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Blog meinweg - deinweg

Zuhören lernen – der Eisbrecher der guten Kommunikation

Geschrieben von Nicole

Ich habe eine Freundin, die eine ganz natürliche Fähigkeit hat.

Wenn ich ein Problem schildere, setzt sie sich aufrecht hin, schaut mich mit wachen Augen an und sperrt ihre Lauscher auf. Das macht sie grundsätzlich so. Im Gespräch fragt sie immer wieder nach. Sie schaut dabei nicht auf ihr Handy, lässt sich nicht ablenken und ist ganz bei mir. Am Ende des Gesprächs fühle ich mich wie in einem flauschigen, warmen Mantel. Ich wurde gesehen, verstanden, gehört. Doch was macht meine Freundin so unbewusst anders als viele andere Menschen? Die Antwort ist einfach: Sie HÖRT zu.

Zuhoeren lernen - der Job, der dich zu einer echt guten Kommunikation bringt

Ganz natürlich, ganz frei.

Genau DAS ist der Grund,

warum ich mich im Gespräch mit ihr

so wohl fühle.

Bei ihr habe ich das Gefühl, sie hört mich WIRKLICH.

Sie ist bei MIR.

Sie ist ECHT.

Alles übrigens Merkmale einer „aktiven“ Kommunikation.

Wenn du einen Menschen in deinem Umfeld hast, der aktiv kommunizieren kann, darfst du dich glücklich schätzen. Das sind Menschen, die Seltenheitswert haben. Die meisten LABERN dich nämlich eher zu, als dass sie dir ZUhören. Ein (negatives) Phänomen der heutigen Zeit.

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Doch was bringt es, zuzuhören?

So einiges kann ich dir sagen.

Und zwar sowohl beruflich als auch privat.


Zuhören lernen – die Vorteile

Entschärfung von Konflikten

Bei Konflikten ist es ja häufig so, dass einer den anderen von seinem Standpunkt überzeugen will. Manchmal höchst emotional und damit auch verletzend. Fühlt man sich verletzt, ist es jedoch schwierig, wieder zu einer neutralen und sachlichen Diskussion zu kommen.

Gerade DAS wäre aber für die Klärung

einer brisanten Angelegenheit wichtig.

Wenn du zuhören lernst, d.h. den Standpunkt des anderen wirklich und wahrhaftig nachvollziehen kannst, habt ihr eine gute Chance, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Das heißt natürlich nicht, dass du auch der gleichen Meinung sein musst. Aber es bedeutet, dass der andere sich verstanden fühlt – und genau das wiederum verhindert verletzende Äußerungen, die nur aus Wut und Verzweiflung entstehen.


Aufbau einer Vertrauensbasis

Wenn du zuhören lernst, schaffst du etwas ganz Wichtiges:

Vertrauen.

Vertrauen ist die Basis einer guten Beziehung zueinander. Wenn du Vertrauen zu einer Person hast, kannst du auch Dinge ansprechen, die nicht so angenehm sind. Ist kein Vertrauen vorhanden, wirst du schon mit einer negativen Grundhaltung in ein Gespräch gehen.

Keine gute Voraussetzung für ein konstruktives Gespräch zwischen zwei Erwachsenen.


Zeitgewinn für eigene Argumentation

Wenn du in einem Gespräch bist und der andere dich mit Argumenten überschüttet, fällt es manchmal schwer, sofort contra zu geben. Indem du aktiv zuhören lernst und dem anderen (z.B. durch Wiederholen des Gesagten) das Gefühl gibst, verstanden zu sein schaffst du dir einen Zeitpuffer für deine eigene Argumentation und kannst sie auf dem Gesagten aufbauen. Gleichzeitig sorgst du für eine entspannte Gesprächsatmosphäre.

Doch wie machst du das in der Praxis?


Zuhören lernen – aktives Zuhören als Königsweg

Sicher hast du schon mal von dem Begriff „aktives Zuhören“ gehört. Carl Ransom Rogers, ein US-amerikanische Psychologe und Psychotherapeut hat ihn schon vor einiger Zeit begründet.

Seine beiden Hauptziele:

Schaffung einer soliden Vertrauensbasis

sowie

ein wertschätzendes Miteinander im Gespräch.

Mit dem „aktiven Zuhören“ hat er eine Methode entwickelt, die genau diese Grundsätze fördert.

Nebenbei gesagt: In der Gesprächstherapie und der Pädagogik gehört sie mittlerweile zum Standartprogramm für eine gute und zielführende Gesprächsführung.

Klingt alles super, alles gut.

Der Teufel aber steckt im Detail und genau das klären wir jetzt:

Wie kannst DU gut aktiv Zuhören?


Zuhören lernen – grundsätzliche Gesprächshaltung

Wer zuhören lernen will, muss seine Einstellung ändern. Weg vom Ich und hin zum WIR, d.h. du bist nicht nur bei dir und deiner Argumentation sondern lässt auch Raum für den anderen und seine Ansichten.

Gleichzeitig bist du (Quelle: Wikipedia)

  • empathisch und offen
  • authentisch und kongruent (= mit dir selbst übereinstimmend)
  • akzeptierend und die andere Person positiv beachtend

Dazu musst du gut wahrnehmen, verstehen, werten und reagieren. Doch was bedeutet das?

Es bedeutet, dass du

  • dich im Gespräch auf dein Gegenüber einstimmst, konzentriert bei der Sache bist und deine Körpersprache entsprechend danach ausrichtest
  • die eigene Meinung erst einmal nicht in den Vordergrund stellst
  • nochmal nachhakst, wenn du glaubst, etwas nicht verstanden zu haben
  • der Meinung deines Gegenübers nicht bedingungslos zustimmst (sie dir aber wertfrei anhörst)
  • damit klarkommst, dass es im Gespräch auch mal zu (vielleicht unangenehmen) Pausen kommt
  • dir deiner eigenen Gefühle bewusst bist
  • die Gefühle des anderen wahrnimmst und ansprichst
  • verbal (oder nonverbal) das Gesagte bestätigst
  • den anderen geduldig aussprechen lässt
  • den Blick hältst
  • dich von kritischen Äußerungen nicht aus der Ruhe bringen lässt
  • empathisch bist und versuchst, dich in dein Gegenüber hineinzuversetzen

Ziemlich viel zu beachten, oder? Keine Sorge, das ist Übungssache.

Es gibt sogar ein paar Kniffe, die dir dabei helfen.


Zuhören lernen – Tricks für ein wertschätzendes Miteinander

Hier komme ich wieder zu meiner Freundin. Wenn ich mich bei ihr ausheule oder mit ihr diskutiere, tut sie meist folgendes:

Sie sitzt in mir zugewandter Körperhaltung aufrecht, die Hände in den Schoß gelegt und sucht meinen Blick. Dabei lässt sie sich von nichts aus der Umgebung stören oder gar unterbrechen. Wenn ich meine Situation beschreibe, nickt sie zustimmend. Das Handy bleibt aus. Manchmal runzelt sie nachdenklich die Stirn und ich erkenne, wie sie überlegt.

Was sie mir dadurch auf nonverbaler Ebene zeigt:

Für sie bin ich

in diesem Moment

die Hauptperson.

Das Gesagte ist für sie wichtig.

Sie nimmt es ohne zu urteilen auf und überlegt sich etwas dazu.

Doch damit nicht genug. Sie fragt auch nach und wiederholt, d.h. sie bedeutet mir, dass sie wirklich verstehen will, was ich mit meinem Gesagten meine.

Beispiele für dieses verbale Rückmelden:

 

„Habe ich dich richtig verstanden? Dein Chef ist also nicht zu dir sondern zu deiner Kollegin gegangen und hat ihr den Auftrag auf den Tisch gelegt?“

 

(=Paraphrasieren/Spiegeln, d.h. das, was der andere gesagt hat in eigenen oder ähnlichen Worten wiederholen)

 

„Du fühlst dich verletzt, weil dein Chef dich bei der Auftragsvergabe nicht beachtet hat.“

 

(= Verbalisieren, d.h. die Gefühle hinter dem Gesagten aussprechen)

 

„Ach so. Dein Chef hat der Kollegin den Auftrag auf den Tisch gelegt und dann den Raum kommentarlos verlassen.

Was ist dann passiert?

Wie ging es dir damit?

Ich kann mir vorstellen, dass du da ziemlich sauer warst, oder?“

 

(= Zusammenfassen, Nachfragen und Übersetzen, d.h. sie beschreibt das Geschehene zusammenfassend nochmals in ihren Worten, interessiert sich für die weiteren Vorgänge und bietet mir die Gelegenheit, meine Gefühle offen darzulegen).

Manchmal diskutieren wir auch miteinander. Wenn sie eine andere Meinung hat, schafft sie es trotzdem, mich nicht einfach unterzubuttern sondern sich und ihre Meinung wertschätzend zu vertreten.

Ein Beispiel:

 

„Das, was du sagst (damit gibt sie meine Argumentation wieder), leuchtet mir ein.

Jedoch bin ich der Meinung, dass hier ein anderer Punkt auch nicht zu vernachlässigen ist (ihre Argumente werden aufgezeigt)…“

 


Zuhören lernen – mein persönliches Fazit

Gutes, wertschätzendes Zuhören ist eine sehr gute Sache, will aber gelernt sein. Am besten mit aktiver Kommunikation.

Das schaffst du, indem du dich in einem Gespräch (oder einer Diskussion) so verhältst:

Du

  • hörst zunächst einmal zu,
  • wiederholst das Gesagte mit deinen eigenen Worten (Paraphrasieren),
  • beschreibst die unausgesprochenen Gefühle, die hinter dem Gesagten deines Gegenübers stehen (Verbalisieren),
  • fasst das Gesagte zum besseren Verständnis kurz noch einmal zusammen (bzw. baust wahlweise deine eigene Argumentation darauf auf),
  • und fragst nach, wenn du etwas nicht verstanden hast.

Damit zeigst du deinem Gegenüber, dass du echtes Interesse an ihrer Person und ihren Argumenten hast. Was wiederum eine gute Grundlage für ein wertschätzendes Miteinander und einer guten Klärung von Konflikten ist – und zwar in allen Bereichen des Lebens.

Abschließend ist vielleicht noch Eines nicht ganz unwichtig:

Bleibe bitte immer authentisch und

verzichte bitte darauf,

den anderen zu bemitleiden

(dann geht es nämlich wieder darum, was DU in diesem Moment fühlst, das aber steht beim aktiven Zuhören NICHT im Vordergrund).

Wenn du das schaffst, hast du schon viel gewonnen.

Frei nach diesem Spruch aus Argentinien:

 

„Wer redet, sät,

und wer hört, erntet.

 

Du willst noch mehr darüber lesen oder bist eher ein visueller Lerntyp? Dann schaue HIER oder gleich auf YouTube.

Viel Spaß!

P.S. Was sind deine Erfahrungen mit aktivem Zuhören? Wie entschärfst du Konflikte? Berichte mir und hinterlasse einen Kommentar!

P.S.P.S. Dies ist nur ein Teil einer ganzen Reihe zum Thema erfolgreiche Konfliktbewältigung. Schaue dir alle Teile an und klicke HIER.

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Über den Autor

Nicole

Nicole

Hi, mein Name ist Nicole,
ich bin Sozialpädagogin und Trainerin für Biografisches Arbeiten, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

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