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    Blog für sensible Menschen: meinweg-deinweg

    Hochsensibilität: Welcher Beruf passt zu mir? Artikelreihe Teil 2

    Geschrieben von Nicole

    Nicht nur, wenn du hochsensibel bist, wirst du dir diese Frage stellen sondern wahrscheinlich auch, wenn du es nicht bist.

    Nur nicht so oft. Ich zumindest habe sie mir sehr oft gestellt. Jahrzehntelang. Bis ich endlich erkannte, dass ich ein „hochsensibler Scanner“ bin. Was das Ganze nicht unbedingt leichter für mich machte. Wenn du wissen willst, was ein „Scanner“ ist und wie du als hochsensibler Mensch genauso wie ich endlich deinen beruflichen Weg finden kannst, bist du hier richtig…

    Hochsensible sind häufig gute Teamplayer. Brauchen aber auch ihren Rückzug...

    Beginnen wir mal damit:

    Ein „Scanner“…

    Hm.

    Schön.

    Sehr aussagekräftig, das Wort.

    Aber was zum Teufel meint es??!

    Wenn du es nicht weißt, bekommst du jetzt exklusiv die Antwort:

    Ein Scanner ist ein vielseitig interessierter Mensch,

    der neue Erfahrungen liebt.

    Grundsätzlich ist das keine schlechte Eigenschaft, doch im Berufsleben eher hinderlich.

    Warum, fragst du?

    Weil unsere Gesellschaft nicht die Vielseitigkeit liebt, sondern etwas anderes: Geradlinige Lebensläufe.

    Menschen mit Umwegen, Brüchen, Pausen und Neuanfängen sind da nicht so gern gesehen.

    Doch was passiert denjenigen, die in ihrem Leben mehr als nur eine Sache ausprobieren wollen oder alles gehen außer "gerade"?

    Ich erzähle es dir:


    Mein Leben als "Scanner"

    Das erste Mal habe ich das Wort „Scanner“ vor zehn Jahren im Buch von Barbara Sher *"Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will" (2011) gelesen.

    Auf wundersame Weise fühlte ich mich sofort davon angesprochen, denn die Autorin beschrieb auf S. 119 ganz genau wie ich mich fühlte:

     

    „Für einen Scanner besteht das Universum

    aus tausend Kunstwerken,

    und ein einziges Leben ist viel zu kurz,

    um sie alle kennen zu lernen.“

     

    Für mich damals eine spannende Erkenntnis, nur anfangen konnte ich damit wenig.

    Eher herrschte beruflich gesehen ein Gefühl von „alleine auf weiter Flur sein“.

    Frustrierende Sache, wenn man seinen Platz auch nach Jahren in der Gesellschaft einfach nicht findet, während alle um einen herum es tun.

    Dabei war es ja nicht so, dass ich dauernd etwas anfing und wieder hinwarf, nein.

    Ich absolvierte Ausbildung um Ausbildung

    bis ich irgendwann einen regelrechten BAUCHLADEN

    an Wissen anbieten konnte!

    Nur „DAS RICHTIGE“ -

    etwas, das ich dauerhaft ausüben konnte -

    FAND ICH NICHT.

    So sehr ich es mir auch wünschte und immer wieder aufs Neue probierte.

    Jedes Mal lief es nach demselben Muster ab:

    Ich fing etwas an, arbeitete mich intensiv ein, fühlte mich irgendwann unzufrieden und zog dann (für meine zufriedenen Arbeitgeber jedes Mal völlig unverständlich) weiter.

    Immer in der Hoffnung, dass es das nächste Mal besser sein würde.

    Doch „besser“ wurde es leider nie…!

    So fristete ich mein unzufriedenes Dasein, bis ich irgendwann das Buch *"Die Berufung für Hochsensible: Die Gratwanderung zwischen Genialität und Zusammenbruch" von Luca Rohleder (www.HochsensiblePersonen.com) in die Finger bekam. Darin erkannte ich nicht nur, dass ich hochsensibel bin, sondern auch, dass viele Menschen, die hochsensibel sind ein ähnliches „Problem“ haben:

    Sie häufen Wissen um Wissen an, arbeiten in verschiedensten Bereichen und würden sich am liebsten ständig fortbilden.

    Ich kann dir gar nicht sagen, wie ERLEICHTERT ich war als ich das las.

    Endlich gab es eine

    ERKLÄRUNG für mein Verhalten!

    Und: Ich war NICHT alleine!

    Das war der Startschuss für eine intensive Beschäftigung mit dem Thema Hochsensibilität und Beruf.

    Am Ende kam das heraus, was sich heute „meinweg-deinweg“ nennt und mein berufliches Herzensprojekt ist.

    Doch halt, soweit sind wir noch nicht.

    Zunächst möchte ich dir kurz noch einmal erklären was Hochsensibilität bedeutet:


    Hochsensibilität: Definition

    Wie schon in meinem Artikel „Hochsensibilität – was ist das?“ beschrieben, erklärt Wikipedia den Begriff folgendermaßen:

     

    „Hochsensibilität (…) ist ein Phänomen,

    bei dem Betroffene stärker als der Durchschnitt auf Reize reagieren,

    diese viel eingehender wahrnehmen und verarbeiten.“

     

    Das heißt, dass hochsensible Menschen oft schmerzempfindlicher sind, intensiver wahrnehmen und emotional verletzlicher sind als andere.

    Dies liegt an ihrem deutlich empfindsameren Nervensystem, das nicht so gut mit einem Zuviel an äußeren oder inneren Reizen klarkommt.

    Trotzdem (und das ist jetzt wichtig!) ist Hochsensibilität ist KEINE Krankheit, sondern schlicht und ergreifend ein Wesenszug – mit allen Vor- und Nachteilen wie bei jedem anderen Wesenszug auch.

    Doch wie kann sich dieser hochsensible Wesenszug speziell im Beruf äußern?


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    Hochsensibilität im Beruf: Auswirkungen

    Eines vorweg: Hochsensible wünschen sich – genauso wie jeder andere Mensch – einen passenden Beruf und ein glückliches, erfülltes Leben.

    Für sie ist es jedoch noch wichtiger, in ihrem Tun einen Sinn zu erfahren, ihre individuellen Fähigkeiten auszuleben und dabei wertgeschätzt zu werden.

    In unserer modernen Berufswelt zählt das aber immer weniger.

    Stattdessen geht es um Schnelligkeit, Effizienz und Flexibilität.

    Wer da nicht mithalten kann,

    wird untergebügelt.

    Oder fällt unangenehm auf.

    Beides nicht erstrebenswert.

    Wenn es im Beruf nicht passt, leiden Hochsensible deutlich mehr als andere.

    Da ihre Sensibilität ausgeprägter ist, spüren sie auch das Gefühl von Unzufriedenheit intensiver.

    Trotzdem – und das gilt es immer wieder zu betonen! – ist nicht jeder hochsensible Mensch gleich.

    Womit der eine vielleicht besser zurechtkommt,

    tut sich der andere möglicherweise schwer!

    Um dies zu vermeiden, ist es wichtig zu wissen, welche Rahmenbedingungen hochsensible Menschen verstärkt brauchen, um mit ihrer Arbeit glücklich zu sein.  

    Auch ich habe mich (schon alleine wegen meinem eigenen beruflichen Hin und Her!) intensivst mit dieser Frage auseinander gesetzt. 

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    Im Blogartikel „Hochsensible - pures Gold in Beruf und Wirtschaft“ von Melanie Vogel und Janine de Penguern-Schott habe ich ein paar interessante Antworten gefunden:


    Hochsensibilität im Beruf: Stärken

    Hochsensible Menschen sind oft geschätzte Arbeitnehmer – sofern sie an der individuell für sie richtigen Stelle eingesetzt werden.

    Zu den prägnantesten Stärken zählen (mehr oder weniger je nach Person unterschiedlich stark ausgeprägt):

    • Zuverlässigkeit und gewissenhaftes Arbeiten,
    • ausgeprägter Wille, Leistung zu erbringen und die Bereitschaft, sich dafür intensiv einzusetzen,
    • nuancenreiche Wahrnehmung,
    • Blick auf das „große Ganze“ (ohne dabei das Detail zu vergessen),
    • Kreativität,
    • Empathie,
    • Blick auf Wachstum und Vorankommen,
    • gute Teamfähigkeit mit ausgeprägtem Werteverständnis,
    • Fähigkeit zur Reflexion,
    • gute Intuition als natürliche Gabe,
    • Begeisterungsfähigkeit und
    • der ausgeprägte Drang, sich Wissen anzueignen.

    Wer einen hochsensiblen Arbeitnehmer kennt oder selbst hochsensibel ist, wird mir bei dieser Auflistung zustimmen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es ist SUPER, wenn du (und das gilt nicht nur für hochsensible Menschen sondern auch für alle anderen!) an der richtigen Stelle bist und entsprechend deiner Fähigkeiten eingesetzt wirst.

    Bist du es jedoch NICHT, kann sich ganz schnell ein sehr belastender Zustand daraus entwickeln.

    Ein persönliches Beispiel:

    Vor einigen Jahren arbeitete ich als Vermittlerin für Pflegekräfte. Dabei kooperierte ich mit einer ausländischen Agentur, welche die Pflegekräfte im Heimatland auswählte und nach Deutschland versandte. Vieles lief gut und der telefonische Kontakt zu den deutschen Kunden war oft sehr herzlich.

    Doch es gab auch einen Wehmutstropfen: Beim Ersteinsatz der Pflegekräfte ging des Öfteren leider etwas schief.

    Das hieß: Manche Pflegekräfte reisten überraschenderweise erst gar nicht an oder verließen die Familie nach ein paar Tagen ohne Begründung wieder. Obwohl die ausländische Agentur und ich wirklich immer alles besten Gewissens organisiert hatten, entzog sich dieses unzuverlässige Verhalten unserem Einfluss.

    Dazu kann ich nur sagen: Ich wünsche es niemanden, eine Familie anrufen zu müssen, bei der sich alle zur Ankunft der Pflegerin frei genommen haben und am Bahnhof plötzlich keine auftaucht.

    Natürlich hatte ich deswegen (verständlicherweise!) sehr häufig mit wütenden Kunden zu tun. Irgendwann litt ich zu sehr darunter und gab diesen Job auf.

    Warum ich das tat?

    Weil ich ihn mit meinem persönlichen Werteempfinden

    einfach nicht mehr vereinbaren konnte...!    

    Ein anderer - coolerer und nicht so empfindlicher Mensch - hätte sich da vielleicht abgeschüttelt und einfach weiter seinen Job gemacht, ich weiß es nicht...

    Die Autorin Silvia Harke führt in ihrem Buch *"Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet. Die 100 häufigsten Fragen und Antworten. Ratgeber für Herausforderungen, Ängste & Konflikte. Praxisbuch zur Alltagsbewältigung & Stärkung des Selbsvertrauens“ (2016, S. 99) auf jeden Fall Arbeitsbedingungen auf, die für Hochsensible negativ sind und sie blockieren:


    Hochsensibilität im Beruf: Ungünstige Arbeitsbedingungen

    Eines vorweg: Viele dieser Punkte sind auch für „normale“ Arbeitnehmer sicherlich nicht gerade förderlich.

    Umso mehr sollten diese ebenfalls ihren Arbeitsplatz im Hinblick auf folgende Rahmenbedingungen prüfen:

     

    • (…) Druck und Kontrolle von „oben“
    • die starke Einschränkung von Kreativität und Flexibilität
    • zu wenig positives Feedback von Vorgesetzten und Chefs
    • unmenschliches geschäftliches Vorgehen aus wirtschaftlichen Zwängen und die Kollision mit eigenen Werten
    • Reizüberflutung in Großraumbüros
    • Keine zeitlichen oder räumlichen Rückzugsmöglichkeiten
    • Mobbing und soziale Kälte im Betriebsklima (…)

     

    Insgesamt wäre es also wünschenswert, wenn Hochsensible entsprechend ihrer Fähigkeiten in einem Unternehmen arbeiten könnten, das über eine „nachvollziehbare ethische Grundhaltung verfügt“ und Rücksicht auf die Belange hochsensibler Menschen nimmt, so empfiehlt es zumindest Brigitte Schorr in ihrem Buch *„Hochsensible im Beruf: Wie empfindsame Menschen leben und arbeiten (Hochsensibel, Band 3)“ (2018, S. 123).

    Viele Unternehmen hingegen streben nur nach immer mehr Gewinn - oft auf Kosten der sich dafür einsetzenden Mitarbeiter.

    Alleine schon die räumlichen Bedingungen sind da häufig ein Problem. Riesige Büros, in denen Mitarbeiter oft zu zehnt mehr oder weniger eingepfercht arbeiten, lassen wenig Spielraum für zeitweisen Rückzug oder individuelles, möglichst störungsfreies Arbeiten.

    Das bringt sensibel gestrickte Menschen häufig an ihre Grenzen.

    Die Folge nach oft jahrelanger Anpassung an diese unguten Umgebungsbedingungen:

    Körperliche - und nicht selten auch psychische - Probleme.

    Natürlich gibt es nicht nur ÄUSSERE berufliche Rahmenbedingungen, die für hochsensible Menschen ungünstig sind.

    Es können auch die EIGENEN Schwächen sein…


    Hochsensibilität im Beruf: Schwächen

    Im Blogartikel „Hochsensibilität im Beruf: Wie damit umgehen?“ werden häufig verbreitete „Schattenseiten der Hochsensibilität“ aufgeführt (doch auch hier gilt wieder: Bitte KEINE pauschale Annahme, dass JEDER hochsensible Mensch so ist!):

     

     „Hochsensible...

    • sind stressanfälliger.
    • fühlen sich schnell überfordert.
    • neigen zu Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
    • fällt es schwer, sich abzugrenzen.
    • sind schreckhaft, neigen zu übersteigerten Reaktionen.
    • sind schneller gereizt und haben daher auch ein hohes Rückzugsbedürfnis.“

     

    Genauer beschreibt die Autorin Ulrike Hensel in ihrem Buch *"Mit viel Feingefühl: Hochsensibilität verstehen und wertschätzen" (2013) bestimmte „Lernaufgaben“, die empfindsame Menschen oft für ihr (berufliches) Leben haben:

    • Dem eigenen Perfektionsdrang nicht immer nachgeben und auch einmal Fehler akzeptieren - es lebt sich damit ein gutes Stückchen entspannter.
    • Die eigene Intuition als Gabe für berufliche Entscheidungen nutzen – diese aber einem abschließenden Realitäts-Check durch den Verstand unterziehen.
    • Nicht viele Projekte gleichzeitig angehen – sondern eines nach dem anderen abschließen.
    • Akzeptieren, dass nicht alles Leid der Welt durch das eigene Handeln beeinflussbar ist. Lieber im Kleinen seinen Teil für eine bessere Welt leisten.
    • Sich in andere einfühlen ohne die eigenen emotionalen Grenzen zu überschreiten.
    • Wissen ansammeln ja – aber dieses genauso konkret in der Praxis umsetzen.

    Zuletzt bezieht sich Ulrike Hensel noch auf das für hochsensible Menschen oft typische übergeordnete Denken (S. 191):

     

    „Bei allem Respekt vor der Komplexität der Dinge sich auch einmal

    auf einen begrenzten Denkrahmen beschränken,

    wissend, dass es eine willkürliche Reduktion ist.

    Anerkennen, dass man trotz noch so vieler Überlegungen

    den Lauf der Dinge nicht voraussehen kann,

    dass manches Vorhaben einfach beherzt angegangen werden will.“

     

    Doch was ist das Fazit aus all diesen Erkenntnissen?


    Hochsensibilität im Beruf: Mein Fazit

    Wenn du hochsensibel bist, hast du Stärken und Schwächen wie jeder andere Mensch.

    Der Knackpunkt ist:

    Du musst über sie BESCHEID wissen

    und dein Arbeitsfeld entsprechend AUSWÄHLEN!

    Wenn du in einem Umfeld tätig bist, das nicht deinem Wesen und deinen Fähigkeiten entspricht, wird es dich auf Dauer unglücklich machen.

    Wenn du Pech hast, wirst du sogar krank, so wie es bei mir irgendwann geschehen ist.

    Doch auch das ist gut und schlecht zugleich.

    Schlecht, weil du dann erst einmal damit zu tun hast, wieder gesund zu werden.

    Gut, weil es dich vielleicht endlich dazu ZWINGT,

    dein Umfeld entsprechend deinem Wesen AKTIV ZU GESTALTEN

    und dich dabei NICHT von dem,

    was die GESELLSCHAFT als richtig oder falsch empfindet,

    BEEINFLUSSEN zu lassen!

    Nach langen Jahren der verzweifelten eigenen Suche kann ich dir auf jeden Fall abschließend folgende Tipps für ein erfolgreiches Berufsleben (basierend auf dem Blogartikel „7 Dinge, die hochsensible Menschen im Beruf brauchen“ von Ulrike Hensel, mymonk.de) geben:

    • Suche dir eine sinnvolle Tätigkeit, die deinem Werteempfinden entspricht.
    • Achte auf ein gutes kollegiales Miteinander und Betriebsklima.
    • Lasse (sofern möglich!) Ruhe und Aktivitätsphasen sich abwechseln.
    • Vermeide Großraumbüros (Gefahr der Reizüberflutung!)
    • Lieber Qualität als Quantität!
    • Suche dir ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld.
    • Schaffe dir immer wieder gestalterische Freiräume in deiner Arbeit.

    Für mich persönlich kam irgendwann heraus, dass ich einen Wechsel zwischen Angestellten- und Selbständigen-Tätigkeit brauche, um ein dauerhaft zufriedener „hochsensibler Scanner“ zu sein.

    Nur dann ist meinem Bedürfnis nach finanzieller Absicherung und gleichzeitig Vielseitigkeit, Kreativität, flexibler Zeiteinteilung und Sinn Genüge getan.

    Auch arbeite ich nicht mehr Vollzeit, sondern „nur“ noch max. 30 Std. – um viel Zeit für mich und mein persönliches Umfeld zu haben.

    Dafür nehme ich finanzielle Einbußen gerne in Kauf.

    Solltest auch du ein Scanner sein, der in der Berufswelt (noch) nicht zurechtkommt, dann schau dir am besten dieses Video an, um dich zu motivieren:

    Trägst du dich jetzt mit dem Gedanken, dich selbständig zu machen und willst wissen, wie es einer anderen Hochsensiblen dabei ging, empfehle ich dir das Buch *„Hochsensibilität und die berufliche Selbständigkeit“ (2017) von Sandra Tissot. Genauso dieses Interview mit ihr, in dem sie beschreibt, welche Fragen man sich stellen sollte, wenn man eine Selbständigkeit in Erwägung zieht.

    So, nun sind wir am Ende unseres Artikels angekommen.

    Egal, ob du hochsensibel bist oder nicht:

    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du deinen Weg machst und gut auf dich und deine Bedürfnisse achtest.

    Was wichtig ist:

    Habe bitte den Mut, etwas zu BEENDEN,

    wenn du dich dauerhaft UNGLÜCKLICH fühlst!

    Denn wie heißt es doch so schön:

    „Wenn sich ein Türchen schließt, öffnet sich immer ein anderes…!“

    Viel Erfolg!

    Deine Nicole

    P.S. Dieser Artikel ist Teil einer ganzen Reihe zum Thema Hochsensibilität. Du willst mehr darüber erfahren? Dann folge mir zu Teil 1 dieser Serie mit der Übersicht über alle Artikel und kostenlosen Tools für dich.

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    Über den Autor

    Nicole

    Nicole

    Hi, mein Name ist Nicole,
    ich bin Sozialpädagogin und feinfühlige Betreiberin von meinweg-deinweg, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

    Kommentare (42)

    • Maria Ehrenberg

      Maria Ehrenberg

      16 November 2017 um 17:22 |
      Liebe Nicole,

      hochsensibel UND Scanner klingt nach einer herausfordernden Mischung. Ich selbst brauche auch unheimlich viel Abwechslung, das bunte vielseitige Leben UND eine ordentliche Portion Ruhe.

      Die richtigen Rahmenbedingungen können einen großen Unterschied machen für sensible Menschen im Berufsleben.
      Herzliche Grüße
      Maria

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        17 November 2017 um 16:21 |
        Liebe Maria,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast recht: hochsensibel UND Scanner ist in der Tat eine Herausforderung, besonders wenn man sich dessen nicht im Klaren ist. Es können Jahrzehnte vergehen, bis man für sich selbst erkennt, was man braucht, um sich in einem (oder mehreren Jobs parallel!) wohlzufühlen. Die Mischung, die du dir geschaffen hast, klingt für mich perfekt. Ich kann sie auch nur jedem (hochsensiblen) Scanner empfehlen. Liebe Grüße! Nicole

        antworten

    • Joanna

      Joanna

      11 Februar 2018 um 11:23 |
      Liebe Nicole,
      Ich bin schon fast 16 Jahre alt und versuche gerade herauszufinden wer ich eigentlich bin weil ich bin einfach anders als die andern ich bin sehr sensible. Es ist einfach so blöd keiner versteht mich wie ich mich fühle ich fühle viel mehr als andere fühlen und diese Gefühle kann man nicht beschreiben. Zum Beispiel jemand verletzt sich oder ich verletze jemanden dann muss ich sofort anfangen zu weinen dann kommt wieder da gefühl weil es mir so leid tut und ich mit ihm fühle. Ich denke sehr viel nach wenn ich fehler gemacht habe oder ich kann schwer Entscheidungen treffe ich fange sehr schnell an zu weinen aber ich will das nicht oder so zb als ich mit einer freundin streit hatte und der Streit geklärt wart dachte ich immer noch 4 monate später über diesen Streit nach ja und ich habe sehr viele Ängste. Stimmt das es sensibel zu sein eine besondere gabe ist. Ja und ich bin sehr gerne alleine haben sie vielleicht ein paar kleine Tipps um mit Sensibilität umzugehen mit freundlichen Grüßen

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        11 Februar 2018 um 11:56 |
        Meine liebe Joanna,

        aus deinem Kommentar lese ich heraus, dass es dir mit deinem Wesenszug der Hochsensibilität öfters mal nicht so gut geht bzw. du dich belastet fühlst. Ich möchte dir gerne Mut machen, dich intensiver mit der ganzen Thematik auseinanderzusetzen und viel darüber zu lesen bzw. dich mit anderen hochsensiblen Menschen auszutauschen. Du bist noch so jung und es ist ein großer großer Gewinn, dass du jetzt schon spürst und weißt, dass du hochsensibel bist. Wenn du DAS weißt, hast du auch eine richtig gute Chance, dein Leben so einzurichten, dass es für dich passt und du mit den positiven als auch negativen Seiten dieses Wesenszuges gut umgehen kannst. Ich bin gerade dabei, eine Artikelreihe über Hochsensibilität zu erstellen. Den Anfang macht der Blogartikel "Hochsensibilität - was ist das?" Darin führe ich auf, wie du mit deiner Hochsensibilität umgehen lernst und wo du dich intensiver darüber informieren kannst ( http://www.meinweg-deinweg.de/blog/item/hochsensibilitaet-was-ist-das-artikelreihe-teil-1.html). In weiteren Artikeln zeige ich dir, wie du dich gut abgrenzen kannst wenn dir etwas zuviel ist. Ich möchte dir auch raten, dich z.B. auf Facebook einer Gruppe anzuschließen, die es für Hochsensible gibt. Da wirst du dich gut mit anderen austauschen können und fühlst dich nicht mehr so alleine in deiner Situation. Weiterhin empfehle ich dir die Plattform "Zart besaitet" ( https://www.zartbesaitet.net/) - dort findest du ganz viel fundierte Infos über das Thema Hochsensibilität. Wenn du magst, kannst du auch gerne bei mir auf der Seite regelmäßig vorbeischauen. Ich poste hier nach und nach ausführlich Artikel, in denen du dich sicherlich wiederfinden wirst und Unterstützung erfährst. Grundsätzlich möchte ich dir aber gerne noch sagen: Es gibt nicht DEN Hochsensiblen. Jeder Hochsensible ist anders und braucht demnach etwas anderes. Deine Aufgabe ist es, für dich persönlich herauszufinden, was dir gut tut und was nicht bzw. welche Wege dir helfen, abzuschalten. Der Weg dorthin ist die intensive Auseinandersetzung mit dir selbst und das Ausprobieren bzw. nicht entmutigen lassen. Und vergiß dabei bitte nie: Du bist wunderbar. Und zwar genauso, wie du bist. Alles Liebe, deine Nicole

        antworten

    • Ariane Schröder

      Ariane Schröder

      12 März 2018 um 19:00 |
      Hallo Nicole,
      ich bin gerade 30 geworden und stehe mal wieder vor einem Jobwechsel.

      Ich hab nach der mittleren Reife eine Ausbildung zur Physiotherapeutin gemacht und dann 5 Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mit dem stressigen Arbeitsablauf nicht mehr gut zurecht komme. Anfangs habe ich es für eine launische Phase gehalten (die hat man ja schon mal). Leider veränderte sich dieser Zustand auch nach einem Praxiswechsel nicht. Nach der Arbeit habe ich mich kraftlos und leer gefühlt. Häufig habe ich das ganze Wochenende zu Hause im Bett oder auf dem Sofa verbracht um mich irgendwie zu regenerieren.

      2014 habe ich dann eine zweite Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien angefangen und 2016 erfolgreich beendet. Nachdem ich ein Jahr als Assistentin eines sehr cholerischen Chefs gearbeitet habe, habe ich es nicht mehr ausgehalten.

      Momentan bin ich mal wieder auf der jobsuche. Dabei habe ich mir wie du auch schon für deinen eigenen Weg festgestellt hast ein paar Regeln aufgestellt: Teilzeitjob, möglichst wenig Druck, viel Freizeitausgleich und nebenbei habe ich meinen Blog auf dem ich meine kreative Seite ausleben kann.

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        12 März 2018 um 20:09 |
        Liebe Ariane,

        ich kann dir das so gut nachfühlen, denn mir ging es jahrzehntelang genauso. Das ist kein einfacher Weg. So manches Mal zweifelt man auch an sich selbst. Doch ich denke, du bist auf der richtigen Spur. Ich glaube, wenn man erstmal geschnallt hat, welche Rahmenbedingungen man persönlich braucht, um gut durchs Leben gehen zu können dann wird man seine passende Lebensform mit der Zeit auch finden. Klar ist es oft ein Rumprobieren aber hey, warum nicht? Du bist ein junger Mensch und DARFST das! Wichtig ist meiner Meinung nach "nur", sich nicht zu sehr vom Mainstream beeinflussen zu lassen und seinen eigenen WEg zu finden. Du hast bereits einige sehr gute Marker für dich festgesteckt, die es dir ermöglichen werden, langfristig gemäß deinen Veranlagungen, Fähigkeiten und Wünschen zu leben. Ich bin ganz sicher: Wenn du dieser Spur und deiner Intuition weiter folgst wirst du ein Leben führen, das dich erfüllt und nicht überfordert. Ich wünsche es dir sehr! Eines gebe ich dir noch mit: Vertraue auf dich und lass dich nicht entmutigen! Du musst nicht den Erwartungen anderer oder denen der Gesellschaft entsprechen. Du musst DEINEN Erwartungen und persönlichen Werten entsprechen. Dann kannst du wirklich nichts falsch machen. Alles Liebe für dich, Nicole

        antworten

    • Ariane Schröder

      Ariane Schröder

      12 März 2018 um 20:49 |
      Ja die Konfrontation mit den Erwartungen von andern Personen aus meinem Umfeld ist immer noch ziemlich schwer für mich. Man möchte ja auch niemand vor den Kopf stoßen, gerade wenn die eigenen Bedürfnisse in eine ganz andere Richtung gehen.

      Inzwischen weiß ich aber ganz gut an welchen Punkten ich noch arbeiten kann und muss.

      Schritt für schritt geht es voran.

      Danke für deine lieben Worte. Es ist gut zu wissen das man nicht alleine ist.

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        13 März 2018 um 15:05 |
        Bist du nicht liebe Ariane. Definitiv nicht ;)

        LG Nicole

        antworten

    • Henrietta

      Henrietta

      29 April 2018 um 13:10 |
      Hallo Nicole, auch ich kann mich darin wiederfinden; aber was tun, wenn man über fünzig ist und auf jeden fall noch sehr viel für die Rente sparen muss. Da kann man meiner Meinung nach auch den schlimmsten Grossraum ncith so einfach aufgeben. Ein festes Gehalt ist immer noch weniger stressig, als Arbeitslosigkeit....was meint Ihr?

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        29 April 2018 um 18:42 |
        Liebe Henrietta,

        danke für deinen Kommentar. Du hast Recht, über fünfzig einen guten neuen Job finden ist eine echte Herausforderung. Trotzdem spricht nichts dagegen, zeitgleich die Augen immer offen zu halten und wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt, zuzuschlagen. Ansonsten hast du nur die Möglichkeit, dir den Job - soweit es geht - so einzurichten, dass du weniger gestresst bist (z.B. früher anfangen, im Arbeitsablauf kurze Auszeiten einrichten, Entspannungsübungen machen, die Pause im Freien und für dich verbringen, viel trinken usw.). Oder aber du reduzierst deine Arbeitszeit und suchst dir dafür einen Nebenjob, der dir besser gefällt. Für mich war das vor einigen Jahren DIE Exit-Option als dem stressigen Vollzeitangestelltenhamsterrad. Auf jedem Fall wünsche jedem, der in einer ähnlichen Situation steckt die passende Entscheidung. Eine Pauschallösung gibt es da leider nicht. Viele Grüße! Nicole

        antworten

    • Anonym

      Anonym

      05 Juni 2018 um 21:49 |
      Hallo ich habe auch Schwierigkeiten einen passenden Beruf zu finden wekche Berufe sind denn für hochsensible geeignet?

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        06 Juni 2018 um 08:30 |
        Hey,

        leider gibt es da keine pauschale Empfehlung, weil jeder hochsensible Mensch anders ist. Frage dich am besten: Was interessiert mich (ein Themengebiet oder viele unterschiedliche)? Bin ich kreativ oder eher rational veranlagt? Stehe ich gerne im Mittelpunkt oder arbeite lieber zurückgezogen für mich alleine? Möchte ich einen helfenden Beruf? Liebe ich praktische Arbeit oder gehe ich die Dinge lieber theoretisch an? Deine Aufgabe ist es, erstmal zu ergründen, wie du WIE du veranlagt bist (extrovertiert/Introvertiert/Interessen) und deinen Beruf dann dementsprechend anzupassen. Konkrete berufliche Vorschläge findest du übrigens im Buch von Silvia Harke "Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet - die 100 häufigsten Fragen und Antworten." Vielleicht ist das ja was für dich? Viel Erfolg! LG

        antworten

    • Anonym

      Anonym

      28 Juni 2018 um 17:03 |
      Mit jetzt fast 49 habe ich vor ein paar Tagen einen Namen für das gefunden was ich von Geburt an bin: HSP und Scanner.
      Es hat mir bisher nichts ausgemacht "anders" zu sein, weil ich intuitiv bisher ausgleichen konnte, was mich belastet hat.
      Weil ich das aus familieren und finanziellen Gründen nicht mehr konnte, bin ich am Mobbing und Unverständnis der Chefs und Kollegen fast zerbrochen und musste kündigen.
      Jetzt hat das "Kind" einen Namen und ich weiß, dass ich "ein Adler unter Hühnern" bin.
      11 Monate Dauerstress, Mobbing, Leistungsdruck und Unverständnis haben noch nicht vernarbte Wunden hinterlassen.
      Auf der Suche nach Tips für die Jobsuche für HSPler bin ich hier gelandet. (Ob ich mit meinem Lebenslauf mit 49 noch mal was adäquates finde sei dahin gestellt.)
      DANKE für diese Seiten.
      Und DANKE für das Wissen, nicht allein zu sein.

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        28 Juni 2018 um 17:05 |
        Hey,

        vielen Dank für deine Worte. Ich fühle mit dir und ich kann mir vorstellen, dass dich das Erfahrene viele Nerven gekostet hat. Ich glaube, uns hochsensible Scanner können nur hochsensible Scanner richtig verstehen aber gerade deswegen mache ich diese Website. Damit die Betroffenen erkennen: "Ich bin nicht alleine". Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie - und natürlich, dass du etwas findest, das deiner Natur entspricht und dir gefällt, ohne dich zu überfordern. Alles Liebe, Nicole

        antworten

      • Anonym

        Anonym

        28 Juni 2018 um 17:08 |
        Hallo,

        "ERKENNE DICH SELBST". Wenn man weiß, wer man ist, fällt es leichter zu sich zu stehen! "Du bist zu sensibel." "Stell Dich nicht so an." "Spinner." "Andere können das auch." "Du bist nicht belastbar." "Heul nicht immer sofort los."

        Aussagen, die bestimmt nicht nur ich von klein an kenne. Das schüchterne, zurückhaltende menschliche Wesen, das anders versteht, mehr sieht und denkt, der Aussenseiter: von klein an bis jetzt! Jetzt - das ist ein halbes Jahrhundert. Heute gibt es das WWW, Google und Wikipedia. Und die Wissenschaft ist weiter. Das "Erkenne Dich Selbst." ist leichter geworden. Und es gibt eine weitere Erkenntnis: ICH BIN NICHT ALLEINE!

        Der goldene Käfig der Gesellschaft, ob Schule, Job, Mutter sein, Stress... Immer schneller, immer effizienter, IMMER ANGEPASSTER!... ...UND DANN VERSTÄNDNIS! Auch wenn mir alles elektrische wegen der gefühlten Schwingung nicht wirklich gut tut. VERSTÄNDNIS TUT SOOOOO GUT! Was kann ich von MEINEM WEG als Denkanstoss mitgeben?

        Habt Mut, lasst Euch nicht verbiegen! Bleibt in Eurem Fluss. Vertraut Eurer Intuition. Bleibt kreativ! Gönnt Euch Eure Pausen! Und wenn es Euch dazu drängt, begebt Euch auf die Suche nach dem Sinn des Lebens, auf die Suche nach den Dingen zwischen Himmel und Erde! Fühlst Du Dich eins mit der Natur? Lass Dich darauf ein. ALLES IST SCHWINGUNG IN VERBINDUNG MIT PHYSIK, CHEMIE USW. Das ist nichts ungewöhnliches.

        Anders zu sein ist eine GABE! Das Leben ist eine Gradwanderung. Und niemand hat gesagt, das das Leben leicht ist. Auffällig ist, das pagane indigene Völker schon immer im Einklang mit der Natur leben. Sie treten mit der Natur in Kontakt und kennen die Apotheke von Mutter Erde. Das was wir Zivilisation nennen, macht sie krank! Die Kelten waren auch so ein Volk. Und die waren in Europa ansässig. Sind wir HSPler wirklich anders oder haben wir uns nur die alte Gabe bewahrt? Hat die Industrialisierung und die Obrigkeit die "Mehrheit" verdummt? Und jetzt die Digitalisierung! Für die Kommunikation ein Segen, aber ansonsten die nächste Stufe der Verdummung? Vielleicht ist ein Rückschritt der wahre Fortschritt! (nur so ein Gedankengang) "Niemand weiß, wie der Würfel fällt und nichts geschieht durch ZU-FALL in der Welt." (Juliane Werding) Die GABE fällt uns zu!

        Mein Ausgleich war, ist und bleibt die Natur, Mutter Erde, Spiritualität. Aber auch die Wissenschaften. ALCHEMIE im klassischen Sinne: Gleiches zieht Ungleiches an! Aber auch Gleiches zieht Gleiches an! (kosmische Gesetze) DAS IST MEIN WEG! WAS IST DEIN WEG? ERKENNE DICH SELBST! P.S.: Zur Zeit kuriere ich meine Seele, da ich mit den immer kostenoptimierteren und digitalisierten Arbeitsbedingungen an meinem Ex-Arbeitsplatz nicht mehr zu recht kam. HSP eben. Das gehört dazu. Aber ich schäme mich für nichts! Lebt Euer Leben und bleibt stark. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft!"

        antworten

        • Nicole

          Nicole

          28 Juni 2018 um 17:10 |
          Hey,

          vielen Dank für diese Worte und DANKE für deine Erfahrungen. Ich bin sicher, viele HSP profitieren davon und lassen sich deine Worte durch den Kopf gehen.

          LG Nicole

          antworten

    • Sebastian

      Sebastian

      16 Juli 2018 um 09:48 |
      Hallo,
      In vielem von dem was hier beschrieben wurde erkenne ich mich sehr gut wieder. Ich habe verschiedene betriebliche Ausbildungen angefangen und abgebrochen, bis ich eine schulische Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent zufrieden und mit guten Noten abschloss. In der Arbeit kamen dann aber wieder die Probleme: Ich wäre zu langsam, zu viele Fehler ich komme zu wenig aus mir raus, waren die Kritikpunkte die ich nur allzu gut kannte. Ich fühlte mich auch noch NIE in einem Betrieb wohl. Bin im Moment arbeitslos und auch nicht sehr motiviert mir was zu suchen, lieber gehe ich spazieren oder treibe Sport, und bin politisch aktiv. Aber es muss weiter gehen! Die frage ist wo gibt es noch nette Chefs, ein ruhiges Arbeitsumfeld, kreative Entfaltung. Ich bin das Nachdenken langsam satt aber genauso satt habe ich Zeitdruck und schlechte Atmosphäre auf der Arbeit.. und frage mich wie es weiter geht...

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        16 Juli 2018 um 20:15 |
        Lieber Sebastian,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Ich kann dir das sehr gut nachfühlen und kenne das Gefühl, frustriert zu sein, weil man einfach nicht DAS findet und immer wieder irgendwelche Probleme auftauchen. Trotzdem will ich dich ermutigen, nicht aufzugeben. Was mir schließlich geholfen hat: Sich VORHER überlegen, was will ich überhaupt (Welcher Arbeitsbereich, Welche Tätigkeit, Arbeitszeit: Vollzeit/reduzierte Arbeitszeit/Selbständigkeit/Splitten von Teilzeit und Selbständigkeit) und was ist im Job für mich ein absolutes No Go (Chef sitzt einem im Nacken, Großraumbüro, sterile Arbeitsumgebung, Multitasking, Zeitdruck usw.) und dann eine entsprechende Stelle suchen. Ich würde auch nie mehr einen Job beginnen, ohne vorher nicht zur Probe gearbeitet zu haben. Man bekommt dann nämlich sehr schnell ein Gefühl dafür, ob man sich das längerfristig vorstellen kann oder nicht. Oder aber du machst während der Zeit deiner Arbeitslosigkeit ein kostenloses Praktikum und schnupperst mal in einen Bereich rein, der dich interessieren würde? Ich wünsche dir Glück, Energie und vor allem, dass du etwas Passendes für dich findest.

        antworten

    • Andrea

      Andrea

      27 Oktober 2018 um 10:05 |
      Liebe Nicole,

      ich bin 26 und arbeite seit drei Jahren im Jugendamt. Das erste Jahr war für mich (als Berufsanfängerin) ein echter Kampf, da ich jedes Gespräch und jede Situation so empfunden habe, als würde ich erneut ins kalte Wasser springen. Mittlerweile trete ich selbstbewusst auf und habe, sofern es für eine Mitarbeiterin im Jugendamt möglich ist, einen guten Kontakt zu vielen Klienten. Jetzt, wo ich endlich an einem Punkt angelangt bin, an dem mir die Arbeitsabläufe sehr klar sind und ich in meinem Team Anerkennung bekomme, hätte ich gedacht, dass mir der Job leichter fallen würde. Allerdings wird es nicht leichter, eher im Gegenteil. Meine Vorgesetzten sind zwar sehr zufrieden mit meiner Arbeit und möchten mich nicht als Mitarbeiterin verlieren, da ich gewissenhaft arbeite und ein gutes Gespür für Familien habe.
      Mir ist es aber alles zu viel! Die Anzahl an Personen, in die ich mich an einem Tag hineinversetze, saugt mir Kraft, die ich an einem Feierabend nicht wieder aufladen kann. Nach deinem Artikel ist mir bewusst geworden, dass auch viele Rahmenbedingungen in diesem Job nicht zu mir passen. Die Fallanzahl, die Größe des Teams, die gewaltigen Emotionen von Klienten - und Kollegen -, das Gefühl der Verantwortung, der Druck vom sparsamen Bürgermeister, die liebenswürdige, aber chaotische und extrem laute Büropartnerin..... Ich denke zu oft, dass ich kurz vor dem Zusammenbruch stehe.
      Ich habe mir vorgenommen, einen neuen Job zu suchen und bin dankbar für die Tipps in deinem Artikel. Ich hätte auch Lust auf eine Beraterausbildung und kann mir vorstellen, dass mir diese Arbeit in einem freiwilligen Kontext liegen würde. Es ist nur etwas absurd, dass eine meiner größten Stärken mich gleichzeitig so kaputt macht. Ich muss noch üben, mich von den Gefühlen meines Gegenüber abzuschirmen und trotzdem empathisch zu bleiben. Kann man das denn überhaupt lernen? Oder soll ich mich lieber in eine Richtung bewegen, bei der ich weniger mit unzufriedene und besorgte Menschen zu tun habe?
      Danke für den Artikel und liebe Grüße :)

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        27 Oktober 2018 um 13:52 |
        Liebe Andrea,

        herzlichen Dank für deinen Kommentar und erst einmal großen Respekt vor deiner Arbeit im Jugendamt! Ich kenne sehr viele normalsensible Pädagogen, die von den Anforderungen und der Verantwortung ebenfalls geschlaucht sind, wie muss es dir erst als Hochsensible ergehen? Und trotzdem bekommst du so gute Rückmeldungen und man will nicht auf dich verzichten. Das darf dich mit großem Stolz erfüllen. Trotzdem solltest du gerade in diesem Job sehr gut auf dich achten, denn wenn du irgendwann selbst leer bist, kannst du auch niemandem anderen mehr helfen. Im schlimmsten Fall brauchst du sogar selbst Hilfe. Eine gesunde Abgrenzung ist hier sehr wichtig. Ja, Abgrenzung kann man lernen, das aber erfordert ein hohes Maß an Selbstzentriertheit und Selbstwahrnehmung. Ich möchte dir hier ein sehr gutes Buch empfehlen, das genau dazu viele Tipps gibt. Es ist von Rolf Sellin und heißt: "Wenn die Haut zu dünn ist". Was ich mir spontan gedacht habe, als ich deinen Kommentar gelesen habe, war das: Ist es finanziell für dich nicht vielleicht möglich, deine Arbeitszeit etwas zu reduzieren und dir damit mehr Auszeiten zum Runterkommen und Entspannen zu verschaffen? Oder aber, dass du im Jugendamt auf eine Stelle wechselst, an der du nicht so an "vorderster Front" stehst und eher im organisatorischen Bereich agierst? Ich war vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation wie du, nur an anderer Stelle. Meine Lösung damals: Auf 30 Stunden reduzieren und nebenbei eine Zusatzausbildung absolvieren, auf die ich große Lust hatte. Die 30 Stunden teilte ich mir dann in Absprache mit dem Arbeitgeber so ein, wie es mir - auch im Sinne von Pausen und Ruhephasen - guttat. Das war - obwohl ich das gar nicht so geplant hatte - der Startschuss für eine berufliche Neuorienterung, die mich deutlich weniger belastete. Vielleicht ist das ja ebenfalls etwas für dich? Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und ein gutes Intuitionsvermögen für deine Entscheidung, wie es weitergeht. LG Nicole

        antworten

    • Elli

      Elli

      21 November 2018 um 08:38 |
      Ich saß gerade da...ratlos ...mutlos...und hin und her in den Gedanken , ob ich mich heute wieder zur Arbeit quäle oder nicht.Der Umgangston der Mitarbeiter gegenüber den Kunden und mir verunsichert mich Tag für Tag, habe aber nicht den Mut zu kündigen...meine Chefs sind nett und außerdem bin ich noch in der Probezeit.
      Die Gesellschaft erwartet durchalten und ausharren.Sonst gilt man als Schwächling...
      Ich bin auf Ihre Website gestoßen und es ist ein Segen für mich ....Sie sprechen mir aus der Seele....DANKESCHÖN

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        21 November 2018 um 11:48 |
        Liebe Elli,

        vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ich glaube, mit deinem Empfinden bist du nicht alleine, vielen Menschen geht es so wie dir. Ich denke, solange du noch etwas an deiner Arbeit findest, das dich motiviert ist es sicher sinnvoll, nicht gleich das Handtuch zu werfen. Trotzdem rate ich dir, gut auf dich aufzupassen, denn wenn du dich nur noch in die Arbeit quälst ist die Gefahr groß, dass du irgendwann (seelisch und/oder körperlich) ausbrennst. Damit dienst du dir oder der Gesellschaft leider noch viel weniger... Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft für deinen Weg und alles Liebe!! Nicole

        antworten

    • Rene

      Rene

      20 März 2019 um 15:34 |
      Hallo,
      vielen Dank für deinen Beitrag auf deinem Blog. Ich bin auch ein Scanner und HSP. :-) Wenn ich meinem Umfeld davon berichte, lacht man mich aus und es heißt immer nur "wieder so ein Modeding". Jedenfalls stecke ich gerade beruflich total in einer Sackgasse. Gibt es hier detaillierte Job-Ideen, wo Menschen mit unseren Begabungen gut aufgehoben sind? Gibt es auch spezielle Jobbörsen? Dort wo ich bislang schaute, tauchen immer nur Vertriebsjobs auf, was ja so gar nicht meins ist. Danke :-)

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        20 März 2019 um 17:16 |
        Lieber Rene,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Ha, von wegen "Modeding" aber gut, diese Vorurteile werden uns HSPs und Scannern sicherlich öfters begegnen. Spezielle Jobbörsen sind mir leider nicht bekannt und mit den detaillierte Job-Ideen ist es auch schwierig, weil jeder Scanner und HSP andere Vorerfahrungen, Interessen und Vorlieben hat. Das macht es so schwer, DEN Job zu empfehlen. Was ich dir trotzdem rate: Mache dir Gedanken darüber, was du besonders gerne machst, wobei du dich gut fühlst und wofür du brennst. Welcher rote Faden zieht sich immer schon durch dein Leben? Oder aber wechseln deine Interessen stetig? Im Idealfall finden wir Scanner einen Job, der mehrere unterschiedliche Interessen und Vorerfahrungen vereint. Ein Beispiel: Wenn du als Journalist arbeitest und gerne schreibst, hast du dieses Interesse in deinem Beruf schon untergebracht. Gleichzeitig magst du dich aber vielleicht auch gerne immer wieder in neue Themen einarbeiten - als Journalist wirst du immer wieder mit Neuem in Berührung kommen. Darüber hinaus hast du vielleicht gerne Kontakt zu Menschen - als Journalist führst du Interviews und erstellst Reportagen in Zusammenarbeit mit den Interviewpartnern. Drei Vorlieben mit einer beruflichen Klappe geschlagen. Das ist nur EIN Beispiel, wie es laufen kann. Ich hoffe, meine Antwort hilft dir weiter. Viel Erfolg!! LG Nicole

        antworten

    • Annika

      Annika

      28 März 2019 um 00:11 |
      Ich bin so froh deine Seite gefunden zu haben. Ich kann mich zu 100% mit dem von dir beschriebenen identifizieren. Dass ich hochsensibel bin habe ich mir nach ausgiebiger Recherche bereits gedacht, aber dass es auch den Begriff "Scanner" gibt war mir nicht klar, aber er beschreibt mich vollkommen.
      Nach meinem Abi habe zwei Studiengänge angefangen, weil ich sie interessant fand, aber mit denen ich nicht sicher war wirklich auch einen Job bekommen zu können (Germanistik->Lektor; Farbgestaltung&Design-> Innenraumausstatter). Deshalb brach ich diese nach 2-3 Semestern schließlich ab. Anschließend fing eine Ausbildung zur Ergotherapeutin an, die ich auch mit guten Noten abschloss. Die Ausbildung war super, ich lernte viel aus verschiedenen, interessanten Bereichen (Anatomie\Pathologie, Psychologie, Pädagogik etc.), jedoch musste ich später im Beruf feststellen, dass der Berufsalltag leider so gar nicht zu mir und meinen Bedürfnissen passt. Die Konsequenz daraus, ich fing eine neue Ausbildung an, die ich jedoch aufgrund schlechtem Betriebsklima sehr schnell wieder abbrach. Und nun habe ich einen Job im Sanitätsfachhaus, der mich an den Rand meiner Kräfte und Nerven bringt... Ich bin 29 Jahre alt und habe nichts wirklich erreicht und stehe nicht so fest im Berufsleben, wie die meisten meiner Freunde... .. . Wie es nun weiter gehen soll mit mir... Keine Ahnung...
      Ich bin echt verzweifelt und weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Ich frage mich, ob ich überhaupt für irgendeinen Beruf geschaffen bin.
      Wie hast du es geschafft, dir einen Überblick über deine Schwächen und Ängste zu verschaffen und vielleicht auch darin deine Stärken zu finden? Oder dich zumindest so zu akzeptieren, wie du bist? Hast du eine Therapie gemacht oder ein besonderes Coaching oder eine Selbsthilfegruppe gehabt?
      Ich finde es momentan sehr schwierig, mich nicht total verkorkst und unfähig zu fühlen...

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        28 März 2019 um 08:15 |
        Liebe Annika,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass du dich mit dem was ich schreibe, identifizieren kannst. Dass du ähnliche Probleme hast, ist natürlich nicht so schön aber ich bin positiv gestimmt, dass du diese in den Griff bekommst. Das „Problem“ bei Scannern ist, dass sie so viele Interessen haben, die es schwermachen, sie alle in einem Job unterzubringen. Dazu noch die Hochsensibilität, die besondere Rahmenbedingungen braucht, um im Joballtag gut zu gedeihen. Für mich war der Weg zunächst, überhaupt zu wissen, was „Scanner“ und „Hochsensibilität“ bedeutet, d.h. zu erkennen, dass es für Scanner „normal“ ist, viele wechselnde Interessen zu haben und nichts Schlechtes. Es ist nur anders und in unserer heutigen Berufswelt leider nicht so gerne gesehen. Auch bringt Hochsensibilität mit sich, dass du viele Stärken hast, die du wunderbar einsetzen kannst aber auch so einiges, was dich herausfordern wird. Der Punkt ist: Du musst dahin kommen, dich so akzeptieren wie du bist und deinen Frieden mit dir machen. Das schaffst du, indem du dich selbst als Person näher beleuchtest und herausfindest, was du magst und was zu dir passt. Mache dich frei davon, was man in der Gesellschaft zu tun hat, stattdessen suche deinen eigenen Weg. Gehe dazu in die Stille mit dir selbst, schaffe dir Auszeiten, höre auf deine Inspiration. Ein besonderes Coaching ist mir nicht bekannt, bei mir lief alles über Selbstcoaching und Lernen durch praktische Erfahrung. Was auch sehr wichtig ist, ist deine eigene Intuition und die Frage: Wie fühle ich mich, wenn ich das und das tue. Wo geht mir das Herz auf? Was habe ich immer schon gerne gemacht? Das Gute am Scanner: All die Erfahrungen, die du gemacht hast, sind ja nicht verloren – im Gegenteil, sie machen dich reicher und du wirst sie irgendwann wieder einsetzen können. Ich versuche, all das in meinen Blogartikeln den Lesern mitzugeben. Genauso habe ich genau über das Thema Feinfühligkeit und Beruf in Einklang bringen mittlerweile ein Buch geschrieben - kommt im Oktober dieses Jahres auf dem Markt und beinhaltet Vorschläge für einen guten Weg im Beruf. Bis dahin empfehle ich dir, dich über andere Bücher schlau zu machen z.B. „Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet“ von Silvia Harke, „Kurswechsel im Beruf“ von Monika Birner, „Die Berufung für Hochsensible“ von Luca Rohleder oder „Hochsensible im Beruf“ von Brigitte Schorr. In Bezug auf den beruflichen Weg hat es mir z.B. gut geholfen, bevor ich einen neuen Job angetreten habe, ein kurzes Praktikum zu machen. Da merkst du meistens schon, ob du mit der Arbeit und den Kollegen kannst. Genauso kannst du z.B. deine Arbeitszeit reduzieren und nebenbei ein Kleinunternehmen gründen, in dem du dich risikofrei auf deinem Interessengebiet ausprobierst – die Selbständigkeit ist nicht nur für Hochsensible oft besser geeignet als ein Angestelltenverhältnis. Das sind aber alles nur Vorschläge. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und bin sicher, du wirst deinen persönlichen Weg finden! LG Nicole

        antworten

    • Max

      Max

      28 März 2019 um 13:00 |
      Hallo, ich bin ebenfalls hochsensibel (das weiß ich seit gut 4 Monaten) und womöglich Scanner, zumindest würde das erheblich Sinn ergeben. Der Artikel hat mir das Gefühl gegeben zur Abwechslung mal verstanden zu werden, vielen Dank!

      Ich habe zur Zeit sehr große Schwierigkeiten, um die Runden zu kommen.
      Ich bin 20 Jahre alt und bin derzeit ohne Studium oder Arbeit, geschweige denn Unterstützung von außen. Ich musste aus meinem bisherigen Umfeld raus und bin jetzt schon zum zweiten Mal weggezogen, zuhause kann ich nicht bleiben und meine Schulfreunde von "damals" sind mir irgendwie fremd geworden, oder ich fühle mich selbst fremd, bzw. nicht dazugehörig und unverstanden. Ich fühle mich wie eine Art einsamer Nomade, der umherzieht. Und ich will nun am liebsten (nach schon einer Woche) direkt wieder ganz woanders hinziehen, hier fühle ich mich ebenfalls unwohl (habe mich aber an die neue Situation gewöhnt....) Ich habe zur Zeit noch keine Arbeit, werde mir aber eine suchen müssen, um zu überleben. Leider habe ich aber eben noch keine Ausbildung oder eine Qualifikation um in angenehmen Jobs zu arbeiten und Zeitarbeit hat schonmal zum (emotionalen) Zusammenbruch bei mir geführt. Ich komme da (in den Bereichen) einfach nicht klar (was niemand versteht, keiner sieht/versteht da ein Problem und ich könnte es als Übergang sehen und es einfach des Geldes wegen tun, aber das klappte schonmal nicht und auch da bin ich im Wochentakt von Stelle zu Stelle gewechselt). Ich habe deshalb quasi schon Panik, das wieder zu tun und weiß aber nicht, wo ich sonst hingehen soll, das Geld geht mir in spätestens 2 Monaten aus. Ich muss aber noch mindestens 6 Monate überleben, da ich erst dann (hoffentlich) Psychologie studieren kann. Zurück nach Hause ist keine Option und nochmal umziehen kann ich aber auch schwer ohne Job und Geld...
      Auf Kosten staatlicher Unterstützung für diese Zeit zu leben ist ein Gedanke, der mir kam, aber wie soll man den Leuten dort erklären, dass man in den derzeit für mich nur möglichen, geldbringenden Jobs "nicht arbeiten will"? Gibt es da eine Möglichkeit?

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        28 März 2019 um 15:33 |
        Lieber Max,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Aus deiner Mail klingt viel Verzweiflung und ich kann mir in etwa vorstellen, wie es dir gerade geht. Staatliche Unterstützung ist meiner Ansicht nach immer die letzte Möglichkeit, wenn es gar nicht mehr geht und dann werden die Behörden natürlich versuchen, dir schnellstmöglich eine Arbeit zu vermitteln, um wieder in Lohn und Brot zu kommen. Ob das so sinnvoll für dich ist, ist die Frage. Gibt es denn irgendeinen Job, den du dir vorstellen kannst zu machen, der dich nicht so arg stresst? Ich vermute, im Moment geht es bei dir nicht darum, DIE Berufung zu finden sondern erst einmal die Zeit bis zum Studium mit einer Arbeit zu überbrücken, die du gut machen kannst. Gehe hier mal in dich und überlege, ob es so eine Tätigkeit gibt. Vielleicht kannst du deine Fixkosten ja reduzieren und erst einmal eine Tätigkeit annehmen, die nicht auf Vollzeitbasis ausgelegt ist? Trotzdem müssen auch hier die Rahmenbedingungen passen, deswegen schlage ich dir vor, aktiv Firmen anzusprechen die du dir als Arbeitgeber vorstellen kannst und bevor du dort anfängst, tatsächlich z.B. stundenweise auf Probe zu arbeiten. Dann merkst du sehr schnell, ob die Tätigkeit und die Menschen zu dir passen.
        Da du schon einen emotionalen Zusammenbruch hattest und dich von deinem Umfeld zurückziehst, stellt sich mir auch die Frage, ob du nicht die Unterstützung eines einfühlsamen Therapeuten in Anspruch nehmen könntest, der dir hilft, deinen Weg zu finden. Sensibilität an sich ist natürlich keine Krankheit und hat ihre guten und schlechten Seiten, wenn jedoch das Leben längerfristig nur noch Belastung ist, sich dieses Empfinden auf persönliche Beziehungen und die eigene Leistungsfähigkeit deutlich negativ auswirkt, kann möglicherweise auch eine Krankheit dahinter stecken. Erste Anlaufstelle ist hier der Hausarzt, der dich an geeignete Stellen überweist. Ich hoffe, du kannst aus meiner Antwort etwas für dich mitnehmen. Alles Gute für dich! LG Nicole

        antworten

        • Max

          Max

          29 März 2019 um 09:16 |
          Vielen Dank, das hat mich wieder neu motiviert und sehr geholfen :)

          antworten

          • Nicole

            Nicole

            29 März 2019 um 15:18 |
            Sehr gerne lieber Max. Nicht aufgeben! Du bist noch so jung und hast den großen Bonus, jetzt schon einschätzen zu können, wie du tickst. Das erreichen viele Menschen erst im fortgeschrittenen Alter ;) LG

            antworten

    • Jennifer

      Jennifer

      02 April 2019 um 02:58 |
      Hallo Nicole,

      vielen Dank für deinen Beitrag, in dem ich mich auch selber wiedererkenne. Leider habe ich mich wohl zu lange angepasst und habe nun mit 41 die Quittung dafür bekommen. Mein Körper und mein Geist haben mir deutlich klar gemacht, dass es so nicht weitergehen kann. Es fing alles mit einem Jobwechsel Anfang des Jahres an. Im Laufe der letzten Wochen ist mir klar geworden, dass ich das, was ich gelernt habe und beruflich seit 20 Jahren ausübe eigentlich gar nicht machen möchte. Mein Körper hat sich gesträubt morgens ins Büro zu fahren, ich habe nichts mehr auf die Reihe bekommen und mein Kopf war wie leer gefegt. Je mehr ich mir gesagt habe: stell dich nicht so an, du musst das durchziehen, du kannst das doch alles, die neuen Kolleginnen verlassen sich auf dich...desto schlimmer wurde es.

      Ich habe mir dann endlich eingestanden, dass es so nicht mehr geht und mich die momentane Situation einfach krank macht. Es war und ist nicht leicht, weil ich das Gefühl des Versagens habe. Aber, ich habe mich dazu entschlossen zum Arzt zu gehen und mir auch professionelle Hilfe zu holen. Richtig glücklich bin ich schon sehr lange nicht mehr. Doch ich habe auch das Glück einen Freund zu haben, der mich unterstützt und mir gerade jetzt so viel Halt gibt. Ich muss auch sagen, seitdem ich es offen ausgesprochen habe, dass ich diesen Job gar nicht mehr machen möchte und ich auch meinen Arzt um Hilfe gebeten habe, ist schon eine große Last abgefallen. Jetzt versuche ich herauszufinden was ich überhaupt machen möchte. Es wird sicher nicht leicht sein und ich habe auch große Angst aber, die Gesundheit geht vor und ich möchte endlich wieder ich selbst sein und glücklich.

      Lieben Gruß
      Jennifer

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        02 April 2019 um 15:19 |
        Liebe Jennifer,

        herzlichen Dank für diese persönlichen Worte. Da hast du einen ganz schön anstrengenden Weg hinter dir. Ich bewundere dich aber dafür, dass du deine Gesundheit an vorderste Front rückst und dein lobenswertes Pflichtgefühl mal hinten anstellst. Weißt du, es nützt auch deinem Arbeitgeber nichts, wenn es dir in und mit der Arbeit nicht gut geht. Da kann auch niemand etwas dafür. Hut ab, dass du dir Hilfe geholt, sehr viel reflektiert und erkannt hast, dass du einen neuen Weg einschlagen willst. Ich möchte dich darin bestärken. Sicherlich ist es nicht leicht, durch diese Krise und Phase des Wandels zu gehen aber es ist auch eine großartige Chance, ein Leben zu führen, das die schönste Version von dir zum Vorschein bringt. Es ist wie ein Pflänzchen, das jetzt durch die Erde bricht und von dir gehegt und gepflegt werden will, damit es erblühen kann. Gib dir bitte Zeit, vertraue deiner Intention und versuche offen zu sein, für das was kommt. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute für deinen Weg. LG Nicole

        antworten

    • Susanne

      Susanne

      12 Juni 2019 um 15:49 |
      Hallo! Sehr schöner ausführlicher Artikel. Auf diese Schlüsse bin ich inzwischen auch gekommen, aber win soll man eine solche Arbeitsstelle finden? Davon abgesehen dass man erst nach einer Weile merkt, was nicht passt. Ich bin immer mal wieder verzweifelt, denn es gibt immer irgend etwas, dass mich scheinbar krank macht, und letzten Endes weiß ich nichtmal, ob die 'identifizierten' Probleme tatsächlich die Ursachen sind. Heute habe ich mal wieder einen solchen Tag, an dem ich mich verzweifelt frage, wie es weitergehen soll. HSP wirkt sich bei mir auch auf Psyche und Magendarm aus, so dass 'Fehltritte' oder Probleme mich sehr oft krankmelden lassen... Welcher Artbeitgeber soll das noch mitmachen? Ich habe mich schon oft gefragt ob ich auf den 2. Arbeitsmarkt soll. Aber ich will mein Wissen und Wesen in der Gesellschaft effektiv einbringen und nicht am Rande der Gesellschaft stehen :(
      Was ich mittlerweile gesammelt habe....
      - Ich kann nicht lange pendeln
      - Ich kann nicht lange konzentrierte Tätigkeiten ausführen
      - ich bin extrem empfindlich für mittlere bis hohe Temperaturen und bei Luftfeuchtigkeit oder stickigen Luft
      - ich brauche Abwechslung
      - ich brauche Sinn
      - ich brauche flexible Arbeitszeiten
      Irgendwas dieser Punkte läuft IMMER schief. Selbst wenn alles optimal wäre, im Sommer bin ich trotzdem regelmäßig krank. Oder ich esse einfach mal zu 'lecker'. Krank. Oder ich überschätze mich zufällig mal wieder weil 'wichtige' Dinge sich anstauen. Krank.
      Manchmal bin ich auch einfach todkaputt oder habe üble Magenprobleme ohne dass ich weiß warum. Vielleicht von zu wenig Schlaf, schlechtem essen, wenig Bewegung... Es gibt so viele Baustellen die ich meiner Gesundheit zu liebe bearbeiten muss. Aber das kann Jahre dauern . Welcher Arbeitgeber soll mich so lange aushalten?????

      Sorry für den Rant :/

      LG
      Susanne

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        12 Juni 2019 um 17:47 |
        Liebe Susanne,

        das tut mir leid, dass du diese Probleme hast, was dich vermutlich ziemlich belasten wird. Nach zahlreichen negativen Erfahrungen wird man wahrscheinlich irgendwann frustriert und genervt und weiß oft auch gar nicht mehr, in welche Richtung es weitergehen soll. Als ich deinen Kommentar gelesen habe war mein erster Impuls, dir zu raten, es mit der Selbständigkeit zu versuchen - da könntest du die für dich passenden Rahmenbedingungen schaffen und das tun, worin du einen Sinn siehst. Hast du an diese Möglichkeit schon einmal gedacht? Du könntest dir eine Selbständigkeit zum Beispiel nebenbei aufbauen und schauen, ob dir das gefällt. Natürlich brauchst du dann zunächst trotzdem eine Arbeit, die dich nicht krank macht und dir entspricht. Wenn es um das Thema Angestelltenverhältnis geht: Gibt es denn auch Dinge, die du gut kannst und die dich interessieren? Was sind Stärken, die du in einem Arbeitsverhältnis einbringen könntest? Hast du schon gutes Feedback bekommen für etwas, was dir gut gelungen ist? Da solltest du ansetzen und auf jeden Fall, bevor du einen neuen Job anfängst ein paar Tage Probearbeiten. Ich bin ein großer Fan davon, weil man da schon recht gut einschätzen kann, ob es grundsätzlich passt oder nicht. Trotzdem glaube ich, dass du bei einem HSP-Coach auch sehr gut aufgehoben wärst, hier kann ich dir Ulrike Hensel empfehlen, eine sehr nette und kompetente Fachfrau, die selbst hochsensibel ist und sich sehr gut mit der Materie auskennt. Ihre Website ist: https://coaching-fuer-hochsensible.de/, vielleicht ist das ja etwas für dich? Ich wünsche dir viel Erfolg, Mut und Kraft, nicht aufzugeben sondern weiterhin an dich und deine Fähigkeiten zu glauben!! LG Nicole

        antworten

    • Susanne

      Susanne

      12 Juni 2019 um 20:29 |
      Kommentar gelesen habe war mein erster Impuls, dir Über Selbstständigkeit habr ich schon oft nachgedacht, das erste Mal schon vor Jahren. Anfangs war der Gedanke wohl eher als Flucht gedacht, dann habe ich mich aber wirklich auch ernsthaft informiert und, naja, ganz ist das Thema noch nicht vom Tisch. Nur, man muss natürlich auch eine gewisse Energie da reinstecken, und da hab ich den Bogen noch nicht so ganz raus, was den Ausgleich zwischen An- und und Entspannung angeht. Ich arbeite derzeit nur 24,5h und kriege trotzdem oft nichtmal mein Privatleben auf sie Reihe...

      Der Gednke des HSP-Coachings kam mir allerdings noch gaaaar nicht! Aber das klingt super, zumal meine dritte nun bald endende Psychotherapie nichz mal mehr eine feste Diagnose 'nutzen' konnte. ZUM GLÜCK leide ich eben NICHT mehr an wochenlanger Depression und Angstattacken. Bin SO froh darüber. Aber da fällt mir mancgmal schon schwer, meiner Psychotherapeutin zu erklären, was mich so anstrengt.... Ein generelles 'Betreutes Arbeiten' an meinen Powertank- und Baustellen halte ich aber immer noch für nötig. Momentan nutze ich dafür Betreutes Wohnen (in unserer 'normalen' Mietwohnung), was mir auch Mut gibt und bisschen 'bei der Stange' aber auch 'rücksichtsvoll mir gegenüber' hält. Es ist aber halt auch nicht so intensiv wie eine Therapie oder wahrscheinlich ein Coaching. Mal sehen, ich werde diese Idee auf jeden Fall im Auge behalten, danke! (Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit habe ich Zugang zu zahllosen Ratgebern und auch den einschlägigen HSP- und Achtsamkeits-Büchern, aber es ist schon noch was anderes, wenn man darüber mit jemandem im Dialog steht und Hilfe bekommt...)

      LG und Danke
      Susanne :)

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      • Nicole

        Nicole

        13 Juni 2019 um 08:10 |
        Liebe Susanne,

        dass du wegen deiner Ängste und Depressionen eine Therapie gemacht hast, finde ich super! Therapeutische Begleitung finde ich immer positiv, weil du dann ja auch immer begleitet reflektieren kannst und sehr viel für dein Leben mitnimmst. Ich weiß nicht, du eine Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie gemacht hast. Gerade in Sachen An- und Entspannung finde ich persönlich eine Verhaltenstherapie besser, weil sie dir konkret Anleitung dafür gibt, was du in problematischen Situationen tun kannst, damit es dir besser geht. Die Psychoanalyse konzentriert sich ja eher auf die Ursachen der Probleme. Ich sehe, du bist sowieso schon gut begleitet, das finde ich wunderbar. Ein HSP-Coaching kann dir da sicher noch neue Erkenntnisse bringen, da du da mit jemandem arbeitest, der sich mit der Materie ja sehr gut auskennt. Egal, welchen Weg du gehst, ob angestellt oder selbständig - bleib dir treu und glaube an dich. Manchmal braucht es einfach seine Zeit und das ist auch völlig in Ordnung so!! Alles Liebe, Nicole

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    • Julie

      Julie

      17 Juni 2019 um 19:19 |
      Hallo Nicole,
      vielen Dank für deinen Artikel. Ich habe mich darin gleich wiedergefunden. Momentan befinde ich mich in einer beruflichen Umstrukturierung. Ich hatte mich genau aus den selben Gründen wie oben geschrieben für ein angestelltes und selbstständiges berufliches Wirken entschieden. Selbständig möchte ich als Graphik Designin und Illuratorin arbeiten, weil ich das studiert habe und weil es meine kreative Seite bedient. Aber selbst da bin ich ständig unentschlossen wie ich mich positionieren will. Für das angestellten Verhältnis brainstorme ich, weil bis jetzt nichts wirklich gefunden habe, was meine Werte abdeckt bzw. zum Teil abdeckt. Ich würde so gerne etwas machen, in dem ich das scannen und meine Intuition gewinnbringend also für mich und mein Gegenüber einstzen kann, da mir der Austausch so wichtig ist. Mein Lebenslauf ist auch mit so vielen verschiedenen Richtungen gepflastert. Ich lege mich nicht gerne fest, obwohl das meist vom Umfeld gefordert wird. Im Allgemeinen denke ich auch das ein vielfältiger Lebenslauf auch nutzen kann. Man lernt so viel und nichts was man mal gelernt hat hat man umsonst gelernt. Momentan befinde ich mich außerdem noch in einer Transformation, die schon einiges in mir verändert hat. Ich will vorankommen. Die Sache mit dem sinnvollen Beruf gestaltet sich als schwierig. Aber vielleicht muss jeder für sich in seiner gewählten Tätigkeit auch einfach den Sinn entwickeln. Man ist ja schließlich nicht umsonst kreativ. Vielleicht haben wir sogar die Chance Tätigkeiten nach unseren Wünschen zu formen.

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      • Nicole

        Nicole

        18 Juni 2019 um 15:18 |
        Liebe Julie,

        erst einmal vielen lieben Dank für deinen Kommentar und deine klugen Gedanken. Ich finde es schön, dass du so neugierig deinen beruflichen Wünschen/Intentionen/Impulsen nachgehst, ohne dich von dem, was dein Umfeld sagt, aushebeln zu lassen. Du musst und wirst deinen Weg alleine gehen und deine ganz indiduelle Lösung für ein maßgeschneidertes Berufsleben entwickeln, da bin ich sicher. Habe einfach Geduld, beobachte dich genau und da, wo du dich gut fühlst, da gehst du beruflich hin. Du wirst sehen, es ebnet sich Stück für Stück. Und die Erfahrungen, die du auf deinem Weg machst, werden nie umsonst sein. Du lernst so viel und kannst sehr stolz darauf sein, so wandelbar zu sein. Das ist das große Pro von uns Scannern, auch wenn wir alle auch noch einmal ganz verschiedene Menschen sind. Die Herausforderung bei der ganzen Sinnsache: Jeder hat ein individuelles Sinnempfinden, deshalb kann man da auch schwer einen Rat geben. Manche wissen das, was für sie Sinn macht, sofort. Und andere suchen und finden den Sinn über trial & error eben erst im Laufe der Zeit für sich heraus ;). Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Mut und Freude auf deinem Weg!! Go for it! LG Nicole

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    • Sabine

      Sabine

      17 Juni 2019 um 22:53 |
      Liebe Nicole,
      im Chaos der 90er Jahre war ich ein Kind was immer rebellisch war und nie so sein durfte wie es war. Ich habe mich immer gefühlt wie ein Alien, meine Mutter hatte irgendwann ein hippes Wort gefunden: ADHS. Aber trotzdem stimmte etwas mit mir nicht. Wenn jemand schmerzen hatte, hatte ich 2 Minuten später an derselben Stelle schmerzen. Ich reagiere sehr empfindlich auf Lautstärke oft fast panisch und wenn ich einen Menschen nur 2 min kannte war er für mich ein offenes Buch und konnte alles über ihn erzählen. Die Leute fanden das gruselig, mich komisch und ich wurde lange gemobbt. Mein Leben lang muss ich nur eine rebellische Lebensweise vorhalten lassen. " kannst du dich nicht mal benehmen wie eine richtige Frau " " kannst du nicht mal ein Leben führen wie alle anderen" " wieso brauchst du immer eine extrawurst" trotz Ausbildung in meinem vermeintlichen Traumberuf war ich auch auf der Arbeit immer fehl am Platz. Aber ich blieb mir treu und hatte gelernt meine Bedürfnisse zu beachten. Ich kündigte, ging auf 2 jährige Weltreise durch Asien und lernte unterwegs meine Große Liebe kennen. Vom Wesen der Hypersensibilität habe ich erst kurz vor meoner Reise erfahren und es war mir von anfang an klar dass ich Hochsensibel( und offenbar aich ein Scanner bin)Ich weiß jetzt dass ich zu meinem alten gutbürgerlichen Leben nicht mehr zurück will. Meine Erfüllung liegt im Reisen und Wissen ansammeln von unterschiedlichen Kulturen und Sprachen. Ich muss noch einen Weg finden diesen Lebensstil dauerhaft finanzieren zu können und ich weiß dass es wie immer viele stimmen geben wird die mir sagen, dass man 'so etwas' nicht tut. Aber ich habe einen wundervollen Mann an meiner Seite und weiß dass ich auch dieses Abenteuer schaffen werde.

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      • Nicole

        Nicole

        18 Juni 2019 um 15:27 |
        Liebe Sabine,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Du fühlst dich gut, tust was du liebst und hast einen wunderbaren Mann an deiner Seite - wo bitteschön gibt es da etwas zu mäkeln? Ich glaube, dein positives Gefühl und deine Zufriedenheit sind die allerbesten Indikatoren dafür, dass du es offensichtlich richtig machst! Kann mir gut vorstellen, dass manche, die dir dagegen reden, vielleicht neidisch sind und sich selbst so ein Leben niemals zutrauen würden. Oder aber, sie machen sich Sorgen, weil sie möglicherweise aus ihrem eigenen Sicherheitsdenken nicht rauskommen. Das muss und darf dir egal sein. DU entscheidest für DICH, die anderen für sich. Noch ein Gedanke mit auf deine Reise: Vielleicht wäre ja Reisebloggerin etwas für dich? Oder ein Buch über deine Erlebnisse schreiben? Da gibts so viele Möglichkeiten, in diese Richtung auch beruflich durchzustarten. Egal, was du machst: Ich drücke dir ganz fest die Daumen und beglückwünsche dich zu deinem absolut traumhaften Lebensentwurf!! LG Nicole

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    • Nina

      Nina

      16 Juli 2019 um 18:43 |
      Hallo Nicole,

      ich bin 31 und gehöre eindeutig zu den hochsensiblen Menschen. Ich habe meinen Beruf auch schon oft gewechselt, weil es immer irgendwie vorkam, dass ich unglücklich war, außerdem war ich in negativen Situationen nicht belasbar und direkt überfordert, das hat auch oft dazu gehort. Ich bin auch zum Entschluss gekommen das die Umgebung wichtig ist. Allerdings weiss ich nicht wie ich das in meinem Berufsleben umsetzen soll?

      Liebe Grüße

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        16 Juli 2019 um 20:30 |
        Liebe Nina,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Hochsensible Menschen reagieren intensiver auf ungünstige Außenbedingungen (z.B. Großraumbüro, Geräuschpegel, ständige Unterbrechungen, Telefonklingeln usw.), das ist leider Fakt. Natürlich kann man versuchen, etwas an seiner beruflichen Situation zu verändern, indem man (sofern möglich!) in einem Einzelbüro arbeitet, telefonische und/oder persönliche Sprechzeiten vereinbart, die Arbeitszeiten antizyklisch verschiebt, in der Pause in die Natur geht, zeitweise Homeoffice vereinbart, Ohrstöpsel verwendet oder schöne Bilder aufhängt, um sich an seinem Arbeitsplatz wohler zu fühlen. Oft jedoch sind das jedoch Maßnahmen, die nur geringfügig etwas ändern. Deshalb ist es aus meiner Sicht manchmal notwendig, einen generellen Arbeitsplatzwechsel bzw. eine Selbständigkeit in Betracht zu ziehen und zu schauen, dass dann die Rahmenbedingungen besser zur eigenen Person passen. Dazu sollte man aber ganz genau wissen, was unbedingt gegeben sein muss, um gut arbeiten zu können und in welchen Fällen gegebenenfalls Abstriche gemacht werden können. Nicht, dass dir das im nächsten Job dann wieder so geht! Gib nicht auf, liebe Nina. Ich musste genau wie du auch öfters meine Stelle wechseln bis ich einen Platz gefunden hatte, der genau zu mir passte. Im Nachhinein bin ich sehr froh, nicht entmutigt aufgegeben zu haben, frustriert war ich jedenfalls oft genug. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir für deinen weiteren Weg alles Gute!! LG Nicole

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