bin ich gefestigt genug, dass ich dem anderen den Wunsch mittlerweile zugestehen kann.


Beziehungsprobleme & ausgeprägte Verletzbarkeit

Feinfühlige reagieren ausgesprochen sensibel auf in ihren Augen unsensible Verhaltensweisen, Mimik oder Gestik des Partners. Mein Freund musste damals nur in Gedanken versunken sein und nicht sofort auf mich reagieren, da unterstellte ich ihm schon mangelnde Liebe. Es kann wirklich anstrengend für beide sein, wenn man es hier nicht schafft, hier eine etwas neutralere Sichtweise zu bekommen.

Mein Tipp:

Gestehe dem anderen zu, dass er ein eigenes Leben

(und damit verbundene, eigene Gefühle auf ihn betreffende Ereignisse) hat

und bringe nicht jede seiner Reaktionen

sofort mit dir oder Eurer Liebe in Verbindung.

Manchmal ist dein Gegenüber vielleicht einfach nur müde von der Arbeit, krank oder in Gedanken versunken und reagiert unabsichtlich nicht so, wie du es dir in diesem Moment wünschst.

Anstatt dich gekränkt in dein Schneckenhaus zurückzuziehen könntest du ihn alternativ z.B. fragen, ob mit ihm alles okay ist.


Beziehungsprobleme & fehlende Kommunikation

Paare in Beziehungskrisen schweigen sich oft nur noch an oder reiben sich im Streit auf. Beides ungut, dabei ist gerade eine offene Kommunikation und interessiertes Zuhören die absolute Basis für eine gute Beziehung.

In meiner damaligen Partnerschaft zog ich mich irgendwann total zurück und vermied jegliche Diskussion.

Da jedes Gespräch nur neuerliche Verletzungen mit sich brachte, schob ich dem Ganzen also einen Riegel vor – und bereitete unbewusst weiteren Nährboden für das Scheitern unserer Beziehung.

Kennst du das vielleicht auch? Dein Partner sagt etwas, du interpretierst unbewusst etwas hinein und reagierst dann auf das, was du interpretiert hast (Achtung: NICHT auf die ursprünglich getroffene Aussage!). Das ist sehr wichtig zu unterscheiden.

Mein Tipp, um dies zu vermeiden:

Lass deinen Partnerbitte ausreden,

höre ihm zu und erwidere:

„Du hast gerade das und das (Wiederholung der Aussage) gesagt,

ich habe das so und so verstanden (DEINE Interpretation) – ist das richtig?“

So bekommt dein Gegenüber die Chance, eine möglicherweise irrtümlich von dir getroffene Annahme zu korrigieren und du wirst nicht unnötig verletzt.

Ich gebe zu, das nervt anfangs ein wenig, doch die Mühle lohnt sich.

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Ich verspreche dir, alleine durch diese simple Maßnahme wird sich deine Beziehung enorm verbessern!


Beziehungsprobleme & mangelnder Raum für Rückzug

Sensible Menschen BRAUCHEN Rückzugsmöglichkeiten – egal ob sie Single sind oder in einer Beziehung leben. Früher als ich mich noch nicht so gut kannte, war mir das nicht bewusst. Ich verzehrte ich mich nach meinem Partner, dachte ständig an ihn und lechzte nach jedem Moment des gemeinsamen Beisammenseins.

Heute ist geht es mir oft noch genauso, trotzdem genieße ich auch unglaublich die Zeiten, in denen ich mich zurückziehen kann.

In unserem Wohnumfeld gibt es beispielsweise einen Raum, der nur für mich bestimmt ist. Hier kann ich in Ruhe in Büchern schmökern, Tee trinken, in Gedanken schwelgen – was mir eben guttut.

Auch kommt es des Öfteren vor, dass ich besonders in der Nacht Ohropax trage, um meine Ruhe zu haben – ebenfalls ein Rückzug in mich selbst.

Darüber hinaus habe ich hier und da auch schon mal eine Nacht im Hotel verbracht: Nicht weil wir gestritten haben, sondern nur um mich zu verwöhnen und in Ruhe zu schreiben.

Deswegen mein letzter Tipp für eine gute Beziehung:

Schaffe dir regelmäßig Raum und Zeit für dich selbst.

So, das waren sie, meine ganz persönlichen Lösungen für die häufigsten Beziehungsprobleme sensibler Menschen.

Mir ist klar, dass meine Lösungen nicht pauschal auf jeden übertragbar sind, dafür sind wir Menschen viel zu verschieden.

Mein Ziel war es, dir nahezubringen, was ich persönlich aus diesen Problemen gelernt habe – ob du es als Inspiration nutzt oder nicht bleibt natürlich immer deine geschätzte Entscheidung.

Ach ja, bevor ich es vergesse! Ein ganz tolles Buch zu dieser Thematik ist *„Die Liebe empathischer Menschen: Die Gratwanderung zwischen wahrer Liebe und seelischen Verletzungen“ von Luca Rohleder.

Vielleicht hast du ja Lust, tiefer in dieses Thema einzutauchen?

Alles Gute und bis bald!

Deine Nicole

P.S. Magst du mir vielleicht deine Erfahrungen berichten? Ich bin gespannt!

 

Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und feinfühlige Betreiberin von meinweg-deinweg, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben bin ich Autorin von *"Feinfühligkeit trifft auf Berufsleben" und erstelle Selbstcoachingprodukte.

Kommentare (10)

  • Rita

    Rita

    16 Juni 2020 um 14:25 |
    Liebe Nicole,
    wie schon so oft erkenne ich mich in Vielem wieder!

    Mein Freund und ich sind vor ein paar Monaten an dem Punkt angelangt, wo entweder Trennung oder gemeinsam weitergehen ansteht.
    Wir sind nun mal so gestrickt wie wir gestrickt sind und dementsprechende Prägungen und Verstrickungen führen regelmäßig zu Missverständnissen und Verletzungen. Bei mir werden immer wieder Triggerpunkte angestoßen, die mich in Gefühlslagen zurück werfen, wie ich sie als Kind/Jugendliche, als Gegenüber meiner Eltern, erlebt habe.
    Wir kommen selber nicht mehr weiter, haben schon vieles probiert (ich bemühe mich …, bitte mach du es nicht mehr so und so....) und uns bemüht. Ich bin mir schon seit langem sicher, dass wir Hilfe von außen brauchen. Vor allem mit der Situation, dass der Sohn meines Freundes Ferien über eine Woche bei ihm verbringt, bzw. in unserer Wohnung, sofern sie nicht bei den Großeltern sind. Im gemeinsamen Alltag kracht es regelmäßig aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse, Erwartungen ….
    Ende des Exkurses. Bewusst brachte ich noch nicht ein, dass wir uns professionelle Hilfe suchen sollen. Unerwartet kam dies von meinem Freund!
    So versuchen wir nun, im Rahmen einer Paartherapie Unterstützung zu erfahren. Für mich wäre sonst eine Trennung unumgehbar. Weil in dem Modus der letzten Monate bzw. mittlerweile Jahr/eneinhalb Jahre, mache ich nicht mehr weiter.
    Es bleibt spannend …..

    antworten

    • Nicole

      Nicole

      16 Juni 2020 um 14:54 |
      Liebe Rita,

      erstmal vielen lieben Dank für deine persönliche Rückmeldung! Da hast du gerade keine leichte Zeit, das kann ich mir vorstellen ABER ich finde es super, dass Ihr Euch Hilfe von außen sucht! Ich bin immer schon der Meinung gewesen, dass wenn man "intern" nicht weiterkommt, sollte man sich unbedingt Unterstützung von externer Seite suchen. Das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke, sich Hilfe zu holen. Die dritte Partei kann dann das Ganze nochmal neutral einsehen und Euch auch rückmelden, was Ihr anders machen könnt - man selbst ist oft viel zu sehr in seinen Emotionen/Triggerpunkten verstrickt. Ihr beide habt die allerbeste Voraussetzung dafür, dass die Therapie gelingen kann: Ihr seid Euch wichtig und Ihr wollt gemeinsam etwas tun, das ist der beste Motor für eine positive Veränderung. Ich wünsche Euch beiden dafür von Herzen alles Gute und drücke die Daumen, dass es gelingt!! LG Nicole

      antworten

  • Michael

    Michael

    19 September 2021 um 22:57 |
    Hallo Nicole.
    Ich bin sehr froh, Deine Tipps gefunden zu haben. Ich bin seit 14 Monaten mit meiner Partnerin zusammen, merke aber immer wieder, dass ich viel zu sensibel auf ihre Blicke, Aussagen oder Gesten reagiere. Daher habe ich mich in vielen Deiner Situationen selbst gesehen. Wegen meiner extremen Sensibilität geraten meine Partnerin und ich immer öfter aneinander und ich fühle mich unverstanden und bin verletzt. Dabei hat sie es vermutlich auch nicht gerade leicht mit mir. Aktuell sind wir die letzten Tage im gemeinsamen Urlaub und hatten heute mal wieder Streit, woraufhin sie aufstand und (erst lesen und dann) schlafen ging. Und ich dachte nur „warum geht sie so egoistisch und unsensibel mit mir um“.
    Ich dachte immer, dass meine Sensibilität etwas ganz Tolles ist. Aber jetzt merke ich, dass sie den wichtigsten Menschen in meinem Leben überfordert. Vermutlich kann ich die halbe Nachg nicht schlafen, weil ich das am Liebsten geklärt haben wollte, bevor wir schlafen gehen… aber morgen früh werde ich gleich mit ihr reden und hoffe, dass sie es sich anhört. Oder was meinst Du?

    antworten

    • Nicole

      Nicole

      24 September 2021 um 10:03 |
      Lieber Michael,

      das klingt nicht einfach und ich hoffe, ihr konntet nochmal über Euer Problem sprechen und zu einer Lösung gelangen. Sensibel und einfühlsam zu sein sind tolle Qualitäten in einer Beziehung und ich bin ganz sicher, deine Partnerin weiß sie absolut zu schätzen. Trotzdem hat sie genau wie du ihre eigenen Bedürfnisse und es gilt, diese in Einklang zu bringen. Besonders in Konfliktsituationen reagieren Menschen unterschiedlich - die einen wollen erstmal ihre Ruhe, andere wie du möchten das Problem gerne sofort geklärt haben und empfinden das Verhalten des Partners als egoistisch. Unabhängig davon ist es nach meiner Erfahrung jedoch immer ratsam, erst ein wenig runterzukommen und zu einem späteren Zeitpunkt nochmal miteinander zu reden. Dann sind die Emotionen etwas gefasster und man hat sich wieder besser im Griff. Wichtig ist, auch in konfliktfreien Phasen das Gespräch zu suchen. Oftmals entstehen Missverständnisse ja auch, weil einer etwas sagt, der andere es aber ganz anders versteht (und womöglich negativ deutet). Deswegen ist immer ein guter Tipp, zu fragen: "Du, gerade hast du dies oder das gesagt, ich habe es so und so verstanden - ist das überhaupt richtig?" Du wirst staunen, was sich da oft für Missverständnisse aufklären, die zu einem Streit führen könnten. Bleibt in Kontakt zueinander, schildert Euch gegenseitig, was in Euch vorgeht und versucht, einen Kompromiss zu finden - das ist der Weg, mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe... Alles Gute Euch! LG Nicole

      antworten

      • Michael

        Michael

        26 September 2021 um 23:09 |
        Hallo Nicole. Die Nacht nach meinem Brief an Dich war schrecklich. Ich konnte kaum schlafen. Aber nach dem Aufstehen fragte ich sie, ob wir reden könnten. Da erzählte ich ihr von Deinem Artikel… dass ich mich darin zu 100% erkannt habe… und dass es mir auch immer so geht, dass ich ihre Miniken deute. Seitdem tue ich das nicht mehr, denke dann an Deine Zeilen. Und siehe da… es ist alles viel entspannter… ich mache mir nicht mehr wegen jedem Wort… jedem Blick irgendwelche Gedanken.
        Vielen Dank für alles und alles Gute…
        Michael

        antworten

        • Nicole

          Nicole

          27 September 2021 um 19:45 |
          Lieber Michael,

          das freut mich wirklich, dass Ihr miteinander sprechen konntet und vor allem, dass du ins Nachdenken gekommen bist, was das Mimiken deuten angeht. Wenn Ihr stets miteinander im Gespräch bleibt und aufrichtig bzw. ohne Vorwurf schildert, was in bestimmten Situationen in Euch vorgeht, werdet Ihr sicher einen sehr guten Weg miteinander finden. Das Wichtigste zwischen Euch ist immer die Liebe - und die scheint ja auf jeden Fall vorhanden zu sein. Alles Gute für Euch und viele Grüße! Nicole

          antworten

  • Gabriele

    Gabriele

    22 Dezember 2021 um 06:49 |
    Hallo Nicole
    Ich habe mich auch in einigen Punkten wiedergefunden, ich glaube das ist bei uns Sensiblen so. Ich würde gerne meine Empfindlichkeit und mein Interpretation besser in den Griff bekommen.
    Mein Mann ist Beruflich sehr angespannt ( Selbständiger) ich weiß er tut das für uns und doch ist er oft schlecht gelaunt wenn es nicht so klappt und das bekommen wir oft ab . Läuft es gut ist er wie ausgewechselt, ich reagiere oft sehr empfindlich und ziehe mich zurück , bloß nichts falsches sagen oder wenn von ihm Kommentare kommen bin ich verletzt.
    Wir haben auch schon Mal oder öfters sogar darüber geredet das ich es nicht schön finde wenn er schlecht drauf ist wir es abbekommen. Er weiß daß er dann oft ungerecht ist doch es ändert sich nichts, man müsse ihn so nehmen wie er ist. Ich will auch nicht immer Schollen das hilft auch nicht . Was kann ich tun oder reagieren wenn er Mal wieder ungerecht wird ?
    Alles Liebe Gabriele

    antworten

    • Nicole

      Nicole

      23 Dezember 2021 um 08:57 |
      Liebe Gabriele,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja das ist nicht leicht, wenn der Partner gestresst ist und dies am sensiblen Part der Beziehung auslässt. Vielleicht sprecht ihr mal darüber, was er brauchen würde, wenn er vom Job nach Hause kommt. Braucht er erstmal Zeit für sich, damit er runterkommt? Möchte er, dass du ihm Zeit widmest und ihn fragst, wie sein Tag war? Braucht er so etwas wie z.B. Sport oder einen Spaziergang um Dampf abzulassen? Ich würde versuchen, in einer ruhigen Minute mit ihm darüber zu sprechen und gemeinsam eine Vorgehensweise zu finden, die Euch beiden entgegen kommt. Im Zweifel würde ich bei einer agressiven Kommunikation aus dem Gespräch gehen und zu einem späteren, gemeinsam vereinbarten Zeitpunkt wieder zusammenkommen. In emotional geladenen Situationen fallen oft Worte, die in einem entspannten Zustand wahrscheinlich nicht fallen würden, hier Kontakt und sofortige Klärung zu erzwingen ist der falsche Weg... Alles Liebe, Nicole

      antworten

  • Marcel

    Marcel

    12 August 2022 um 01:07 |
    Hallo zusammen,

    Ich habe diesen Block gefunden weil ich gegooglet habe "warum ist meine Frau so Überempfindlich". Das wirft erst mal kein gutes Licht auf mich, dass muss ich zugeben. In allem was ich hier lese erkenne ich meine Frau wieder. Sie hat auch immer endlos hohe Erwartungen und ist dann immer schwer enttäuscht wenn es nicht so ist. Das stört mich auf der einen Seite nicht, da sie dadurch sehr viel begeisterungsfähiger ist als ich, auf der andren Seite hat sie die hohen Erwartungen natürlich oft auch an mich. Sie versucht in jede meiner Bewegungen etwas rein zu interpretieren. Manchmal gucke ich wohl böse oder sehe böse aus auch wenn es mir gar nicht so geht und ich auch überhaupt gar nicht vor habe böse zu gucken. Ich kann es leider nicht steuern. Ich gucke eben wie ich gucke. Ich fühle mich dabei oft beschuldigt, für etwas wofür ich überhaupt nichts kann. Ich würde mich nicht grundsätzlich als unempathisch bezeichnen. Ich kann andere Menschen oft gut verstehen und finde es nicht schlimm wenn sie ihre Macken und Eigenarten haben, die habe ich ja schließlich auch. Leben und leben lassen. Wenn ich weiß dass ein Mensch diese oder jene Eigenschaft hat und ich damit leben kann ist es für mich kein Problem, dann weiß ich wie was gemeint ist und kann auch gut damit umgehen. Nur bei meiner Frau schaffe ich es nicht. Ich bin jemand der kann auch gut eine 5 gerade sein lassen, meine Frau jedoch leider überhaupt gar nicht. Alles muss immer ganz genau richtig gestellt werden. Und alles muss genau so sein und ein Mann muss genau so sein und eine Frau muss genau so sein. Ich höre oft genau die Dinge die hier beschrieben werden, sie möchte dass ich fühle wie es ihr geht ohne dass sie mit mir spricht, wenn ich mich nicht nach ihrer Vorstellung verhalte sagt sie ich liebe sie nicht. Sie sagt oft Sachen wie ein liebender Ehemann verhält sich so oder so oder hätte dass getan. Leider reizen mich solche Aussagen, denn ich denke gar nicht so. Dass ist mir viel zu steif. Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn es völlig abstrus wird neige ich dazu die Dinge ins lächerliche zu ziehen, was ihre Gefühle verletzt und alles natürlich nur noch schlimmer macht. Ich frage mich immer warum tut sie mir dass an, ich würde ihr dass nicht antun. Ich würde mit ihr nie wegen jeder Kleinigkeit dieses Gefühlspingpong spielen. Wir sind inzwischen lang genug zusammen, dass solche Situationen weniger vorkommen als früher aber dafür trifft es mich dafür jedes mal um so mehr. Ich meine wir haben inzwischen ein Haus und Kinder und es bringt immer den Boden unter mir zum wanken wenn sie so drauf ist. Am ende entschuldige ich mich für mein verhalten damit sie ihren Sturkopf durchgesetzt hat und es wieder ins Loot kommt aber auf Dauer finde ich es nicht richtig.
    Da hier einige meine Frau nachempfinden können möchte ich euch um rat bitten.
    Villt könnt ihr mir helfen wie ich mich noch anders verhalten kann oder meine Frau auch mal zum umdenken bewegt bekomme.
    Danke im Voraus.

    antworten

    • Nicole

      Nicole

      13 August 2022 um 17:44 |
      Hallo lieber Marcel,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Deine Frau scheint ein sehr sensibler Mensch zu sein, der schnell ein Verhalten gegen sich interpretiert, ohne dass es von dir wahrscheinlich so gemeint ist. Was hier wichtig ist, ist viel miteinander zu sprechen und vor allem dem anderen die Chance zu geben, sich zu erklären. Ich würde deiner Frau (und dir) deswegen empfehlen, dieses Buch zu lesen: DIE LIEBE EMPATHISCHER MENSCHEN: Die Gratwanderung zwischen wahrer Liebe und seelischen Verletzungen - vielleicht erkennt sie sich darin wieder und stellt fest, dass ihre Reaktionen oftmals weniger mit dir, sondern eher mit ihrer eigenen Persönlichkeit zu tun haben. Gemeinsam könnt Ihr dann Lösungen erarbeiten, die einen besseren Umgang miteinander ermöglichen. Gerade für solche Fälle ist eine Paartherapie übrigens auch eine ganz tolle Sache. Da werden konkrete Situation besprochen und alternative Handlungsweisen sowie Zielvorstellungen erarbeitet, gleichzeitig wächst das Verständnis füreinander. Wenn Ihr gemeinsam an einem Strang zieht und das Ziel habt, auch künftig eine gute Paarbeziehung zu haben, werdet ihr dieses Ziel mit Sicherheit erreichen. Der Weg dorthin ist eine offene Kommunikation und viel Liebe und Verständnis für die Persönlichkeit des jeweils anderen, selbst wenn diese gegenteilig ist zu der eigenen. Im besten Fall ergänzt sich das gegenseitig... Alles Gute Euch, Nicole

      antworten

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