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    Es geht letztendlich einzig und allein darum, sich zu trauen! Interview mit Dr. med. David Usadel

    Geschrieben von Nicole

    Kurz vor Weihnachten bekam ich auf wundersame Weise einen Roman zugeschickt, den ich - obwohl ich eigentlich keine Zeit hatte - innerhalb von zwei Tagen verschlang. Das, was in diesem Buch stand, berührte mich sofort. Was ich damit meine, erfährst du im Interview... 

    Dr. med. David Usadel hat einen ganz wunderbaren Roman ueber ein hochsensibles Maedchen verfasst...

    Lieber David, zunächst einmal ganz herzlichen Glückwunsch zu deinem Buch „Die Ordnung der Schmetterlinge“.

    Ich muss sagen, es hat mich sehr begeistert – innerhalb von wenigen Tagen habe ich es durchgelesen. Als feinfühliger Mensch fand ich mich in dem Geschriebenen sofort wieder und für mein Leben bereichert. Möchtest du vielleicht kurz erzählen, worum es in deinem Roman geht?

    Vielen Dank für die netten Worte!

    Das Buch spielt in Paris. Es handelt von Coco, einem Mädchen im Grundschulalter, welches, scheinbar durch Zufall, an einem Ort landet, wo es zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl hat, bedingungslos angenommen und willkommen zu sein.

    In der Gegenwart von Zahra, so der Name ihrer geheimnisvollen Gastgeberin, fühlt Coco sich nicht mehr „nicht richtig“. Sie macht die Erfahrung, dass Zahra sie nicht nur genau so annimmt, wie sie ist, Zahra begegnet ihr zudem mit sehr viel Respekt und nimmt ihre Gefühle und Sorgen ernst – eine ungewohnte Situation für Coco.

    Während Coco in dem schlossartigen Anwesen von Zahra, welches der Außenwelt verborgen bleibt, von Tag zu Tag aufblüht, bangt sie zunehmend, ebenso plötzlich wieder in ihr altes Leben zurück zu müssen, welches von Schikanen durch ihren alkoholkranken und gewalttätigen Vater geprägt war, für den sie nichts weiter war als eine kostenlose Haushälterin und Dienstbotin. Denn das Jugendamt und der Vater versuchen, Cocos Aufenthaltsort ausfindig zu machen...

    Dein Buch beschreibt ja mit sanften Worten, wie es Zartfühlenden im Alltag geht und was sie tun können, um gut mit ihrem Wesenszug zu leben. Welchen Bezug hast du zur Hochsensibilität und warum hast du einen Roman darüber geschrieben und keinen Ratgeber?

    Ich hatte eines Tages beim Besuch einer Buchhandlung plötzlich ein Buch zu dem Thema in der Hand und konnte es kaum erwarten, dieses zuhause zu verschlingen. Damit begann meine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema.

    Es gibt unterdessen eine Vielzahl an Sachbüchern zu dieser Thematik. Dieses Genre ist jedoch einfach nicht jedermanns Sache. Und so kam mir die Idee, einen neuen Weg zu wagen. Das Ergebnis ist ein Roman, welcher sich einerseits als reines Unterhaltungsbuch lesen lässt (er ist tatsächlich bis zum Ende spannend, wie mir Leser wiederholt rückgemeldet haben). In die Handlung ist jedoch andererseits, wie beiläufig, der Informationsgehalt eines Sachbuches eingeflochten.

    Die Zielgruppe des Buches sind in erster Linie Menschen, die selbst feinfühlend/hochsensibel sind. Diese Menschen sind häufig sehr zugänglich für Bilder, Märchen und Geschichten. Daher habe ich mich bewusst um eine bildreiche Sprache bemüht, die den Leser in seinen Bann zieht und ihm eine Pause von seinem Alltag bietet.

    Nicht selten blicken hochsensible Menschen auf eine belastende Vergangenheit zurück. So auch Coco. Als Psychotherapeut erlebe ich immer wieder Menschen, die, oft aufgrund traumatisierender Erfahrungen, nur langsam Vertrauen fassen können zu anderen Menschen. Diesen Menschen möchte ich mit dem Buch eine Art „Therapeutenersatz“ bieten, bis sie vielleicht eines Tages so weit sind, sich einem Menschen anzuvertrauen.

    Der Leser begleitet Coco bei ihrem Weg aus einem bedrohlichen Umfeld, welches geprägt war von Vernachlässigung und Misshandlung, hin zu einem Dasein voller Leichtigkeit, Unbeschwertheit und Lebensfreude. Der Leser geht diesen Weg selbst innerlich mit, was einen spürbaren Effekt auf das eigene Leben mit sich bringt und neue Wege und Möglichkeiten aufzeigt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Bibliotherapie“.

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    Du bist eine sehr erfolgreiche Person und arbeitest als Arzt, kreierst Handtaschen, schreibst Romane usw. – alles mit großer Leidenschaft. Im Roman jedoch erklärt eine deiner Hauptfiguren:

    „Heutzutage ist es ja üblich, dass man die letzten Jahrzehnte seines Lebens eine Rente bekommt und glaubt, in der Zeit endlich all das machen zu können, wozu man vorher nie kam. Ich habe das nie verstanden: Die Menschen tun ihr Leben lang Dinge, die sie nicht tun wollen. Und dann, wenn sie die Zeit dazu hätten, das zu tun wonach ihnen ist, stellen sie fest, dass sie nicht mehr dazu in der Lage sind.“

    Was denkst du ist die Lösung für dieses Problem – besonders im Hinblick auf Feinfühlige?

    Ich denke, und das erlebe ich täglich in meiner Praxis, es geht letztendlich einzig und allein darum, sich zu trauen! Den Mut aufzubringen, es zu wagen! Sich zu erlauben, seinem Herzen zu folgen.

    Denn im Grunde wissen wir meist sehr genau, was wir eigentlich wollen. Und was wir nicht wollen. Wir werden mit dem Erwachsenwerden jedoch oft Meister darin, diesen Teil in uns zu überhören oder ihn zum Schweigen zu bringen.

    Wir glauben oft, dass andere besser wissen, was gut und richtig für uns ist. Eine große Umfrage bei alten Menschen in Seniorenheimen hat übrigens ganz deutlich gezeigt, dass die Menschen, wenn sie auf ihr Leben zurückblicken, nicht das am meisten bereuen, was sie falsch gemacht haben.

    Sie bereuen am meisten die Dinge, die sie nicht getan haben! Also das, was sie eigentlich gerne hätten tun/erleben wollen, wofür es dann jedoch oft zu spät ist.

    Was möchtest du mit deinem Buch gerne erreichen?

    Ich habe mit dem Buch bereits mehr erreicht, als ich je zu träumen wagte. Fast täglich erreichen mich Nachrichten oder Kommentare, in denen Leser (meistens sind es Leserinnen) sich bedanken für das Buch, schildern, was das Buch mit ihnen gemacht hat, wozu es sie ermutigt hat usw.

    Es ist eine große Freude zu erleben, dass das Buch dermaßen „wirksam“ ist! Dass es nebenbei bereits nach wenigen Wochen den Bestsellerstatus erreicht hatte, freut mich ebenso. Denn das zeigt mir, dass das Experiment geglückt ist und dass es einen Bedarf in dieser Richtung gibt.

    Ein Zitat, das mich ganz besonders berührt hat, ist dieses:

    „Ich für meinen Teil versuche Tag für Tag, die Welt mit meinen Möglichkeiten ein kleines bisschen besser zu machen, anstatt mich darüber zu empören, was an Schlechtem vor sich geht. Wenn du dich bemühst, gut zu denken, gut zu sprechen und gut zu handeln, auch im Kleinen, so wirkt das Gute, das du schaffst, wie ein Magnet, der mehr Gutes anzieht.“

    Ich kann das bestätigen, weil ich genau so versuche zu leben. Wie ist deine Meinung dazu?

    Ich lebe seit Jahren „abstinent“ was Nachrichten betrifft. Ich musste feststellen, dass mich die unzähligen Schreckensmeldungen, die sich Tag für Tag selbst übertreffen, runterziehen und lähmen.

    Um das zu ertragen, kann man eigentlich nur emotional abstumpfen oder dem Ganzen den Rücken kehren. Ich habe mich für Letzteres entscheiden. Seitdem habe ich mehr Energie für meine Projekte.

    Die klinische Neurowissenschaft hat herausgefunden, dass es bei demjenigen, der einem anderen etwas Gutes tut, auf neuronaler und hormoneller Ebene letztendlich nahezu den gleichen Effekt hat wie bei dem Begünstigten/Beschenkten usw.

    Ich erlebe in der Öffentlichkeit oft Neid und Missgunst. Dabei schaden die Menschen sich selbst damit am meisten, in aller Regel ohne es zu wissen!

    Was sind die wichtigsten Lehren, die Hochsensible aus deinem Buch ziehen können?

    Das ist spannend: Die Rückmeldungen zeigen, dass die Menschen oft vollkommen verschiedene Dinge für sich aus dem Buch ziehen. Ich habe auch schon von Lesern gehört, dass sie es wiederholt gelesen haben und jedes Mal etwas Anderes daraus für sich mitgenommen haben. Es hängt demnach stark von der aktuellen Lebenslage ab, was den Leser in dem Buch gerade anspricht. Ich bezeichne das Buch auch gerne als „Arbeitsbuch“.

    Können wir uns auf ein weiteres Buch von dir freuen und wovon wird es handeln?

    Ja, diese Frage wird mir oft gestellt! Einige Leser scheinen es kaum erwarten zu können, dass es weitergeht.

    Ermutigt durch die vielen positiven Rückmeldungen habe ich mich tatsächlich dazu entschlossen, ein zweites Buch zu schreiben und arbeite bereits daran. Es wird in Verbindung mit der „Ordnung der Schmetterlinge“ stehen. Der Rest bleibt Überraschung!

    Gibt es noch etwas, was dir wichtig ist zu sagen?

    Ich wünsche den Menschen, die dies hier lesen, dass sie den Mut finden, auf ihre innere Stimme, ihr Bauchgefühl, ihr Herz zu hören und sich treu zu bleiben. Denn niemand kennt unser Leben so gut wie wir selbst!

    Lieber David, vielen herzlichen Dank für dieses Interview und alles Gute für deine Zukunft!

    Dr. med. David Usadel - Arzt, Handtaschendesigner und lesenswerter Schriftsteller

    Dr. med. David Usadel ist der „Handtaschendoktor“ - ein erfolgreicher Mann mit vielen Talenten. Als Mediziner, Designer und Autor erfreut er viele Menschen und unterstützt sie im täglichen Leben. Hier geht´s zu seiner Website und zu seinem neuen Buch *"Die Ordnung der Schmetterlinge: Hochsensibilität? Ein etwas anderer Zugang."

    Über den Autor

    Nicole

    Nicole

    Hi, mein Name ist Nicole,
    ich bin Sozialpädagogin und feinfühlige Betreiberin von meinweg-deinweg, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben bin ich Autorin von *"Feinfühligkeit trifft auf Berufsleben" und erstelle Selbstcoachingprodukte.

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