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    Schreiben - mehr als nur ein paar hingerotzte Wörter auf Papier

    Schreibst du? Ich schon.

    Für mich ist Schreiben Verarbeitung. Reinigung. Erkenntnis. Manchmal auch theoretisches Gedankenspiel. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das zum ersten Mal tat, denn Schreiben gehört gefühlt immer schon zu meinem Leben. Bereits mit 12 bastelte ich an einem Roman. Dann kamen die Lebenserfahrungen dazu und mein Schreiben veränderte sich. Plötzlich war es nicht mehr fiktiv sondern wurde autobiografisch. Was dir das bringen kann, wenn du über dich selbst schreibst, möchte ich dir heute gerne zeigen...

    Schreiben bringt dich weiter. Zu dir selbst...

    Spaßeshalber habe ich mal ein bisschen gegoogelt, wie der Begriff „Schreiben“ definiert wird.

    Wikipedia beSCHREIBT ihn so:

     

    „Schreiben bezeichnet das Aufzeichnen von Schriftzeichen,

    Buchstaben, Ziffern oder musikalischen Noten.“

     

    Klingt ziemlich trocken, trifft es jedoch ganz gut.

    Mit Schreiben bringst du etwas aufs Papier. Du schaffst du auf irgendeine Weise Kommunikation. Du teilst dich mit. Ob nur dir selbst oder auch anderen, ist dabei egal.

    Doch Schreiben ist mehr als nur das Aufzeichnen von Schriftzeichen und Kommunikation.

    Schreiben ist eine WELT,

    die sich dir eröffnet.

    Schreiben ist persönlich.

    Es bringt Klarheit und lässt dich erkennen wie du zu etwas stehst.

    Vielleicht auch, wie du zu DIR stehst.

    WENN du es für dich nutzt.

    WENN du dich selbst mit ins Spiel bringst.

    Ungefiltert.

    Ohne Scham.

    Ohne Angst.

    Das schaffst du z.B. mit Biografiearbeit. Genauer gesagt dem autobiografischen, selbstreflektierten Schreiben.

    Der Begriff Biografiearbeit ist dir fremd?

    Ändern wir gleich.

    Hier die Erklärung:

    Biografiearbeit hat mit DIR zu tun. Mit deinen Erfahrungen und Erlebnissen. Mit deinen Eindrücken. Mit deinen Wünschen, Träumen und Ängsten. Mit dem, was dich ausmacht. Mit dem, wer du bist und was du fühlst. Biografiearbeit ist sich selbst neugierig entdecken. Und zwar ohne Furcht und persönliche Abwertung.

    Biografiearbeit als Methode wird in vielen Lebensbereichen eingesetzt so z.B. in der Altenarbeit, Krankenpflege, Seelsorge oder im schulischen Kontext.

    (Auto-)biografisches Schreiben ist dabei nur ein Teilbereich der Einsatzmöglichkeiten – in der Hauptsache zählt das persönliche Gespräch und damit die Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen Menschen.

    Doch was bringt dir das Ganze?

    Zum Beispiel das:

    • Wenn du dich mit deiner Lebensgeschichte befasst, bewirkt das ein Wecken von Erinnerungen und aller damit zusammenhängenden Gefühle. Das kann für dich sowohl persönliche Aufarbeitung als auch Entdecken purer Lebenslust sein.
    • Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich bedeutet Sinnfindung im Leben. D.h. du reflektierst vergangene Erfahrungen und weißt viel besser, warum du in welcher Situation auf gewisse Weise reagierst. Kurz: Der „rote Faden“ deines Lebens wird sichtbar und du lernst dich selbst als Person besser kennen.
    • Wenn du dich mit deiner Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt, erkennst du deine Stärken und Ressourcen – und kannst sie für deine Zukunft gewinnbringend einsetzen. Persönlichkeitsentwicklung ist ein Schlagwort, welches mir hierzu einfällt.
    • So manches Mal versteht man erst durch die Rückschau auf das eigene Leben, warum Dinge geschahen und welchen Nutzen sie hatten. So schwierig das manchmal auch sein mag. Deshalb schaue immer wieder mal zurück und reflektiere. Es wird dich weiterbringen.

    So viel zum Thema Biografiearbeit.

    Du willst mehr über diese Sache wissen? Dann schau dich hier um.

    Oder bestelle dir diese echt informativen Bücher: *Biografiearbeit: in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege, *Wo stehe ich und wo geht's jetzt hin?: Wie Sie den roten Faden im Leben finden oder *Lebenslauf: 365 Schritte für neue Perspektiven.

     

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    Doch wir schweifen ab.

    Kommen wir wieder zu meinem Lieblingsthema: dem Schreiben.

    Besser gesagt, dem Schreiben über DEINE Person.

    Warum solltest du dich schreibend reflektieren?


    Schreiben als Selbstreflexion: Das ist der Sinn

    Wenn du mich jetzt fragst, was diese Form des Schreibens mir bringt, erkläre ich dir dieses:

    Bestimmte Dinge aufzuschreiben ist für mich eine Form der (schriftlichen) Verarbeitung

    Durchs Schreiben klärt sich vieles. Muss ich z.B. Entscheidungen fällen, schreibe ich alle Pros und Contras auf. Dann schlafe ich eine Nacht drüber und fälle am nächsten Tag meine Entscheidung.


    Schreiben entlastet mich

    Wenn ich mir den Kopf über ein Problem zerbreche, schreibe ich es auf.

    Ich schreibe, wie ich mich damit fühle. Ich schreibe, was ich mir wünsche. Ich notiere mir, wie ich dorthin kommen könnte. Ich erstelle mindmaps, brainstorme. Liste alles auf, was mir dazu einfällt.

    Oft ist die Lösung schon dabei.

    Dann fühle ich mich besser.


    Schreiben ist Gefühl

    Wenn ich Verluste zu beklagen habe, schreibe ich darüber.

    Ich bringe alles aufs Papier, was da in mir ist.

    Schönes und nicht so Schönes.

    Oft strömen da auch Tränen und verwischen das Geschriebene.

    Doch das ist in Ordnung, denn das heilt.

    Es heilt die Seele.


    Schreiben ist Inspiration

    Ich weiß nicht, wie viele Zitate und Sinnsprüche ich die letzten Jahrzehnte in mein Tagebuch geschrieben habe.

    Bestimmt hunderte.

    Sie alle sind verschieden, doch sie alle geben mir Kraft und bestärken mich positiv für das Leben.


    Durchs Schreiben findest du zu dir selbst und zu dem, was du im Leben willst

    Als ich vor einigen Jahren völlig verzweifelt war, weil ich nicht ansatzweise wusste, in welche berufliche Richtung ich gehen soll, riet mir ein Jobcoach, jeden Tag 3 DIN A4 Seiten zu schreiben. Egal was, ich sollte nur alle meine Gedanken ungefiltert aufs Papier bringen, seien sie noch so banal.

    Erst dachte ich, der spinnt, doch ich ließ mich darauf ein.

    Nach drei Tagen genervten Hinrotzens von absolut sinnlosen Wörtern und geistigen Ergüssen stand plötzlich dieser EINE Satz da:

     

    „Ich möchte einen Raum der Begegnung schaffen für Menschen,

    die sich für Selbstfindung, Sinnfindung und Persönlichkeitsentwicklung interessieren“

     

    – das war die Geburtsstunde von meinweg-deinweg (fasziniert mich übrigens heute noch, weil ich wirklich so GAR NICHT an die Sache geglaubt habe…!)

    Grundsätzlich kannst du also davon ausgehen, dass das Schreiben über deine Person eine SEHR POSITIVE Wirkung auf dein ganzes Ich haben wird.

    Nochmal:

    Du

    • gewinnst Distanz zu (vielleicht belastenden) Lebensthemen (d.h. indem du dich schriftlich ausdrückst, schaffst du Raum zwischen dir und dem Problem)
    • lernst dich selbst besser kennen (z.B. deine Ängste, Sorgen, Träume, Sehnsüchte usw.)
    • sorgst für deine Gesundheit (d.h. beim Schreiben sinkt dein Blutdruck und du entspannst dich)
    • gewinnst an Stärke (d.h. du reflektierst dich und gewinnst Klarheit über deine Fähigkeiten und Grenzen)

    Du willst das ausprobieren?

    Dann fragst du dich jetzt sicher, wie du dieses Schreiben in deinem Alltag umsetzen kannst.

    Nur die Ruhe, das klären wir jetzt:


    Schreiben über sich selbst: Ideen für die Umsetzung

    Die Form, die mir als Erstes einfällt, ist diese:

    Die eigene Lebensgeschichte aufschreiben

    Vielleicht wirst du jetzt lachen, aber selbst dieses habe ich schon getan: Mit 35 Jahren betätigte ich mich autobiografisch.

    Sieht dann am Ende so aus (Aussenansicht):

    Dazu muss man nicht achzig sein - geht auch schon in jungen Jahren: Die eigene Biografie schreiben

    Oder so (Innenansicht) - und Vorsicht, dieses knallrot angelaufene Baby namens Nicole könnte vielleicht ein klein wenig peinlich sein:

    Da ging es los, das Leben - Schreiben darüber bringt Erfüllung

    Das zu tun hat für mich auf jeden Fall so einiges geklärt.

    Ich habe dadurch verarbeitet – sowohl schwierige als auch schöne Erlebnisse. Herauskam am Ende ein klareres Bild meiner Person und deren Wünsche und Bedürfnisse.

    Dieses (sehr ausführliche und zeitintensive) Thema interessiert dich tiefer?

    Da kann ich dir für den Anfang dieses Buch von Christa-Maria Amelung empfehlen: *Spannende Biografien schreiben: Anleitung mit Beispielen und über 300 Schlüsselfragen.

    Es leitet dich sehr gut an und gibt viele wertvolle Tipps für das Verfassen einer Biografie.

    Doch nicht jeder kann sich hinsetzen und mal eben seine komplette Biografie herunterschreiben.

    Muss er auch nicht.

    Es gibt genauso auch die Möglichkeit, bestimmte TEILbereiche seines Lebens herauszunehmen und darüber zu schreiben.


    Teilbereiche des Lebens und der eigenen Person schreibend reflektieren

    Diese Form des Schreibens hat viel mit Aufarbeiten und Reflektieren zu tun und ist eine höchst spannende Sache.

    Ein Beispiel:

    Schon länger fühle ich mich mit einer Freundin nicht wohl. Unsere Gespräche werden oberflächlicher bis sie irgendwann ganz versiegen. Der Kontakt bricht ab. Warum genau, kann ich im ersten Moment eigentlich gar nicht sagen.

    Um der Sache auf den Grund zu gehen, setze ich mich hin, nehme einen Stift und beantworte in einem ruhigen Moment diese Fragen schriftlich (empfohlen von Heike Thormann auf http://www.kreativesdenken.com/artikel/autobiografisches-schreiben-tipps.html):

     

    • Was ist alles passiert? Was habe ich erlebt?
    • Was davon war mein Anteil? Was habe ich getan?
    • Was war gut, was war schlecht? Was habe ich gelernt?
    • Was bedeutet das für mich, mein Leben und meine Zukunft?
    • Welche Konsequenzen will ich daraus ziehen?

     

    Wenn du dich das fragst und deine Antworten schriftlich fixierst, erreichst du folgendes:

    Du analysierst und arbeitest diesen Bruch für dich auf. Damit gewinnst du persönliche Erkenntnisse, die du für deine Zukunft einsetzen kannst (z.B. die Klärung der Fragen: Was brauche ich in einer Freundschaft? Was ist mir wichtig? Was sollte ich in Zukunft in einer Freundschaft vermeiden?).

    Das ist nur ein Beispiel, wie du dich selbst reflektieren kannst.

    Genauso kannst du über Stimmungen, Eindrücke, Entscheidungsoptionen, Krisen usw. schreiben. Durch das Aufschreiben wird dir dein eigener Standpunkt klarer und du kommst in die Verarbeitung des Geschehenen.

    Was es zu dieser Geschichte noch gibt: Bücher zum Selbstausfüllen.

    Auch nicht schlecht.

    Überschaubar und angeleitet.

    Perfekt für den Anfang.

    Zum Beispiel empfehle ich dir dieses: *Die Wahrheit über mich: Ein Ausfüllbuch mit außergewöhnlichen Fragen.

    Oder das:

    *Du, erzähl mal! | Elma van Vliet: Das Erinnerungsalbum Deines Lebens (hier gibt´s übrigens eine ganze Reihe für verschiedene Personen).

    Genauso kannst du dir natürlich einfach ein schönes Tagebuch besorgen und es mit Themen aus deinem Leben füllen. Ich für meinen Teil schreibe seit meinem zwölften Lebensjahr Tagebuch. Das hat mir schon manche erhellende Erkenntnisse für mein Leben verschafft.

    So.

    Jetzt hast du zumindest schon mal einen ersten Überblick über das selbstreflektierte Schreiben und kannst dir überlegen, ob das etwas für dich ist.

    Eines jedoch möchte ich dir gerne noch ans Herz legen, wenn du dich dafür entscheidest, es mal zu versuchen.

    Dann könnte es nämlich sein, dass du plötzlich Hemmungen bekommst, weil du nicht weißt, wie du es anpacken sollst bzw. denkst, du kannst sowieso nicht schreiben.

    Für diesen Fall lies dir den folgenden Abschnitt dieses Artikels durch.

    Es könnte der Wichtigste für dich sein…


    Schreiben: Das gilt es zu beachten

    Zunächst einmal kann ich dich beruhigen:

    Es gibt NICHT VIEL zu beachten.

    Zumindest nichts Formelles.

    Eigentlich gibt es beim selbstreflektierten Schreiben nur EINE ganz wichtige Regel, die du niemals vergessen solltest:

    Es gibt KEINE Regel!

    Du schreibst wie du schreibst und bist dabei völlig frei.

    Verlange also nicht von dir, dass du dich auf bestimmte Art und Weise auszudrücken hast.

    Bewerte dich nicht.

    NIEMALS!

    Das nimmt dir nämlich deine Spontanität und vor allem Kreativität.

    Merke dir:

    DU schreibst für DICH und da ist ALLES erlaubt:

    Kurze Sätze.

    Lange Sätze.

    Schachtelsätze.

    Kommentare.

    Tränen.

    Syntaxfehler.

    Abbrüche von Sätzen.

    Unverständliches Krixelkraxel.

    ALLES.

    DARF.

    SEIN.

    Also bitte KEIN STRESS!

    Stattdessen:

    Lass es fließen!

    Lass es raus!

    Vergiss nicht:

    ALLES.

    DARF.

    SEIN.

    Du wirst Bauklötze staunen, was dabei aus dir herauskommt!

    Unter uns: Auch ich habe manchmal Hemmungen, wenn ich an diesem Blog schreibe. Schließlich gelangt er an die Öffentlichkeit und ist nicht nur für mich selbst bestimmt. Ich bin sicher, wenn du diesen Blogartikel im Hinblick auf perfekte Rechtschreibung analysieren würdest, hätte ich wahrscheinlich verloren, aber soll ich dir was sagen? Das nehme ich in Kauf!

    Mir geht es nämlich um etwas anderes.

    Etwas, wofür ich gerne mal Fehler in Kauf nehme und mich kritisieren lasse.

    Ein höheres Ziel sozusagen.

    Nämlich dieses:

    DU

    sollst

    GESCHMACK

    am SCHREIBEN

    finden!

    Es soll DIR persönlich ETWAS BRINGEN!

    Das ist mein Ziel.

    Das ist meine Intention.

    Dafür muss ich keinen Literaturnobelpreis gewinnen.

    Noch nicht. ;)

    Ich hoffe jedoch, es ist mir heute unabhängig davon gelungen, dich ein wenig vom selbstreflektierten Schreiben zu überzeugen.

    In diesem Sinne: Mache dich ohne Scheu und mit viel Lust endlich ran an die Sache, sollte es dich jetzt in den Fingern zucken!

    GO FOR IT!

    Deine Nicole

    P.S. Das was ich hier schreibe, ist dir nicht fremd und du schreibst auch? Was bringt es dir? Bereichere uns mit deinem Kommentar!

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