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    So lernst du mit der Trauer umzugehen - Teil 4

    Wenn du einen Verlust erleidest, ist Trauer ein ganz normales Gefühl, das folgt.

    Trauer ist jedoch nicht nur die Reaktion auf den Tod eines nahestehenden Menschen. Trauer kann sich auch einstellen, wenn du etwas anderes verlierst, das dir wichtig war: Deine Ehe, deinen Lebenspartner – sei es durch Scheidung oder Trennung. Deinen Arbeitsplatz. Eine Freundschaft. Dein Kind. Dein Tier. Eine bestimmte Idee. Ein Lebensentwurf, von dem du dich vielleicht verabschieden musst…

    Bei Trauer gibt es auch Hoffnung auf bessere Zeiten

    So vielfältig die Trauerursachen, so vielfältig die Verarbeitungsarten. Was dem einen hilft, ist für den anderen komplett bedeutungslos. Der eine igelt sich zuhause ein, der andere sucht krankhaft Gesellschaft.

    Tja, für den Umgang mit Trauer gibt es leider keinen Masterplan.

    Trotzdem gibt es da einige Möglichkeiten,

    welche dir den Umgang mit deiner Trauer erleichtern können.

     DAS hat MIR in der Vergangenheit geholfen:

    Akzeptiere deine Gefühle

    Zunächst einmal ist es wichtig, dass du das Gefühl, das du jetzt hast, für dich

    ANNIMMST.

    Sei dir im Klaren:

    Du TRAUERST um etwas oder jemanden.

    Das SCHMERZT.

    Es tut SAU WEH!

    Doch der Schmerz wird früher oder später vorübergehen - auch wenn du das jetzt vielleicht nicht hören willst.

    Du wirst ihn überstehen, das verspreche ich dir.

    Jedoch ist der erste Schritt dazu immer dieser:

    AKZEPTIERE.

    DEINE.

    GEFÜHLE.

    Was meine ich damit?

    Ich meine:

    Trauern

    heißt

    FÜHLEN.

    Bewusstes Fühlen.

    Wenn du weinen musst, weine. Schere dich nicht darum, ob andere dich beobachten. Ignoriere, was sie dazu sagen.

    Nochmal, weil es so wichtig ist:

    Wenn du weinen musst,

    musst du weinen.

    Das ist ok.

    Übrigens ist es genauso ok, NICHT zu weinen.

    Es ist DEINE Art zu verarbeiten.

    Erkenne:

    Wir Menschen sind keine Massenware, die identisch auf Knopfdruck reagiert.

    DU bist DU.

    ICH bin ICH.

    Jeder reagiert anders auf einen Verlust.

    Und genau das ist GUT so!

    Verurteile dich also nicht für deine Reaktionen, wie immer sie ausfallen mögen.

    Sei stattdessen lieber gut zu dir.

    Gut und milde.

    Wenn du darüber sprechen willst, sprich mit einer Person deines Vertrauens darüber. Wenn du schweigen willst, schweige. Wenn du den Drang hast, wütend zu sein, sei wütend. Fluche, schimpfe, sei unleidig. Wenn du rumsitzen und an die Wand starren willst, dann tue auch das.

    Tue es, solange du es brauchst.

    Alles völlig ok.

    Sei bei dir und betäube dich nicht mit irgendwelchen Beruhigungsmitteln. Außer, es geht nicht mehr anders und du hast das Gefühl, es sonst wirklich nicht schaffen zu können.

    Auch ich habe - als ein enger Freund vor einem Jahr unerwartet verstarb - geflucht, geschimpft, geweint, war starr und völlig daneben. Alles im Wechsel und über Tage, Wochen und Monate hinweg.

    Es gab also eine große emotionale Wunde, die mich so schmerzte, dass mir die Luft wegblieb. Doch irgendwann begann sie heilen.

    Langsam.

    Stück für Stück.

    Irgendwann fluchte ich nicht mehr so oft, heulte nur noch 3 x am Tag und konnte zwischendrin auch mal was anderes denken.

    Diese Phasen wurden

    länger und länger.

    Bis ich eines Tages den Tod meines Freundes als Teil meines Lebens akzeptieren konnte.

    Bedeutet sinnbildlich: Über die schmerzende Wunde ist ein Schorf gewachsen.

    Klar bricht er auch heute immer wieder mal auf.

    Das ist normal.

    Aber die meiste Zeit über ...

    hält er...

    dicht.

    Was kannst du neben dem Annehmen deiner Gefühle noch tun, um mit deiner Trauer klarzukommen?

    Was vielen Menschen hilft:


    Pflege bestimmte Rituale der Trauer

    Dr. Mück schreibt in seinem Artikel „Umgang mit Trauer“, dass Rituale bei der Trauerbewältigung gut sein können.

    Er meint:

     

    (…) Rituale geben Orientierung

    und vermitteln das Gefühl, in einer Gemeinschaft geborgen zu sein.

    Dazu gehören unter anderem Beileidskundgebungen

    sowie die verschiedenen Begräbnisformen und Gedenkfeiern. (…)

     

    Wenn du diesen Dingen eher skeptisch gegenüber stehst, bist du frei, deine EIGENEN Rituale zu entwickeln.

    Ich z.B. habe es mir in den letzten Jahren bei einem Todesfall zur Gewohnheit gemacht, ein Bild des Verstorbenen in mein Tagebuch zu heften. Darunter notiere ich dann all die schönen Momente, die wir gemeinsam hatten.

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    Weiterhin trage ich den Geburtstag des Menschen in meinen Kalender ein, damit ich auch zukünftig an diesem Tag an ihn denke.

    Ein Ritual kann genauso sein, regelmäßig ans Grab zu gehen. Oder an einen Platz, den ihr gemeinsam besucht habt. Es kann sein, ein Bild in die Hand zu nehmen. Alte Briefe zu lesen.

    Egal was.

    Alles, was dir guttut,

    ist richtig.

    Höre hier auf dein Gefühl!


    Sprich mit anderen über deinen Verlust

    Manchmal hilft es, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die den Verstorbenen ebenfalls kannten. Ihr könnt gemeinsame Zeiten Revue passieren lassen und erfahrt ein Gefühl der Verbundenheit.

    Dadurch erkennst du:

    Du bist mit deiner Trauer NICHT alleine.

    Du KANNST Trost erfahren.

    Ihr könnt Euch gegenseitig STÜTZEN.

    Wenn du lieber online unterwegs bist und du dich in der Anonymität austauschen willst, schau mal auf das Portal „verwitwet.de“ - das ist eine kostenlose Internetgemeinschaft für alle, die in jungen Jahren ihren Lebenspartner verloren haben.

    Speziell für junge trauernde Menschen gibt es noch das Onlineportal „da-sein.de“. Hier kannst du dich online mit anderen austauschen, erfährst Zuspruch und Rat. Die professionelle Begleitung erfolgt durch gleichaltrige Peers und ist kostenlos und anonym.

    Weitere gute Anlaufstellen sind die Nicolaidis-Youngwings-Stiftung oder das Trauernetz.de.

    Mir persönlich hilft es ebenso, wenn ich sehe, wie ANDERE Menschen über ihre Trauer und persönliche Verarbeitung sprechen. Sie fungieren sozusagen als Vorbild für mich und sind Wegweiser aus der Trauer. Wenn es dir ebenso geht, schau mal bei der SWR-Sendung „Nachtcafe“ rein.

    Was ich bei meinen Recherchen im Netz zusätzlich gefunden habe: Die ARD bietet auf ihrer Homepage unterschiedlichste Video- und Audioclips zum Thema „Leben mit dem Tod“ an. Eine sehr empfehlenswerte Reihe, solltest du dich damit intensiver beschäftigen wollen, findest du hier. Genauso empfehle ich dir das Online Magazin "Prinzip Apfelbaum" - es beschäftigt sich mit dem, was bleibt, hier die Ausgabe Trauer.

    Wie kannst du noch mit deinem Gefühl der Trauer umgehen?

    Kreativ.

    Auch wenn das jetzt vielleicht ein wenig abwegig klingt…


    Begegne dem Tod auf kreative Weise

    Tania Konnerth stellt auf "Zeit zu leben" ein paar Übungen vor, mit denen du den verstorbenen Menschen besser loslassen kannst:

     

    "Finden Sie ein ganz persönliches Ritual, mit dem Sie sich verabschieden wollen.

    Vielleicht möchten Sie einen Brief an den Verstorbenen schreiben und den dann ganz bewusst verbrennen oder an einen Ballon binden und in den Himmel schicken.

    Vielleicht möchten Sie etwas, das zu dem Verstorbenen gehörte, nehmen und an einem ganz besonderen Ort vergraben.

    Vielleicht gestalten Sie auch ein spezielles Foto- und Erinnerungsalbum,

    durch das Sie Ihre Beziehung zu dem Toten noch einmal bewusst erleben und durcharbeiten."

     

    Speziell das Formulieren eines Abschiedsbriefes an meinen verstorbenen Freund hat mir sehr geholfen. Darin habe ich Revue passieren lassen, was wir gemeinsam erlebt haben, was uns verband, wofür ich ihm danke usw.

    Danach ging es mir besser.

    Warum?

    Ich vermute, irgendwie hatte ich damit für mich einen „Haken darunter gesetzt“ und seinen Tod ein wenig mehr abgeschlossen.

    Doch was macht das Schreiben so hilfreich?

    Wenn du schreibst, schaffst du Raum zwischen dir und der belastenden Situation. Gleichzeitig durchlebst du beim Aufschreiben deine Gedanken und Gefühle noch einmal, was wiederum die Verarbeitung des Geschehenen begünstigt. Weiterhin hat Schreiben eine positive Wirkung auf deinen Körper: Dein Blutdruck sinkt und dein Herz schlägt langsamer.

    Das bedeutet:

    Schreiben ERDET dich.

    Es bringt dich zur Ruhe.

    Sowohl deinen Körper als auch deinen Geist.

    Vielleicht bist du aber auch einer derjenigen Menschen, dem Schreiben gar nichts bringt.

    Dann solltest du versuchen, ein anderes Ventil für deine Trauer zu finden. Das kann z.B. eine intensive sportliche Betätigung, der Focus auf Familie oder Beruf bzw. eine längere Auslandsreise sein – so zumindest rät es die Website „Gesundheit und Wohlbefinden“ in ihrem Blogartikel.

    Natürlich kannst du dich zusätzlich dazu genauso literarisch mit dem Thema Tod und Trauer beschäftigen. Manchmal hilft eine fachliche Anleitung, sich im Tal der Trauer zurechtzufinden und wieder hinauszugelangen. Eine kleine Auswahl von Trauerratgebern findest du hier.


    Sorge gut für dich

    Wenn du einen Menschen verlierst, könnte es sein, dass du dich eine Zeit lang vernachlässigst und nicht mehr so gut für dich sorgst. Das fängt schon mit regelmäßiger Ernährung, Schlaf, Austausch mit anderen Menschen und Aktivitäten, die dir normalerweise guttun an.

    Es ist erwiesen, dass sich das Gefühl der Trauer nicht unwesentlich auf den Körper auswirkt.

    Dabei ist das Immunsystem besonders betroffen:

    Wenn du trauerst,

    steigt dein Risiko,

    zu erkranken.

    Die Website „Besser gesund leben“ beschreibt das in ihrem Blogartikel so:

    Wenn du trauerst

    • frierst du leichter
    • verändert sich dein Appetit (häufig isst du mehr als normal)
    • wird dein Hormonhaushalt durcheinander geschüttelt
    • bist du anfälliger für Infekte und Krankheiten (z.B. Bluthochdruck, Depressionen usw.)
    • hat dein Gehirn einen erhöhten Energiebedarf
    • weinst du öfters (keine Sorge, Tränen sind aber gut, weil dadurch Endorphine freigesetzt werden, welche die Entspannung fördern! Das gilt übrigens auch für Sex oder Sport)

    Bei mir war es anfangs so, dass ich nur noch wenig gegessen und mich zuhause vergraben habe.

    Eine Zeit lang ist das ja auch ok, jedoch sollte das nicht zum Dauerzustand werden.

    Du wirst sehen, wenn du wieder rausgehst und dich selbst verwöhnst (z.B. mit einem Bad, einem guten Essen oder einer Aktivität, die dir Freude macht) wird es dir wieder besser gehen.

    Du tankst neue Kraft,

    um die Krise

    heil zu überstehen.

    Lasse dich – wenn du das Bedürfnis hast - von deinen Freunden auch mal in den Arm nehmen und trösten.

    So schaffst du dir zumindest zeitweise ein emotionales Zuhause und kannst - zumindest zeitweise - einfach mal

    LOSLASSEN.

    All diese aufgezählten Dinge sind Möglichkeiten, mit dem Gefühl der Trauer umzugehen. Suche dir das raus, was dich am stärksten anspricht.

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    Hier nochmal die Kurzzusammenfassung:


    Mit der Trauer umgehen: Das hilft

    • Akzeptiere deine Gefühle (d.h. lasse ihnen freien Lauf und unterdrücke sie nicht!)
    • Pflege bestimmte Rituale (d.h. gehe ans Grab, zünde eine Kerze an, schreibe in dein Tagebuch usw. Alles, was dir hilft, ist gut!)
    • Sprich mit anderen über deinen Verlust (d.h. tausche dich persönlich oder online mit anderen aus. Teile deinen Schmerz und bleibe nicht alleine damit)
    • Begegne dem Tod auf kreative Weise (d.h. beschäftige dich mit dem Thema, schreibe einen Abschiedsbrief, betätige dich sportlich usw.)
    • Sorge gut für dich (d.h. vernachlässige deine körperlichen und emotionalen Bedürfnisse nicht. Iss regelmäßig, verwöhne dich mit einem Bad usw.)

    Im Leben wirst du leider notgedrungen immer wieder Verluste hinnehmen müssen. Das ist schmerzhaft und tut weh. Doch du kannst diese schwere Zeit überstehen. Durch so eine bewältigte Phase entwickelt sich deine Persönlichkeit und du wirst immer besser mit Verlusten umgehen können.

    Vielleicht sogar findest du am Ende einen tieferen Sinn in Eurer Begegnung und erkennst sie als wertvollen Schatz auf deinem Lebensweg.

    Ganz nach diesem Zitat von Dietrich Bonhoeffer:

     

    Je schöner und voller die Erinnerung,
    desto schwerer ist die Trennung.


    Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.


    Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
    sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

     

    Manchmal jedoch betrifft das Gefühl der Trauer gar nicht uns selbst sondern diejenigen, die uns nahestehen.

    Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich stehe dann oft daneben und fühle mich hilflos. Das wollte ich ändern und habe mich ausführlich darüber informiert. Im nächsten Artikel stelle ich dir vor, was du tun kannst um ANDEREN zu helfen.

    Das aber möchte ich dir gerne zum Abschluss dieses Artikels noch sagen, falls DU gerade derjenige bist, der trauert:

    KOPF HOCH.

    Du bist auf dem Weg.

    Der Tag wird kommen, an dem der Schmerz nachlässt.

    Ich verspreche es dir.

    Viel Kraft und Liebe für dich in dieser schwierigen Zeit.

    Deine Nicole

    P.S. Du findest dich dich in diesem Artikel wieder oder hast weitere gute Tipps für unsere Leser? Schreib sie mir in den Kommentar!

    P.S.P.S. Das ist nur ein Teil meiner Artikelserie zum Thema Trauer. Du willst mehr erfahren? Klicke hier.

    Kommentare (2)

    • Paraman02

      Paraman02

      05 Februar 2019 um 15:30 |
      Schön erklärt. Ich denke jeder Mensch ist da so unterschiedlich. Manche schaffen das alleine und brauchen auch Ruhe. Andere brauchen andere Menschen und wieder andere brauchen vielleicht eine Online Beratung und müssen viel darüber sprechen.
      In jedem Fall ein sehr schöner Auszug!

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        05 Februar 2019 um 19:31 |
        Hey,

        vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Schön, dass dir der Artikel gefallen hat. Ich stimme dir zu: Jeder Mensch ist anders und braucht etwas anderes. Hier ist Feingefühl gefragt, was in welcher Situation angebracht ist. LG!

        antworten

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