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Blog meinweg - deinweg

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

Geschrieben von Nicole

Wenn ich derzeit durch die Straßen schlendere, fallen mir überall leuchtende Kinderaugen, besinnliche Gespräche am Glühweinstand, geschmückte Tannenbäume und Lebkuchenhäuser auf.

Die Stadt ist festlich geschmückt, alles wartet nur auf EIN Ereignis: Weihnachten. Gerade zu dieser Zeit gibt es sehr viele Menschen, die verstärkt an andere denken und entweder spenden, Weihnachtspäckchen in arme Länder verschicken oder aber sich freiwillig für die Suppenküche zum Dienst für andere einteilen lassen.  Daran gibt es nichts zu rütteln, doch was geschieht im Jahr ganzen davor? Ein Plädoyer für etwas, das sehr wichtig ist: Nächstenliebe. Auch (jedoch nicht nur!) zur Weihnachtszeit…

Naechstenliebe - etwas, das du auch praktizierst?

Nächstenliebe. Ein Wort, das in meinen Augen sehr viel Bedeutung hat. Wenn du meine Meinung wissen willst: Ich denke, wir Menschen haben die Aufgabe, einander zu helfen.

Natürlich nicht bis zur kompletten Selbstaufgabe, das nicht. Jedoch in einem gesunden Rahmen, der diese oft so kalte Welt einen Tick mehr zum Strahlen bringt.

Dabei ist Nächstenliebe gar keine so große Sache wie viele immer meinen. Nein, sie kann sich schon in ganz kleinen Gesten äußern.

Gesten, die dir wahrscheinlich nicht weh tun, aber die Welt deines Gegenübers ein klein wenig schöner machen.


Nächstenliebe - so geht´s

Ein paar Beispiele:

Da ist der Jugendliche, der einem Rollstuhlfahrer fragt, ob er ihm über die Türschwelle helfen darf.

Die Frau, welche dem Stadtmagazinverkäufer einen 5-Euro-Schein in die Hand drückt ohne die Zeitschrift zu kaufen.

Das Mädchen, das einen scheinbar schlafenden Mann auf der Parkbank fragt, ob „alles okay“ sei, während alle anderen gleichgültig vorüberhetzen.

Der alte Mann, der ein Vogelhäuschen im Garten aufstellt, die heimischen Vögel betrachtet und sie mit Futter versorgt.

Die Freundin, die einer gestressten jungen Mutter mit 2 Kindern das Haus putzt, damit diese endlich mal durchatmen kann.

Die Hausfrau, die einer ärmlichen alten Dame 5 Bund Suppengrün abkauft, obwohl sie eigentlich nur eines braucht.

Der Mann, der seiner Frau liebevoll 24 Adventstütchen packt und jede mit einer Überraschung bestückt – obwohl das sonst so gar nicht seine Art ist.

Die junge Frau, die einmal in der Woche ins Altenheim geht und dort ehrenamtlich mit Senioren kocht.

Der Fahrlehrer, der immer noch gelassen bleibt, obwohl die völlig nervöse Fahrschülerin gefühlt zum zwanzigsten Mal den Motor abwürgt. Mitten auf einer belebten Kreuzung im Feierabendverkehr.

Die Frau von der Tierhilfe, die in einem verwaisten Garten Schlafboxen und Futter für verwilderte Katzen aufstellt und regelmäßig danach schaut.

Der LKW-Fahrer, der einen verzweifelten Autofahrer einfädeln lässt, obwohl sich alle anderen darüber aufregen.

Der Chef, der seiner gestressten Mitarbeiterin einen Kaffee ins Büro bringt und ihr spontan anbietet, dass sie eine Stunde früher gehen kann.

Das Kind, das einen verletzten Regenwurm von der Straße nimmt und behutsam wieder in die Erde setzt.

Die junge Frau, die anstatt teuren Shampoos nur einfache Haarseife benutzt, um die Umwelt zu schonen.

Der Nachbar, der neben seiner eigenen Einfahrt gleich die der kranken Nachbarin vom Schnee mit befreit.

Die vielen Menschen, die auf dem Wertstoffhof herum wuseln und ihren Abfall für eine gesündere Umwelt trennen.

Die Kassiererin, die trotz Heerschaaren an Kunden trotzdem immer noch für jeden ein Lächeln übrig hat usw.

Das alles sind keine erfundenen Geschichten sondern Sequenzen aus meinem Leben alleine in den letzten 4 Wochen.

Du siehst also:

Es sind verdammt viele Menschen auf dieser Welt unterwegs,

die Nächstenliebe praktizieren.

Kennst du auch solche Menschen oder bist sogar einer davon?

Oder besser:

Was tust DU, um diese Welt ein bisschen schöner für uns alle zu machen?

Was man bei aller Liebe bei der Nächstenliebe trotzdem beachten sollte: Gib bitte niemals, nur weil du vom anderen etwas zurück erwartest.

Damit befriedigst du nur dein eigenes Ego und huldigst dich im Endeffekt selbst.


Nächstenliebe sollte kein Ego-Tripp sein

Nein, Nächstenliebe sollte eigentlich einen ganz einfachen Hintergrund haben, nämlich diesen:

Den schlichten Wunsch, etwas Gutes zu tun.

Monsignore Florian Kolfhaus schreibt hierzu:

 

"Versuchen Sie, Menschen, die Sie besser kennen, ganz bewusst Geschenke zu machen, die ihnen Freude bereiten.

Das fordert vielleicht ein bisschen Nachdenken und Fantasie, aber ist – je mehr sie sich bemühen – echter Ausdruck dafür, dass sie Freunden und Bekannten Gutes wollen. (…)

Vielleicht verschenken Sie sogar Gutscheine, mit denen Sie anderen ihre Zeit zur Verfügung stellen: für einen Kinobesuch, für eine Entrümpelungsaktion der Garage, für's Babysitten.

Lieben heißt von sich etwas hergeben."

 

Damit hat er recht, wie ich finde. Nächstenliebe und Schenken muss eben NICHT immer nur mit Geld zu tun haben.

Darüber hinaus kann Nächstenliebe kann sogar so weit gehen, sogar Menschen etwas Gutes zu wünschen, die man selbst NICHT mag.

Eine persönliche Herausforderung, das gebe ich zu. Jedoch gar nicht so selten eine sich lohnende.

Florian Kolfhaus hierzu:

 

"Sie müssen nicht jeden als ihren Freund umarmen, aber versuchen Sie ihm zu wünschen, dass es andere gibt, die das aus ehrlichem Herzen tun."

 

Ein wunderbares Beispiel hierfür ist eine alte Frau, die in der U-Bahn einem auf dem Boden kauernden Mann geduldig die Hand hält, nachdem dieser zuvor aggressiv herum gepöbelt hatte und negativ aufgefallen war.

Alle schauten weg, nur die Frau scheute sich nicht.

Sie setzte sich zu dem Sonderling, nahm seine Hand und wartete, bis er sich beruhigte.

Als sie gefragt wurde, warum sie das tat, antwortete sie:

„Ich bin eine Mutter – und er brauchte einfach jemanden, der ihn berührt.“

Das von dieser Szene geschossene Bild wurde im Anschluss übrigens mehr als 24.000 Mal unter den Usern geteilt. Du findest es hier.

Doch was bedingt ehrliche, aufrichtige Nächstenliebe?

Die Antwort: Dass du dich zunächst einmal selbst liebst.


Nächstenliebe schließt Selbstliebe nicht aus

Schon Thomas Aquin erkannte:

 

„Die Wurzel alles Bösen in der Welt

ist der Mangel an Liebe zu sich selbst.“

 

Tja, überlege einen Moment an dieser Stelle, lieber Leser oder liebe Leserin.

Wie behandelst DU dich im Leben?

Peitschst du dich wie ein geprügelter Hund durch diesen Alltag oder bist dir wohlgesonnener Freund? Nimmst du dich an, so wie du bist, mit all deinen Fehlern und Schwächen, oder aber möchtest du diese am liebsten ausmerzen und vor anderen geheim halten?

Wie fühlst du dich, wenn du Geschenke von anderen erhältst?

Kannst du sie in Liebe annehmen – und zwar OHNE dich dabei abzuwerten oder gar kleinzumachen?

Bitte merke dir:

Nur, wenn du dich selbst aufrichtig liebst,

kannst du für andere Stütze sein,

OHNE dich aufzuopfern!

Als Richtschnur möchte ich dir an dieser Stelle gerne noch dieses Gedicht von Bernhard von Clairvaux mitgeben, welches sehr gut ausdrückt, was ich damit meine.

Der Name des Gedichtes ist „Schale der Liebe“:

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und

nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und

weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist.

Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt,

ohne eigenen Schaden weiter.

Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen, und

habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott.

Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser

gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See.

Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen und dann ausgießen.

Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen.

Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.

Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst,

wem bist du dann gut?

Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle;

wenn nicht, schone dich.

Tja, wem wirst DU nun aus deiner Fülle helfen, lieber Leser? Für wen bist DU der Stern, der den trüben Nachthimmel erhellt?

Genau dafür danke ich dir schon jetzt.

Eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch!

Alles Liebe, deine Nicole

P.S. Ein witziges Kurzvideo zum Thema Nächstenliebe.

Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und Trainerin für Biografisches Arbeiten, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

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