Bewusster-Leben-Newsletter

Du möchtest monatlich über Neuigkeiten von meinweg-deinweg informiert werden?
Meine Empfehlung:

Bewusster - Leben
Newsletter

mit:
  • Selbstcoaching-Begrüßungspaket
  • Infos, Checklisten und tollen Inspirationen

  • Newsletterinfos

    x

    Blog für sensible Menschen: meinweg-deinweg

    Negative Menschen: So distanzierst du dich – Teil 1

    Geschrieben von Nicole

    Kennst du negative Menschen?

    Gibt es in deinem Umfeld Jammernde, Anklagende und ständig Unzufriedene? Ziehst du diese Sippschaft an wie ein Magnet? Vielleicht, weil du feinfühlig, großherzig, empathisch und deinen Mitmenschen liebevoll zugewandt bist? Wenn du jetzt nickst und gleichzeitig kurz vorm Verzweifeln bist, weil du dich endlich davon befreien willst, bist du bei diesem Artikel richtig.

    Negative Menschen sind nicht angenehm. Das fuehrt manchmal zum Konflikt.

    Wichtig: Dieser Artikel ist in zwei Teile gegliedert. In Teil 1 schildere ich dir meine persönlichen Erfahrungen, die Ursprünge des weit verbreiteten negativen Denkens und drei fundierte Tipps, wie du dich davon befreien kannst. In Teil 2 findest du noch weitere sinnvolle Tipps sowie eine Zusammenfassung beider Teile.

    Doch zunächst zu meiner ganz persönlichen Erfahrung…


    Negative Menschen: Das habe ich erlebt

    Es geschah vor einigen Jahren. Damals arbeitete ich mit einer deutlich älteren Kollegin zusammen, mit der ich mir ein Büro teilte. An sich war sie eine nette Person, das Problem bei ihr war nur folgendes:

    Sie jammerte.

    Mein Part dabei war einfach: Ich musste lediglich die Bürotür öffnen und schon war ich mitten drin im Land der Mini-Dramen.

    Das Markante an diesem Land:

    Alles war s****.

    Übersetzt heißt das:

    Egal, was geschah, meine Kollegin sah SCHWARZ.

    Ihr fehlte einfach die Fähigkeit, durch dieses Leben zu gehen und auch die guten Dinge zu erkennen, welche ihr widerfuhren.


    Negative Menschen jammern gerne und viel

    Das machte sich folgendermaßen bemerkbar:

    Obwohl sie nach außen hin scheinbar alles hatte (guter Job, stabiles Familienumfeld, gute Gesundheit, tolles Auto, klasse Urlaube usw.), fand sie immer wieder Gründe, das alles schlecht zu reden.

    Wenn es regnete, beschwerte sie sich über den Regen.

    Schien die Sonne, war es ihr zu heiß.

    Fuhr sie in den Urlaub, bekam sie garantiert das hässlichste Zimmer von allen.

    Vergaß man ihren Namenstag, ging die Welt unter.

    Ihre drei Kinder waren ungehorsam, das Haus zu klein, der Hund zu anstrengend.

    Ein kleiner Stich im Rücken wurde zum Bandscheibenvorfall, der Leberfleck zum Hautkrebs.

    Legte der Chef ihr nur drei anstatt fünf Akten hin, fühlte sie sich unterfordert.

    Waren es sechs, beschwerte sie sich über die Menge.

    Überhaupt glich das Thema Arbeit und ihr morgendliches Erscheinen in derselben einer nicht enden wollenden Dauerkatastrophe.

    Jeden einzelnen Tag gingen neben mir kleine Frustbömbchen hoch und machten das Büro zum Sperrgebiet.

    Irgendwann schlich sogar der Chef demütig herein und traute sich kaum mehr, meine Kollegin anzusprechen, um sie nicht in eine Sinnkrise zu stürzen.

    Andere Kollegen sah ich nur noch aus der Ferne.

    So ging es täglich.

    Viele, viele Monate lang.

    Anfangs versuchte ich noch, empathisch zu sein. Ihr mit guten Tipps und Ratschlägen beiseite zu stehen, damit sie ihr ach so schweres Leben doch ein Stückchen besser meistern konnte.

    Das Muster dabei war immer gleich. Auf die höfliche Frage „Wie geht es dir?“ schwallte sie mich ohne Punkt und Komma zu, bis ich meinen eigenen Namen vergaß.

    Danach ging es ihr – wohlgemerkt nur bis zum nächsten Drama – blendend. Ich hingegen fühlte mich einfach nur:

    Leer.

    Irgendwann fiel mir auf, dass sie während dieses Monologes kein einziges Mal nach mir fragte.


    Negative Menschen fragen selten nach anderen

    Immerhin hatte ich damals weder Partner noch Familie, hockte auf einen befristeten Arbeitsvertrag, lebte in einem Einzimmer-Appartement mit Klo auf dem Gang und fuhr Sommer wie Winter mit einem netten, aber mittlerweile ziemlich abgeranzten Roller durch die Gegend (was gerade bei Schnee übrigens ein ganz besonderes Vergnügen sein kann!).

    Weiterhin bestellte ich mir am liebsten Leitungswasser und trug Second Hand Klamotten – alles nur, um nur endlich meinen Studienkredit abzahlen zu können und nur ja keine neuen Schulden zu machen.

    Natürlich soll das nicht heißen, dass ich zu dieser Zeit mit meinem Leben unglücklich war, aber nach objektiven Gesichtspunkten wäre da durchaus Spielraum zum höflichen Nachfragen einer ganz bestimmten Kollegin gewesen.

    Tja, WÄRE, denn es kam dahingehend NICHTS.

    Der Knackpunkt in unserer sehr einseitigen, problembeladenen Beziehung war also dieser:

    ICH wusste ALLES über sie,

    aber SIE NICHTS über mich

    (und nebenbei: Es interessierte sie auch nicht!).

    Nicht, dass ich gewollt hätte, dass sie so viel über mich weiß.

    Auch wäre es mir nie eingefallen, sie mit möglichen Sorgen zuzuschütten.

    Am liebsten wäre mir ein neutrales Verhältnis mit einem netten, gelegentlichen Austausch gewesen.

    Keine Verpflichtungen,

    ein wenig Distanz und Neutralität.

    Die Realität jedoch war eine andere: Aufgrund meines zugewandten Wesens hatte ich neben meinem eigentlichen Hauptjob langsam, aber stetig noch einen weiteren Job übernommen:

    Den des Kummerkastens.

    Unglücklicherweise WOLLTE ich aber kein Kummerkasten SEIN!

    Denn eigentlich interessierte es mich gar nicht, was meine Kollegin in ihrem Privatleben machte, ob es ihr gut oder schlecht ging oder wie oft sie trotz ihres krisengebeutelten Daseins mit ihren Freundinnen einmal monatlich kichernd Tupperwaren-Partys veranstaltete.

    Ich WOLLTE KEINE geschleimten Sätze mehr hören wie:

    „Ach, mit dir kann man soooo tolle Gespräche führen, das ist so erleichternd." (Der Witz daran: nicht ich, sondern SIE sprach ständig. Mit sich selbst und mit mir als eine mehr oder weniger stumm nickende, großäugige Plattform!)

    Oder:

    „Mensch Nicole, du bist die einzige, die mir zuhört." (Nun ja, in einem 10 m² großen gemeinsamen Bürozimmer mit ihr als Übergeordnete blieb mir ja nicht viel anderes übrig!)

    Ja, warum nur?

    Warum war ich die einzige, die sie damals jeden Morgen wieder im Tal des Jammerns besucht und immer wieder aufs Neue herausgerissen hat?

    Die Antwort ist einfach:

    Weil alle anderen sich schlicht und ergreifend

    …VOM ACKER MACHTEN!!!


    Negative Menschen werden oft gemieden, weil sie so negativ sind

    Damals fand ich solche vom Acker machende Menschen egoistisch, heute bewundere ich sie.

    Weil sie eben Grenzen ziehen,

    da wo Grenzen HINGEHÖREN.

    Weil sie sich NICHT emotional missbrauchen lassen und dem Jammerer da, wo es nötig ist, das dringend benötigte Standgas einstellen.

    Weil sie GEHEN, wenn sie es nicht mehr hören können. Von wegen Tür zu und gut, Ende Gelände.

    Ich würde dir gerne sagen, dass ich das damals ebenfalls getan habe: Meiner Kollegin offen und ehrlich rückmelden, dass mir ihr ewiges Wehklagen auf den Zeiger geht.

    Sie bitten, dass sie ihren Mist jemandem anderen erzählt.

    Ihr einfach zwei Arschbacken zeigen und sie in ihrem 10 m²-Bunker zurücklassen, wenn sie mich nervt.

    Oder aber mir demonstrativ zwei Ohropax in die Löffel zu schieben, wenn sie wieder einmal den Mund öffnet und ausholen will.

    Stattdessen habe ich mich verschüchtert geduckt und als einzige für mich vertretbare Maßnahme morgens das höfliche: „Na, wie geht es dir denn heute?“ weggelassen.

    Zu meinem Leidwesen musste ich jedoch schon nach kurzem feststellen, dass das NICHTS, aber auch GAR NICHTS veränderte.

    Im Gegenteil:

    Der Monolog ging dann eben OHNE provisorische Einleitung meinerseits los.

    Ratgeber Empfehlung: Feinfühligkeit trifft auf Berufsleben

    Du bist feinfühlig und willst endlich beruflich erfüllt leben?
    Starte jetzt und lebe dein volles Potential – mit dem Ratgeber, der dich WIRKLICH weiterbringt!

    mehr Infos

    Wie ich mich schließlich von dieser Frau befreien konnte? Durch externe Kräfte. Sie nennen sich „befristeter Arbeitsvertrag“ und „Wechsel in eine andere Stelle“. Shame on me…

    Heute bin ich schlauer, das zumindest habe ich aus dieser Sache gelernt. Selbst WENN ich aufgrund meiner sensiblen Ader bis heute noch deutlich gefährdeter bin als andere, mich ungefragt zumüllen zu lassen.

    Das passiert einfach aufgrund der naturgegebenen Tatsache, dass mir andere Menschen eben NICHT egal sind und ich anscheinend nur durch meine Präsenz vermittle, dass man mir alle persönlichen Sorgen mitteilen kann.

    Ist okay.

    Nicht immer, aber manchmal. Aber WENN, dann bitte nur in einem gesunden, ausgeglichenen Rahmen.

    In einem Setting, das mich und den anderen bestärkt, anstatt mich als Gebenden auszulaugen.

    Mit einer Person, die nicht nur nimmt, sondern zur Abwechslung auch mal gibt.

    Kennst du solche Geschichten und Negativmenschen ebenfalls? Tickst du ähnlich wie ich und möchtest gerne für andere da sein? Aber eben nicht für Hinz und Kunz und so, dass es dich belastet oder du davon aufgezehrt wirst?

    Dann könnten die folgenden Tipps für dich hilfreich sein.

    Vorab:

    Ich verurteile es NICHT, wenn sich jemand in einer belastenden Situation befindet und darüber mit einem ihm zugewandten Menschen spricht.


    Einmal negativ ist NICHT gleich immer negativ

    Wir alle sind hin und wieder Krisensituationen ausgesetzt und dankbar für ein hilfreiches Ohr, eine Umarmung oder einen gutgemeinten Ratschlag.

    Dann kann es auch mal eine Zeitlang sein, dass es im Gespräch nur um eine Person sowie negative Dinge und deren Bewältigung geht. Das ist völlig in Ordnung und ein ganz natürlicher Prozess.

    Wenn es jedoch NUR noch um Dramen geht und du die Negativität des anderen mit dir herum karrst wie ein Laster 2 Tonnen schwere Gesteinsbrocken, dann läuft etwas falsch.

    Vor allem, wenn du eigentlich ein Mensch mit einer positiven Einstellung bist.

    Aber kommen wir zum Eingemachten. Dem, das dir in einer solch belastenden Situation, in der du möglicherweise ständig mit einem Negativmenschen konfrontiert bist, helfen kann. Davor solltest du aber verstehen, wo die ganze Negativität eigentlich herkommt.


    Negative Menschen: Ursprung und Wirkung

    Negatives Denken ist in unserer Gesellschaft nicht ungewöhnlich. Mirijam Franke zum Beispiel schreibt auf arbeits-abc.de, dass

     

    jeder Mensch im Durschnitt 600.000 Gedanken am Tag denkt

    und lediglich drei Prozent (!) davon positiv sind.

     

    Der absolute Hammer, oder? Doch woher kommt das? Warum sind so viele von uns so negativ gepolt?


    Negative Menschen wirken auf dich: Die Spiegelneuronen

    Eine Antwort findet sich in den Spiegelneuronen (in diesem Artikel intensiver erklärt), das sind Nervenzellen in deinem Gehirn, welche dich Gefühle, Stimmungen und Handlungen anderer so empfinden lassen, als würdest du sie selbst erleben.

    Typisches Beispiel Gähnen:

    Dein Gegenüber gähnt

    und plötzlich gähnst du mit.

    Sicher hast du das auch schon erlebt.

    Dieses faszinierende Phänomen kannst du jetzt ganz einfach übertragen auf das stetige Jammern deines Gegenübers über den Chef, den bösen Ehemann, die zickige Tochter usw.


    Negative Menschen: So verändern sie dich

    Das Problem dabei: Bist du ständig diesem negativen Menschen ausgesetzt, schwappt seine Negativität irgendwann auf dich über, d.h.

    wenn du nicht aufpasst,

    wirst du SELBST zum Jammerer!

    Kein Witz, das ist sogar wissenschaftlich bewiesen (vgl. diese Studie)!!

    Was die Negativität darüber hinaus mit dir macht:

    Du…

    • läufst Gefahr, Depressionen, Ängste oder Schlimmeres zu bekommen.
    • beginnst, den Jammerer zu imitieren (d.h. irgendwann denkst du wie der Jammerer, sprichst wie der Jammerer, gehst wie der Jammerer und bekommst vielleicht dieselben körperlichen oder psychischen Beschwerden wie der Jammerer).
    • kannst dich nicht mehr so gut konzentrieren und wirst stetig unproduktiver.
    • bist beständig einem Stress ausgesetzt, der eigentlich gar nicht deiner ist, dich aber trotzdem runterzieht (d.h. du wälzt Probleme, die eigentlich gar nicht deine sind und läufst Gefahr, Schlafstörungen, Schmerzen oder schwerwiegende Erkrankungen zu bekommen).

    Deswegen:

    SCHÜTZE DICH so gut es geht!

    Wie aber kannst du das machen? Gerade im Job oder in der Familie ist das ja nicht immer so leicht.


    Negative Menschen: Diese Maßnahmen helfen

    Christian Bischoff, ein erfolgreicher und sehr sympathischer Persönlichkeitstrainer, hat auf YouTube zu diesem Thema ein echt cooles Video veröffentlicht.

    Grundsätzlich ist er der Meinung, dass jeder negative Mensch, unter dem du leidest, eine Botschaft für dich bereit hält.

    Nämlich die, dass du offensichtlich bereit bist für eine positive Veränderung.

    Das Leben zeigt dir also durch den negativen Menschen, dass du derzeit noch nicht am richtigen Fleck bist.

    Denn wer bitteschön will schon ständig nur negative Menschen um sich haben, wenn es auch anders geht?


    Deshalb sein erster Tipp im Umgang mit negativen Menschen:

    Wechsle das Gesprächsthema

    Gerade für zartbesaitete Menschen, welche im Allgemeinen sehr harmoniebedürftig sind, ist das eine sanfte Art und Weise, sich von belastender Negativität zu distanzieren.

    Dargestellt am Beispiel meiner ehemaligen Arbeitskollegin hätte ein Dialog mit ihr vielleicht so aussehen können:

    Sie: „Meine Tochter ist so anstrengend. Ständig muss ich sie ermahnen, ihr Zimmer aufzuräumen und die Hausaufgaben zu machen. Das ist so frustrierend, ich habe schon gar keine Energie mehr.“

    Ich: „Ich kann mir vorstellen, dass dich das ziemlich belastet. Aber sicherlich gibt es doch auch Dinge, die du an deiner Tochter magst. Was zum Beispiel macht sie denn gut?“

    Damit hätte ich mit ein paar einfachen Sätzen das Thema auf eine positivere Ebene lenken und der Jammerei Einhalt bieten können.

    Stattdessen aber stieg ich voll darauf ein und ließ es zu, dass das Problemthema unser ganzes Gespräch bestimmte.


    Zweiter Vorschlag von Christian Bischoff:

    Sage Nein

    Das ist, wie ich finde ein sehr wirkungsvoller Tipp für die Mutigen unter uns. Wenn jemand zu dir kommt, der dir wieder einmal die Ohren volljammern möchte, sage Nein.

    Beispiel:

    Eine Arbeitskollegin öffnet die Tür und sagt: „Hast du mal eine Minute? Ich muss dir erzählen, was der Thomas gestern wieder verbockt hat.“

    Du antwortest:

    „Du, es tut mir leid, aber ich habe keine Zeit. Gerade bin ich mitten in der Abrechnung und muss mich darauf konzentrieren.“

    Christian Bischoff empfiehlt im Video, nur Nein zu sagen und dieses Nein gar nicht erst zu begründen.

    Grundsätzlich ein guter Tipp, der auf jeden Fall Klarheit in Eure Beziehung bringt. Die Herausforderung jedoch speziell für sensible Menschen: Möglicherweise könntest du dich als unhöflich empfinden und hast Angst vor einem Konflikt, wenn du ablehnst.

    Weiterhin solltest du das anschließende Schweigen zwischen dir und der anderen Person aushalten können ohne umzuknicken.


    Dritter Tipp:

    Sei ehrlich

    Ebenfalls ein Tipp für Hartgesottene mit gutem Selbstvertrauen.

    Vorab: Diese Methode ist die am wenigsten erfolgversprechende, denn laut Christian Bischoff veränderst du durch das Gesagte von zehn Menschen nur einen.

    Die anderen werden im ersten Moment sicherlich geschockt gucken, aber trotzdem weitermachen wie bisher.

    Unabhängig davon ein Vorschlag von meiner Seite, wie du es (mit Hilfe der wertschätzenden Kommunikation vielleicht formulieren könntest – wieder am Beispiel meiner ehemaligen Kollegin:

    Ich:

    „Liebe … (Name der jammernden Person einsetzen). Gestern und vorhin hast du mir erzählt, dass unsere Kollegin schon dreimal zu spät gekommen ist und du das nicht gut findest. Das deprimiert mich, weil mir Ehrlichkeit und ein gutes Betriebsklima am Arbeitsplatz wichtig ist. Bitte sprich mit ihr persönlich über deine Beobachtung, dann bekommt sie die Chance, etwas an ihrem Verhalten zu verändern."

    Oder, bezogen auf die Jammerei:

    „Liebe … Am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag hast du erzählt, was dein Mann falsch gemacht hat. Das frustriert mich, weil ich ein optimistischer Mensch bin und mich gerne auf das Positive konzentrieren will. Wie schaffen wir es, unsere Gespräche auf eine neutralere Ebene zu lenken?“

    Das mag deine Kollegin vielleicht zu Anfangs irritieren, könnte aber die Jammer- und Lästereien ein wenig unterbinden.

    Christian Bischoff hat abschließend noch einen weiteren Tipp parat.

    Er heißt:


    Wechsle das Umfeld

    Wenn du nur noch von negativen Menschen umgeben bist, dann wechsle dein Umfeld. Kündige die Freundschaft oder die Arbeit, wechsle deinen Wohnort, verlasse den Partner, trete aus dem Verein aus usw.

    Das ist deutlich leichter, als die Menschen um dich herum zu verändern.

    Suche dir danach gezielt ein positives Umfeld und Personen, die einen Blick für das Gute haben.

    Und ja, diese Menschen GIBT es!

    Hierfür ist ein guter Indikator, dass du auf dich selbst achtest, wenn du mit diesen Menschen beisammen bist.

    Genauer gesagt auf die Frage: „Wie geht es mir im Umgang mit dieser Person?“

    Geht es dir gut, bist du entspannt und freust dich auf das Zusammentreffen ist alles im grünen Bereich.

    Graust es dir schon beim Gedanken daran, läuft etwas falsch (Jammerer-Alarm!).

    Genau dann solltest du dringend etwas verändern, weil ansonsten DU verändert wirst, und zwar zum NEGATIVEN!


    Negative Menschen: Die Quintessenz aus Teil 1

    Negativität ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Das liegt unter anderem an den Spiegelneuronen in unserem Gehirn, welche uns Gefühle, Stimmungen und Handlungen anderer so empfinden lassen, als würden wir sie selbst erleben.

    Das Faszinierende daran: Sind wir in hohem Maße negativen Menschen ausgesetzt, schwappt ihre Negativität irgendwann auf uns über, d.h. wir werden selbst negativ und laufen Gefahr, auf Dauer Ängste zu entwickeln oder gar krank zu werden.

    Das muss nicht sein, deswegen zunächst vier Tipps, wie du dem entgegenwirken kannst:

    • Wechsle das Gesprächsthema (d.h. lenke das Gespräch bewusst auf eine positivere Ebene).
    • Sage Nein (d.h. stelle dich nicht mehr als Plattform für Jammereien zur Verfügung).
    • Sei ehrlich (d.h. führe dem anderen seine Negativität ganz klar mit ehrlichen Orten vor Augen).
    • Wechsle das Umfeld (d.h. wechsle den Arbeitsplatz, kündige die Freundschaft, beende die Beziehung usw. und suche dir stattdessen Menschen, die vom Grunde her positiv eingestellt sind).

    Du hast noch nicht genug? Ich auch nicht! Deswegen habe ich zu diesem Thema weiter recherchiert und dir in Teil 2 weitere tolle Tipps im Umgang mit negativen Menschen zusammengeschrieben.

    Ansonsten bin ich natürlich sehr gespannt, was du für Erfahrungen gemacht hast. Vielleicht hast du ja auch den einen oder anderen Tipp parat? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

    Hochsensibel im Beruf

    Du bist hochsensibel und willst endlich deinen beruflichen Platz finden?
    Hol dir jetzt die kostenlose Checkliste mit den entscheidenden do´s and dont´s!

    Über den Autor

    Nicole

    Nicole

    Hi, mein Name ist Nicole,
    ich bin Sozialpädagogin und feinfühlige Betreiberin von meinweg-deinweg, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben gehe ich in die beste Schule überhaupt: Das Leben!

    Kommentare (2)

    • Madita

      Madita

      21 Juni 2019 um 17:43 |
      Liebe Nicole,

      ein sehr interessantes Thema, dass du da ansprichst. Ich muss da an zwei Dinge denken: "Mentale Modelle" (Die fünfte Disziplin, von Peter M. Senge) und an Gedankenautobahnen (Gerald Hüther). Die Menschen haben ihr Gehirn mehr oder weniger darauf programmiert, alles negativ zu sehen. Da sie so oft negativ denken, sind die Verknüpfungen im Gehirn zu sogenannten Autobahnen herangewachsen. Die Verknüpfungen zu positiven Gedanken sind hingegen geschrumpft. Man muss sich also ganz bewusst darum bemühen, die Gedanken in andere Bahnen zu lenken, um das Gehirn umzuschulen und die Denkprozesse zu verändern.
      Dein Vorschlag, als Beteiligte die Gesprächsthemen zu wechseln, kann dabei eine gute Hilfe sein.

      Liebe Grüße,

      Madita

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        21 Juni 2019 um 17:47 |
        Liebe Madita,

        herzlichen Dank für deine sinnvollen und ergänzenden Anmerkungen. Ja es ist ein spannendes Thema und wir müssen uns wirklich bewusst um ein Umdenken bemühen. Ich denke, es ist immer wieder eine bewusste Entscheidung. Sich ganz bewusst sagen: "So, jetzt sehe ich das Positive an der Sache. Und nicht das Negative." Ich trainiere das schon einige Zeit und stelle fest, dass mir das sehr sehr gut tut. Und den Menschen um mich herum übrigens auch :)
        Liebe Grüße!
        Nicole

        antworten

    Bitte Kommentar schreiben

    Sie kommentieren als Gast. Ihre persönlichen Angaben sind optional, bei Angabe Ihrer Mailadresse erhalten Sie automatisch eine Nachricht zu neuen Kommentaren.


    Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
    Weitere Informationen Ok