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Blog meinweg - deinweg

Die Berufung für Hochsensible – Interview mit Autor Luca Rohleder

Du bist hochsensibel und suchst deine Berufung?

Dann lies „Die Berufung für Hochsensible: Die Gratwanderung zwischen Genialität und Zusammenbruch“ von Luca Rohleder. Ich kann einfach nicht anders, als dir dieses Werk nur wärmstens ans Herz zu legen. Da ich selbst es schon 3 x gelesen habe und immer wieder Neues entdecke, gehört es für mich zum absoluten Pflichtprogramm, den Autor persönlich zu seinem Buch zu befragen. Hier und heute ist mir das tatsächlich gelungen! Viel Spaß also bei diesem Interview mit Luca ;)

Der Buchautor Luca Rohleder

Lieber Herr Rohleder,

vielen Dank für dieses Interview. Ich freue mich sehr, dass Sie sich die Zeit nehmen, den meinweg-deinweg-Lesern ein paar Fragen zu beantworten.

Sie selbst sind hochsensibel und waren mehr als 20 Jahre erfolgreich als Jobcoach tätig. Dabei hatten Sie die Erfahrung gemacht, dass viele Hochsensible oft nicht den passenden Beruf finden. Einige davon waren frustriert, weil sich die berufliche Erfüllung trotz unzähliger Versuche einfach nicht einstellen wollte.

Auch in ihrem Buch "Die Berufung für Hochsensible: Die Gratwanderung zwischen Genialität und Zusammenbruch" berichten Sie, dass die Konstellation „Hochsensibilität und Beruf“ manchmal mit einigen Schwierigkeiten behaftet ist.

Woran machen Sie das fest?

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Mehrzahl hochsensibler Personen (HSP) ein zufriedenes Arbeitsleben führt. Dennoch gibt es zunächst ganz bestimmte Herausforderungen zu meistern, damit HSP das Gefühl haben, endlich angekommen zu sein.

In der Hauptsache liegt es daran, dass sie eigenverantwortlich und mit viel Handlungsspielraum agieren möchten. Desweiteren haben sie den Anspruch, sinnvoll tätig zu sein und legen großen Wert auf eine harmonische Arbeitsumgebung.

Mit direkten Arbeitsanweisungen, Kontrollmaßnahmen oder sogar mit einer negativen Arbeitsatmosphäre können die meisten aufgrund ihrer hohen Feinfühligkeit nur schwer umgehen.

Dies ist auch die Erklärung, warum sich das Gros der Hochsensiblen irgendwann für eine selbstständige Tätigkeit entscheidet.

Darüber hinaus neigen HSP in ihrer Arbeitsweise zu Perfektionismus und einem überzogenen Anspruch an sich selbst. Dies ist natürlich in Zeiten, in denen Arbeitsaufgaben von einer hohen Veränderungsdynamik aufgrund der globalisierten Welt geprägt sind, nur schwer umsetzbar.

Vielmehr wird heute eher Improvisationstalent gefragt sowie die Bereitschaft, sich auf ständig wechselnde Arbeits- und Marktbedingungen einzustellen. Aus der subjektiven Sicht von HSP wirken manche Firmenabläufe daher eher chaotisch und nicht mehr nachvollziehbar. Mit solchen Rahmenbedingungen sind natürlich Perfektion und Harmoniestreben nur selten vereinbar.

Erschwerend kommt hinzu, dass HSP durch ihre ausgeprägte Intuition sehr schnell bemerken, ob Arbeitsanweisungen oder sonstige Aussagen durch Vorgesetzte nicht kohärent sind, kontraproduktiv erscheinen oder sich mit ihren hohen ethischen Werten nicht vereinbaren lassen.

HSP brauchen infolgedessen ganz bestimmte Rahmenbedingungen, um ein zufriedenes Arbeitsleben führen zu können. Sie sind sozusagen nicht auf der Suche nach bestimmten Berufsbildern, sondern nach bestimmten Arbeitgebern.

Welche besonderen Fähigkeiten haben hochsensible Menschen und wie sollten sie diese Ihrer Meinung nach für ihre Berufung einsetzen?

HSP sind Multitalente. Sie können sich in nahezu jedes Themengebiet einarbeiten. Dies ist auch die Ursache, warum in fast allen Berufsfeldern HSP vorzufinden sind. Dabei spielt natürlich die ausgeprägte Empathie von HSP eine maßgebliche Rolle. Aber auch diese ist vielfältig einsetzbar.

Besonders Verkäufer oder Unternehmer können so nicht nur optimale und enge Kundenbindungen schaffen, sondern auch besonders präzise und schnell Kundenwünsche erspüren. Dann sind Umsatzsteigerungen und der berufliche Erfolg vorprogrammiert.

Selbstverständlich können empathische Gaben auch von großem Vorteile sein bei Mitarbeitergesprächen und in der Schaffung einer guten Teamatmosphäre.

Aber auch die Chefin oder der Chef im Hintergrund, der andere den Vortritt lässt, aber dennoch subtil alle Fäden in der Hand hält und schneller als andere spürt, wenn etwas im Argen liegt, ist eine typische Position, für die Hochsensible gut geeignet sind.

Nicht zu vergessen ist auch der soziale Bereich. Besonders dort sind empathische Fähigkeiten besonders schön einsetzbar.

Sie sehen, es gibt keine bestimmte Fixierung von HSP auf bestimmte Berufe.

Sie sprechen in ihrem Buch von einer direkten Verbindung von hochsensiblen Menschen zur „unsichtbaren Welt.“

Wie äußert sich diese und was ist das überhaupt?

Der Begriff „Unsichtbare Welt“ ist ein von mir eingesetzter Allroundbegriff. Was dieser bedeuten soll, hängt von der persönlichen Glaubensphilosophie ab.

Da es mir nicht zusteht, mich in solchen Glaubensfragen einzumischen, habe ich den Joker „Unsichtbare Welt“ für dasjenige eingesetzt, was unseren fünf Sinnen vorenthalten ist.

Jeder muss für sich selbst klären, warum es vermeintliche Zufälle gibt, warum Intuition funktioniert und warum zum Beispiel unter Liebenden (oder zwischen Mutter und Kind) immer eine außersinnliche Verbindung existiert.

Das alles sind Vorgänge, für die wir keine eindeutigen bzw. wissenschaftlich anerkannten Erklärungen zur Verfügung haben. Es sind Themen, über die sich die Menschheit schon seit Jahrtausenden den Kopf zerbricht. Daher werde ich natürlich auch nicht aller Weisheit Schluss liefern können.

Jeder muss für sich selbst klären, ob es eine „Unsichtbare Welt“ gibt, ob er daran glauben möchte und vor allem was er darunter versteht.

Empfindsame Menschen müssen laut Ihrer Aussage erst einmal loslassen, um Zugang zu ihrer Schöpfungskraft (und damit Berufung) zu erlangen. Ein für mich sehr einprägsamer Satz aus Ihrem Buch ist dieser: „Sie werden private und berufliche Probleme nicht dadurch lösen, indem Sie Ihre Berufung finden, sondern Sie finden Ihre Berufung erst dann, wenn Sie diese privaten und beruflichen Probleme bereits gelöst haben.“

Was meinen Sie damit?

Nicht nur HSP, sondern auch viele andere Menschen suchen nur deshalb ihre Berufung, weil sie sich dadurch mehr Lebensfreude oder Sinnhaftigkeit versprechen.

Manche möchten damit den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Wenn es mir nicht gut geht, ich das Gefühl der Sinnlosigkeit spüre oder sogar keinen grundsätzlichen Spaß am Leben habe, dann werden sich diese persönlichen Defizite auch nicht durch das Auffinden einer Berufung auflösen lassen. Dann liegt meist etwas anderes im Argen.

Genau aus diesem Grund gehe ich in meinem Folgewerk „Die Liebe empathischer Menschen: Die Gratwanderung zwischen wahrer Liebe und seelischen Verletzungen“ besonders intensiv darauf ein, wie Empathen, zu denen HSP zweifelsohne zählen, mehr Lebenslust generieren können, ohne dafür einen Anlass im Außen zu benötigen.

 

Erst dann, wenn wir aus uns selbst heraus in der Lage sind, einen gewissen Grad an Sorgenfreiheit und Lebensfreude zu erreichen, werden unsere Herzen von unnötigem Ballast befreit sein. Erst dann werden auch unsere Köperfunktionen optimal funktionieren. Und dazu zählt natürlich auch unsere Intuition.

Habe ich hingegen Probleme oder stehe ich sogar unter Druck, werde ich wahrscheinlich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Erst wenn ich losgelassen und meinen Frieden mit dem „Hier & Jetzt“ gemacht habe, erst dann werden mir die zahlreichen Wunder sogenannter glücklicher Zufälle links und rechts meines Lebenswegs auffallen.

Erst dann werde ich die Hände, die mir mein Schicksal reichen möchte, bemerken.

Im Buch sprechen Sie von einer Art „Höherem Wissen“, das Hochsensiblen des Öfteren zugutekommt. Was ist das und wie bekommt ein hochsensibler Mensch Zugang dazu?

Das „Höhere Wissen“ ist nichts anderes als die Intuition selbst.

Das heißt, HSP sind durch diesen beneidenswerten 6. Sinn immer in der Lage, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort auf die richtigen Menschen zu treffen oder die richtigen Einfälle zu haben.

Sie zeigt uns also permanent richtige Lösungen auf. Jahr für Jahr, Tag für Tag, Stunde für Stunde.

Es stellt sich also nicht die Frage, wie HSP den Zugang zu ihrer Intuition finden, denn dieser Zugang ist immer da.

HSP tragen damit einer der mächtigsten Gaben in sich, die man sich vorstellen kann. Manche müssen nur beginnen, richtig hinzusehen.

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Unsere Intuition öffnet uns zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Türen und versperrt andere, wenn wir von unserem Lebensweg zu weit abgekommen sind. Wir haben nur zu akzeptieren, dass manche Türen fest verschlossen sind und andere offen.

Wir haben nur zu folgen – im Prinzip ist das Ganze ein Kinderspiel.

Und dennoch laufen wir immer Gefahr, cleverer sein zu wollen als das Leben selbst. Wir sind von unseren Plänen, Zielen und Wünschen manchmal so hypnotisiert, dass wir nicht erkennen, dass uns ein bestimmter Weg in die Sackgasse führt.

Dann rennen wir mit Anlauf an die Wand und bemerken nicht, dass vielleicht genau daneben eine weit geöffnete Tür für uns bereitsteht, durch die wir nur hindurchschreiten müssen.

Das heißt, unsere Intuition lässt uns nie im Stich, sie wirkt immer. Wir müssen nur richtig hinsehen und lernen, auf sie zu vertrauen.

Was erwartet den Leser, wenn er den Empfehlungen Ihres Buches folgt?

Leserinnen und Leser müssen nicht mehr ihre Berufung finden, sondern die Berufung findet die Leserinnen und Leser – vorausgesetzt sie sind mutig genug, Eitelkeiten loszulassen und das Morgen an ihr Schicksal zu verschenken.

Ein schönes Schlusswort, lieber Herr Rohleder.

Vielen Dank das Interview und weiterhin viel Erfolg!

P.S. Du willst die Leseprobe zum Buch lesen? Du findest sie hier. Du willst mehr über den Autor erfahren? Du findest es hier. Du bist in einem Angestelltenverhältnis und nicht unbedingt glücklich? Dann schau hier, was du als Hochsensible/r beachten solltest (incl. kostenloser Checkliste zum Runterladen).

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Kommentare (4)

  • Hanna Aschenbrenner

    Hanna Aschenbrenner

    21 März 2018 um 11:25 |
    Ich weiß, das passt nicht zu dem Buch. Für mich kann Hochsensibilität gar keine Berufung sein.
    Irgendwie ist es kein Leben, wenn trotz jahrelanger Therapie die ganze Zeit die Klamotten kratzen oder drücken oder es einen davon fast duchschüttelt, wenn es einen von der weiblichen Brust auch mit einem guten BH ständig durchschüttelt, wenn die vielen körperlichen Symptome auch von Ärzten und Betreuern komplett auf die persönlichkeitsstörung geschoben werden, obwohl mehrere Erkrankungen nachgewiesen sind und vieles mehr.

    antworten

    • Nicole

      Nicole

      21 März 2018 um 16:26 |
      Liebe Hanna,

      ich kann mir gut vorstellen, dass das, was du schilderst, nicht einfach ist und du sicherlich daran zu kauen hast. Auch fällt es nicht leicht, wenn man mehr oder weniger von Externen "abgestempelt" bzw. einfach in eine bestimmte Schublade gesteckt wird. Hochsensibilität hat - wie alles im Leben - seine zwei Seiten. Ich glaube, die Kunst ist, sich die guten Seiten bewusster zu machen und trotzdem die weniger guten Anteile genauso zu akzeptieren und zu versuchen, mit ihnen zu leben. Erst, wenn du mit dir im Reinen bist kann so etwas wie Berufung irgendwann sichtbar werden und sich dann auch genauso anfühlen. Ich wünsche dir alles Gute! Nicole

      antworten

  • A.T.

    A.T.

    06 April 2018 um 00:14 |
    Vorab, vielen Dank für den Artikel. Das Buch wird bestellt.

    Lange habe ich nicht verstanden, weshalb ich so intensiv "fühlen" kann. Sehr spät habe ich überhaupt von der Existenz des HSP erfahren und konnte endlich anfangen mich selbst zu verstehen. Mir geht es beruflich exakt so, wie beschrieben und auch hier, bin ich auf der ständigen Suche nach dem Beruf welcher zu mir passt und habe nicht erkannt, dass auch hier sich mein HSP ausprägt. Entsprechend bin ich sehr gespannt auf das Buch.

    antworten

    • Nicole

      Nicole

      06 April 2018 um 16:20 |
      Hallo liebe Antonija,

      danke für deinen Kommentar. Du wirst es echt nicht bereuen, es ist sein Geld wert. Ich weiß jetzt auch erst seit 1 Jahr, dass ich HSP bin und habe schon viele Bücher dazu gelesen. Lucas Buch hat direkt ins Schwarze getroffen. So, als ob man über sich selbst liest. Ich kann es nur jeden ans Herz legen, der HSP und auf der beruflichen Suche ist. Viel Spaß dir! LG Nicole

      antworten

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