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Blog meinweg - deinweg

Mobbing am Arbeitsplatz: MEINE Erfahrung, DEINE Lösung

Geschrieben von Nicole

Vor einigen Jahren arbeitete ich als Angestellte einem Altenheim.

Dabei war es mein Job als Sozialpädagogin, Senioren einzeln in ihren Zimmern zu betreuen und darüber hinaus Gruppenstunden zu geben. Das alles machte mir großen Spaß, ich ging richtig darin auf. Bis eines Tages etwas passierte, was mir den Spaß gründlich verdarb: Ich wurde gemobbt. Plötzlich und unerwartet. Fühlt sich richtig s**** an, kann ich dir sagen. Du willst wissen, was passiert ist? Lies es HIER…

Mobbing am Arbeitsplatz  ist eine miese Sache...

Grundsätzlich möchte ich Eines vorausschicken, bevor ich dir meine Geschichte erzähle: Ich mag zwar eine Sozialpädagogin sein aber in Bezug auf meine Arbeit mit Senioren habe ich immer ein höheres Ziel.

Ich will, dass es den alten Menschen in ihren letzten Jahren gutgeht.

Ich will für sie da sein.

Ich will sie fördern.

Und ich will ein Lichtblick für sie sein in ihrem - oft so traurigen - Alltag.

WIE ich das erreiche, ist mir egal.

Ich habe mich schon zum Lambada tanzenden Clown gemacht, zum Deppen und Hiwi für die ungewöhnlichsten persönlichen Bedürfnisse (Stichwort Dreck aus Staubsauger pulen, nur um eine sparsame alte Dame glücklich zu machen. Oder Kronleuchter polieren. Mit 120 Einzellämpchen. Für eben dieselbe alte und damit höchst zufriedene Dame).

Ein anderes kleines Beispiel für meine gelegentlichen Albernheiten (und JA, jetzt darfst auch DU erlaubterweise über mich lachen):

IMG 20170422 203457

Alles nur, damit jemand grinst.

Damit es ihm in diesem einen Moment GUTGEHT.

Dazu muss ich nicht unbedingt Sozialpädagogin sein oder studiert haben.

Nein.

Das Einzige, was meiner Meinung nach im Umgang mit einem alten Menschen zählt, ist dieses:

Sei warmherzig, einfühlsam, empathisch und höflich.

Höre zu.

Und packe im richtigen Moment DA an, wo es NÖTIG ist.

MEHR brauchst du NICHT.

Ein beruflicher Titel perfektioniert das Ganze.

Wenn jedoch das andere FEHLT, bedeutet er - zumindest in meinen Augen:

NICHTS.

So meine Einstellung.


Mobbing am Arbeitsplatz: Das habe ich erlebt

Mit dieser Einstellung arbeitete ich damals auch im Altenheim.

Ich klinkte mich ein, half mit wo Hilfe gebraucht wurde. Auch, wenn das oft fachfremd war. Völlig egal.

Für die meisten war ich "die Nicole",

andere nannten mich „die Sozialpädagogin“.

Das war ok. Niemals hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass mein beruflicher Titel je ein Problem sein könnte.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich nie und nimmer hervorheben würde.

Im Gegenteil.

Ich bin ein sehr harmonieliebender Mensch, der nur im äußersten Notfall aggressiv auf andere zugeht.

Dazu muss schon viel passieren.

Einige Beispiele:

  • Mein Leben oder das eines lieben Menschen ist bedroht.
  • Meine Katzen oder andere Tiere sind in Gefahr.
  • Die Welt geht unter.

Oder - und das muss ich jetzt leider auch hinzufügen - ich werde gemobbt.

Kommen wir also wieder zurück zum leidigen Titel der Sozialpädagogin.

Die meisten Menschen haben damit überhaupt kein Problem, weil sie dich als Person kennen. Sie wissen also, wie du bist und mögen dich aufgrund deines Wesens. Oder aber sie mögen dich nicht. Auch das ist ok.

Solange sie dich nicht mobben.

Es gibt jedoch noch eine andere Personengruppe.

Eine Personengruppe, für die der TITEL einen gravierenden Unterschied macht.

Diese Menschengruppe fühlt sich in deiner Gegenwart irgendwie „klein“ obwohl du ihnen nie das Gefühl gibst, „klein“ zu sein. Da kannst du sagen oder tun, was du willst – sie empfinden das einfach so.

Übertragen auf die Situation heißt das dieses:

SIE projizieren im Job

IHRE Unterlegenheitsgefühle

auf DICH.

Heißt im Klartext:

DU bist

IHRE PLATTFORM

für ein verkümmertes Selbstwertgefühl.

Das aber – und das musst du dir jetzt wirklich in dein Gehirn bläuen - hat in der Regel NICHTS mit DIR zu tun, sondern mit DIESEN MENSCHEN.

Mit IHREM Selbstwertgefühl!

Natürlich wird es Menschen geben, die ihren Titel hervorheben und sich gegenüber anderen damit profilieren. Manche sogar lautstark. Das finde ich traurig und unnötig, kann es aber nicht ändern.

Eines aber kann ich mit Sicherheit sagen:

ICH gehöre NICHT

zu diesen Leuten.

Eigentlich kann ich gerade deswegen nur müde lächeln, wenn mich jemand aus so einem bescheuerten Grund mobbt.

Theoretisch.

Denn bei dieser Erfahrung im Altenheim verging mir das Lachen ziemlich schnell.

Damals hatte ich eine Kollegin, die sich um die Tagesgruppe kümmerte. In einer Tagesgruppe sind häufig schon sehr demente und behinderte Menschen, es ist also nicht das Einfachste ihren Bedürfnissen immer sofort und zu 100 Prozent gerecht zu werden.

Als ich meine Kollegin damals kennenlernte, bewunderte ich sie, denn sie war nett und hatte die richtige Mischung aus fachlichem Wissen bzw. beherzten Zupacken.

Am Anfang verhielt es sich also so:

Die alten Leute mochten sie.

ICH mochte sie.

SIE mochte MICH.

Wir verbrachten sogar unsere Pausen zusammen und verstanden uns gut.

Zunächst.

Dann jedoch änderte sich das von heute auf morgen.

Warum es das tat?

Weil mich irgendjemand anderes

in diesem Haus NICHT mochte

und diese unschuldige Frau

als Mittel für den eigenen Zweck benutzte.

Doch bevor ich das zu spüren bekam, pflegten meine Kollegin und ich folgenden täglichen Ablauf: Am Morgen holte ich die geistig noch ziemlich fitten Senioren aus ihren Zimmern und versammelte sie in unserem Gruppenraum. Danach ging ich in die Tagesgruppe und nahm einige Demenzkranke mit.

Alles in allem war es jedes Mal eine sehr schöne Runde. Die fitten Senioren profitierten vom Austausch der Erfahrungen, die weniger Fitten von der geselligen Runde und dem Beisammensein. Keiner fühlte sich ausgeschlossen oder benachteiligt.

ALLE hatten FREUDE.

Nach dem Gruppenangebot begleitete ich die Senioren wieder in ihre jeweiligen Bereiche und machte die nächsten Termine fest. Das ging ein paar Monate gut. Bis ich eines Morgens in die Tagesgruppe kam und einmal mehr diejenigen Senioren abholen wollte, die an meinem Angebot teilnahmen.

Wie sonst auch grüßte ich freundlich in die Runde und betrat den Raum.

Sofort konnte ich spüren,

dass etwas nicht in Ordnung war.

Irgendetwas hing in der Luft, nur WAS wusste ich nicht.

Augenblicklich sah ich meine Kollegin an.

Sie antwortete mir nicht auf mein "Guten Morgen" sondern starrte in den Boden. Ich fragte sie, ob alles ok sei. Gleichzeitig ging ich zu einem alten Herrn der Gruppe und wollte ihn wie gewöhnlich zu meinem Angebot einladen.

Plötzlich fuhr mich meine Kollegin an:

 

„DU wirst DIESEN Mann

sicher NICHT mitnehmen.“

 

Fassungslos verharrte ich in der Bewegung.

Hatte ich richtig gehört? Wie kam sie darauf, so mit mir zu sprechen? Mein Herz pochte wie verrückt. Dann drehte ich mich zu ihr um. In ihren Augen lag blanker Hass.

„WIE BITTE?“, fragte ich krächzend.

Das war das Einzige, was ich in diesem Moment herausbrachte.

Ihr Gesicht verhärtete sich.

Dann meinte sie:

 

„Du hast schon richtig gehört. Die alten Leute aus der Tagesgruppe sind dir wohl zu blöd, so dass du bei anderen über sie lästerst.

Man hat es mir zugetragen und mir erzählt, was du für Eine bist.

Das kommt mir jetzt nicht mehr in die Tüte, dass du meine Betreuten mitnimmst.

Such dir gefälligst andere Leute im Haus, die du mit deinen Gruppenangeboten belästigen kannst.“

 

Als ich das hörte, kam ich mir vor wie im Kino. Vor mir lief ein Film ab, der mit mir nichts zu tun hatte. Das war falsch. Völlig falsch. Niemals hatte ich über irgendjemanden gelästert, das war gar nicht meine Art!

Im Gegenteil: Ich liebte Senioren einfach, völlig egal wie dement sie waren. Und ich sah ja jede Woche wieder, wie gut es ihnen tat, an meinem Angebot teilzunehmen.

Mein Mund stand sperrangelweit offen.

Ich suchte nach den richtigen Worten. Wie konnte ich sie nur davon überzeugen, dass das, was sie gehört hatte, nicht der Wahrheit entsprach? Wie konnte ich ihr erklären, dass sie jemand ANGELOGEN hatte um mich auszuboten?! Mein Kopf platzte fast vor Anstrengung und ich bekam brüllendes Kopfweh.

Ich atmete tief durch und begann zu sprechen:

 

„Das muss ein Missverständnis sein.

Ich habe niemals so etwas gesagt. Warum sollte ich denn schon seit Monaten jede Woche wieder demenzkranke Menschen mit in meine Gruppe nehmen wenn ich ihre Anwesenheit insgeheim verabscheue?

Das ist doch eine freiwillige Sache!

Niemand zwingt mich dazu!“

 

Meine Kollegin starrte finster in den Boden.

 

„Das weiß ich nicht.

Was weiß ich, was in deinem Sozialpädagogen-Gehirn vor sich geht.

Du hältst dich wahrscheinlich für etwas Besseres und kommst dir dann noch toll vor!“

 

Mein Gesicht bestand nur noch aus Augen.

Ich war völlig platt.

Was war passiert?

„Bitte geh jetzt“, flüsterte meine Kollegin.

Ich wurde blass.

Und ging.

Draußen flüchtete ich auf die Angestelltentoilette und fing hinter verschlossenen Türen an zu flennen. Ich war verletzt, einsam, fühlte mich zu Unrecht beschuldigt und kam mir komplett hilflos vor.

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In meinem Gehirn ratterte es: Wer in diesem Haus hasste mich so, dass er so etwas tat? Und warum glaubte diese Kollegin dieser Person mehr als mir? Was sollte ich tun? Wie sollte ich mich verhalten?

Nach einigen Minuten der Aufregung beschloss ich, zunächst mein Gruppenangebot durchzuführen und danach noch einmal in Ruhe mit der Kollegin zu reden. Vielleicht gab es ja die Hoffnung auf Klärung.

Zwei Stunden später betrat ich wieder die Tagesgruppe. Darin saß eine andere Kollegin. Auf meine Frage, wo denn die Frühschicht sei, antwortete sie nur, dass diese jetzt 3 Wochen in Urlaub sei. Heute wäre ihr letzter Tag gewesen.

Ich schloss die Augen.

Also hatte ich jetzt 3 Wochen Gedankenhölle vor mir und eine konstruktive Klärung der Sache rückte in unerreichbare Ferne.

Wieder zuhause zermarterte ich mir das Gehirn.

Wer mobbte mich hier? Wer missbrauchte andere für seine Zwecke? Hatte ich denn irgendetwas gesagt oder getan, was so falsch verstanden werden konnte?

Aber so sehr ich auch überlegte, mir fiel nichts ein. Wegschieben konnte ich die Sache aber auch nicht. Ich musste also 3 Wochen mit diesem inneren Konflikt leben.


Mobbing am Arbeitsplatz belastet Psyche & Körper

Ich würde dir jetzt gerne schreiben, dass ich mich nach diesen drei Wochen völlig souverän dem Gespräch gestellt und alle Probleme aus der Welt geräumt habe.

Habe ich NICHT.

Stattdessen war mir war übel (schon 21 Tage VOR dem Gespräch).

Ich war unruhig.

Schlief schlecht.

Hatte Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot.

Tja, ich BEBTE regelrecht vor Angst. Konfliktgespräche führen gehört als harmoniebedürftiger Mensch nämlich nicht gerade zu meinen leichtesten Übungen.

Trotzdem überwand ich mich am Ende

und stellte mich dieser Herausforderung.

Mit der Angst. MIt dem Herzrasen. MIT offensichtlich zu erkennender Unruhe und einem gehörigen Zittern in der Stimme.

Warum ich das tat?

Weil das Gespräch WICHTIG war.

Weil es für MICH wichtig war.

Für mich und meine Ehre.

Hätte ich das Gespräch NICHT geführt, hätte ich nie wieder unbesorgt in die Arbeit gehen oder ihr in die Augen blicken können.

Also nahm ich nach diesen drei Wochen meinen ganzen Mut zusammen und bat meine Kollegin um ein Gespräch. Sie ging darauf ein.


Mobbing am Arbeitsplatz: Ein Gespräch kann Klärung bringen

Wir standen wir uns gegenüber - jeder auf seine Art und Weise angstvoll und unsicher.

Ich holte tief Luft und dann sprach ich aus, was ich mir die letzten 3 Wochen überlegt hatte:

 

„Danke dass du dir die Zeit für ein Gespräch nimmst.

Die Situation zwischen uns tut mir leid. Offensichtlich hast du von anderen gehört, dass ich die Menschen in deiner Gruppe für blöd halte und für mein Angebot als nicht geeignet halte.

Weiterhin denkst du, dass ich mich wegen meines Studiums für etwas Besseres halte. Das macht mich traurig, weil mir Ehrlichkeit und eine gute Beziehung zu dir wichtig ist.

Außerdem wertschätze ich alle alten Menschen so wie sie sind und möchte, dass jeder - trotz geistiger Einschränkung – ein Teil des Ganzen ist. Deswegen kann dir nur sagen, dass das, was dir - von wem auch immer - erzählt wurde, schlichtweg falsch und gelogen ist.

Bitte lass uns jetzt gemeinsam überlegen, wie wir dieses Missverständnis aufklären können.

Wir haben doch ein ganz wichtiges gemeinsames Ziel: Das Wohlbefinden der Senioren.“

 

Ich spürte die innere Zerrissenheit meiner Kollegin. Ein Teil von ihr wollte mir glauben, ein anderer nicht. Ich redete auf sie ein, versuchte sie noch mehr zu überzeugen. Sie hörte lange zu und nickte schließlich. Dann hielt sie mir die Hand hin.

 

„Mir tut es auch leid, Nicole.

Lass uns am besten versuchen, das Ganze zu vergessen und weiterzumachen wie davor.

Natürlich können die Senioren aus meiner Gruppe auch in Zukunft bei dir teilnehmen. Ich sehe ja, dass es ihnen Freude macht.

Trotzdem weiß ich einfach nicht, wem ich glauben soll, auch wenn ich dich eigentlich nicht so einschätze.“

 

Auf meine Bitte hin, mir den Namen der Person zu sagen, welche das Gerücht in die Welt gesetzt hatte, verneinte sie.

 

„Tut mir leid aber ich kann und will dir aber den Namen der Person,

die mir das erzählt hat, nicht sagen.“  

 

Diese fette Kröte des Nichtwissens musste ich leider schlucken und tat es schließlich auch.

Immerhin waren wir nach 3 Wochen Sendepause wieder aufeinander zugegangen OHNE uns an die Gurgel zu springen.

Trotzdem fanden wir nach diesem Gespräch persönlich nicht mehr zueinander. Das Vertrauen war weg und unser Umgang miteinander blieb oberflächlich.

Schade drum.

Vielleicht ist dir schon mal etwas Ähnliches passiert wie mir? Wenn ja, hast du ähnlich gelitten und warst hilflos?

Kein schönes Gefühl.

Beileibe nicht.

Ich weiß nicht, wie es bei dir ausgegangen ist. Bei mir war es jedenfalls so, dass mein befristeter Vertrag irgendwann auslief und ich das Haus verließ. Bis heute habe ich nicht erfahren, wer damals diese Unwahrheiten über mich verbreitet hat. Bis heute bin ich geschockt darüber, dass Menschen aus Neid und Missgunst so etwas tun.

Jedoch habe ich mir geschworen, dass mir sowas nicht noch einmal passiert. Also habe ich mich erkundigt, was ich tun kann, wenn ich Mobbern wieder begegne.


Mobbing am Arbeitsplatz: Die Fakten

Mobbing am Arbeitsplatz ist eine ziemlich üble Sache und kommt gar nicht mal so selten vor. Etwa 14 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland haben Mobbing schon mal erlebt.

Besonders betroffen lt. Arbeitsschutzgesetz.org:

  • Frauen
  • Mitarbeiter in sozialen Berufen oder im Verkauf
  • Menschen unter 25 oder über 55 Jahre

Vermeintliche „Gründe“ für´s Mobben gibt es viele.

Das kann deine Hautfarbe sein. Deine Nationalität. Dein Geschlecht. Deine berufliche Position. Deine Nase. Deine Schüchternheit. Dein lautes Lachen. Genauso aber das Betriebsklima oder die interne (mangelhafte) Arbeitsorganisation. Zu viel Arbeit. Zu wenig. Ein unfähiger Chef.

Eben ALLES.

Und NICHTS.

Unverständlich für mich.

Und doch kommt es vor.

Immer wieder.

Es stellt sich die Frage: Wer SIND diese Mobber?

Das ist schnell beantwortet:

Mobber sind Menschen,

die sehr häufig ANGST haben.

Angst vor einer beruflichen Pleite.

Angst, rauszufliegen.

Angst, schlechter zu sein als andere.

Natürlich können diese Menschen auch schlicht neidisch sein und gefrustet vom Leben.

Tja.

Und dann läufst plötzlich DU ihnen über den Weg. Kompetent, nett, gut ankommend bei den anderen Kollegen, Kunden. Oder beim Chef.

Ich sage es dir gleich, bevor du dir falsche Hoffnungen machst:

Du kannst tun und lassen, was du willst.

Ein Mobber, der etwas an dir finden will,

was er nicht mag,

WIRD es FINDEN.

Denn dieser Mobber ist eifersüchtig. Er ist neidisch. Er kann nicht leiden, wie du sprichst, atmest, gehst.

Er kann nicht leiden, wie du BIST.

Das macht es ziemlich schwierig, eine Lösung für das Problem zu finden.

Trotzdem gibt es so einige Dinge, die du tun kannst.

Handlungsmöglichkeiten.

Allen voran: Die OFFENSIVE.


Mobbing am Arbeitsplatz: Das kannst du tun

Wie du in die Offensive gehst?

Sprich den Mobber an

Das ist für viele von uns die unangenehmste Variante. Besonders für diejenigen, die Konflikte und Aussprachen scheuen. Leider lässt sich das nicht umgehen. Kratze also all deinen Mut zusammen, gehe hin zu dem Mobber und sprich ihn direkt an - so wie ich es getan habe.

Merke dir:

Wenn du WEISST, WER dich mobbt,

sind deine Chancen grundsätzlich BESSER,

dem Mobbing etwas ENTGEGENZUSETZEN.

Mein Pech damals war, dass ich gar nicht wusste, WER diese Gerüchte über mich in den Umlauf setzt. Ich sprach ja "nur" mit der Handlangerin. Schlechte Karten also für mich und mein Problem…

Ich hoffe für dich, dass du den Mobber kennst. Dann nämlich kannst du ihn dir greifen und mit ihm sprechen.

Frage ihn ganz offen, was sein Problem ist.

Höre ihm zu.

Vielleicht hast du ja wirklich etwas gesagt oder getan, was den anderen verletzt hat und das man mit einem Gespräch aus der Welt schaffen kann?

Versuche auf jeden Fall bei allem, was du sagst, sachlich zu bleiben.

Wenn dein Gegenüber beleidigend wird, hüte dich bitte davor, ebenfalls zu beleidigen. Nimm nicht dieselbe Ebene ein. Stattdessen lasse dich nicht provozieren und vor allem: Nimm auch NICHT die Opfer-Rolle ein!

Sei dir bei allem, was du tust und sagst ganz klar bewusst:

Du bist STARK.

Du KANNST diesen Konflikt

auf sachlicher Ebene

LÖSEN.

Das darf dein Gegenüber ruhig spüren.

Sprich den Mobber auf jeden Fall auf seine Verhaltensweisen an und mache ihm klar, wie du künftig behandelt werden willst.

Beispiel:

 

„Mir ist aufgefallen, dass … (hier fügst du das Verhalten ein, das du ansprechen willst).

Ich finde das nicht fair mir gegenüber und bitte dich darum, dieses Verhalten einzustellen.“

 

Der Sinn des Ganzen: Manchmal lassen Mobber von ihren Opfern ab, wenn diese die direkte Konfrontation suchen.


Hole dir Hilfe von außen

Wenn du gemobbt wirst, leidest du im darunter. Im schlimmsten Fall können daraus psychische oder sogar körperliche Krankheiten entstehen. Deswegen ist es wichtig, dass du dich jemanden anvertraust.

Merke dir:

Du musst diese Sache nicht alleine durchstehen.

Wem also vertraust du? Deinem Partner, deiner Familie? Freunden? Gibt es andere Arbeitskollegen, die dich vielleicht unterstützen können?

Sprich mit diesen Personen

oder hole dir Externe mit ins Boot.

Ein paar gute Anlaufstellen: Die Mobbinglandkarte mit Ansprechpartnern und Organisationen zum Thema Mobbing, das Mobbinghilfetelefon für Frauen oder die Mobbing-Hilfe.

Übrigens hat auch dein Arbeitgeber die Pflicht, Mobbing am Arbeitsplatz zu verhindern. Wenn du also zu ihm gehst und ihm dein Problem schilderst, MUSS er der Sache nachgehen. Wenn er herausfindet, dass du tatsächlich gemobbt wirst, ist es sein Job, dem Ganzen mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken.

Ich hätte damals auf jeden Fall neben dem Vier-Augen-Gespräch noch die Möglichkeit gehabt, die Sache in der Teamsitzung offen anzusprechen und sie klarzustellen. Oder aber einen aufklärenden Aushang am schwarzen Brett zu machen. Das fiel mir aber damals leider nicht ein.

Wenn das alles nichts hilft:


Suche dir berufliche Alternativen

Das sollte eigentlich die letzte Maßnahme sein, manchmal jedoch ist es der einzige Ausweg: Das Unternehmen verlassen.

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Wenn du merkst, es geht einfach nicht mehr und du kannst und willst dich dieser Situation nicht mehr länger aussetzen dann schaue dich frühzeitig nach beruflichen Alternativen um.

Was würde dich interessieren? Wolltest du nicht immer schon nochmal eine neue berufliche Richtung einschlagen? Eine Krise kann manchmal den Ausschlag dazu geben…

Ich persönlich finde es immer sehr entlastend, einen Plan B in der Tasche zu haben. Ich bin ein Plan-B –Fan.

MEINE ganzen Plan B´s haben mich in einen echt super Job

und darüber hinaus zu meinweg-deinweg geführt.

Nicht das schlechteste Ergebnis, findest du nicht?

So, genug gequatscht.

Ich hoffe, DU kommst NIEMALS in diese verfluchte Mobbing-Situation.

Wenn doch, lege ich dir meine Tipps wärmstens ans Herz.

Ergänzend dazu gibt es noch andere gute Möglichkeiten, heil aus der Sache wieder herauszukommen. Du findest sie hier.

Ich auf jeden Fall bin stolz auf mich, weil ich mich damals trotz Angst dem Konflikt gestellt und meine Werte verteidigt habe. Eine gute Methode, um solch schwierige Gespräche erfolgreich zu führen ist übrigens die „Gewaltfreie Kommunikation“.

Doch DAS ist Stoff für einen ANDEREN Blogpost…

Alles Liebe,

deine Nicole

P.S. Warst du schon mal in einer ähnlichen Situation? Wenn ja, was hast du gemacht? Danke für deine Tipps! Dies ist übrigens nur ein Teil einer ganzen Reihe zum Thema erfolgreiche Konfliktbewältigung. Schaue dir alle Teile an und klicke HIER.

Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und Trainerin für Biografisches Arbeiten, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

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