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    Wie du ein erfülltes Leben ohne Reue führst - Teil 4 Artikelserie

    Geschrieben von Nicole

    „Es gibt Dinge, die man bereut, bevor man sie tut, und doch tut.“ 

    Dieser Spruch von Christian Friedrich Hebbel trifft es ziemlich genau, finde ich. Wie oft habe ich in der Vergangenheit schon Entscheidungen getroffen, diese in Handlungen umgesetzt und bin dann auf die Schnauze geflogen.

    Und zwar trotz der Tatsache, dass ich im Inneren

    schon von Anfang an (!)

    diese leise Befürchtung hatte,

    ES lieber SEIN zu lassen...

    Tja. Pech gehabt, Nicole.

    Wieder einmal nicht auf deine Intuition gehört. Dann musst du es halt auf die harte Tour erfahren.

    Wie geht es dir damit, liebe Leserin oder lieber Leser: Hast du damit auch schon Erfahrungen gemacht?

    Da du gerade diesen Artikel angeklickt hast, gehe ich mal davon aus, dass du jetzt zustimmend nickst.

    Ziemlich beschissenes Gefühl, wenn man wiedermal merkt, man hätte eigentlich die Finger davon lassen sollen, oder?

    Aber keine Sorge: Du bist damit nicht alleine.

    Gefühlte tausend Mal habe ich in der Vergangenheit schon auf sinnbildlich heiße Herdplatten gelangt und mich dabei immer wieder aufs Neue verbrannt.

    Und ich kann nicht mal garantieren, dass mir das in Zukunft nicht wieder passiert.

    Leider.

    Oder Gottseidank.

    An diesem Punkt scheiden sich wahrscheinlich die Geister.

    Manchmal müssen wir eben einen "Fehler" machen, um danach vielleicht schlauer zu sein.

    Um zu wissen, was uns guttut und was nicht.

    Ein anderes Mal könnten wir doch eigentlich ganz einfach auf eine weitere schmerzhafte Erfahrung verzichten und lieber ein Eis essen gehen.

    Geht doch auch ohne,

    oder etwa nicht?

    Wenn ich darüber nachdenke, fing bei mir das Thema mit der Reue so in etwa mit sechzehn an. Als die einschneidenden Entscheidungen kamen, die alles veränderten.


    Ein gutes Beispiel dafür ist meine Berufswahl nach dem Realschulabschluss.

    Sie fiel ziemlich schlecht aus…

    Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich mich damals über Berufe gar nicht groß informiert hatte, sondern viel lieber auf den Ratschlag meines Umfeldes hörte. Der künftige Beruf musste sicher sein (was immer „sicher“ auch heißt…).

    Etwas Angesehenes. Etwas mit Zukunft.

    Heraus kam: Anwaltsgehilfin.

    Komplett das Falsche.

    Zumindest für mich und meine eher sozialen Interessen.

    Bitte versteh mich nicht falsch, das heißt jetzt nicht, dass ich Büroberufe generell nicht gut finde.

    Im Gegenteil: Ich bewundere jeden, der im Büro arbeitet und alles super organisieren kann.

    Nur für mich war das damals nichts.

    Ich habe diesen Job vom allerersten Tag an gehasst. Doch als naiver und leicht formbarer Teenager fiel mir gar nichts Besseres ein, als diese ungeliebte Ausbildung durchzuziehen und meinen Abschluss zu machen. Zumal mich meine Eltern wahrscheinlich umgebracht hätten, wenn ich die Lehre geschmissen hätte.

    Also quälte ich mich da durch. Drei endlos lange Jahre lang.

    Und bereute meine Entscheidung an jedem einzelnen Tag…

    Ja, das war hart und ich habe viel gelitten.

    Trotzdem kam am Ende sogar etwas Gutes dabei raus: Eine wertvolle Erkenntnis:

    Mensch, der sich seiner Stärke bewusst ist und keine Reue empfindet

    Und zwar die, dass ich mich NIE WIEDER

    bei einer Entscheidung von anderen Menschen

    in eine bestimmte Richtung drängen lasse.

    Und, dass ich meinem Gefühl vertraue.

    Ganz egal, was andere dazu sagen.


    Menschen, die schon um einiges älter sind als wir, können hier ein wertvoller Ratgeber sein. Sie lassen sich ebenfalls nicht mehr so einfach auf der Nase herumtanzen und entscheiden nach ihrem Bauchgefühl.

    Warum?

    Weil sie in ihrem Leben schon viele Entscheidungen

    getroffen und bestimmt

    mindestens ein Drittel davon BEREUT haben!

    Die ganze Sache ist so interessant, dass sich sogar die Alterswissenschaft darum kümmert.

    Der Autor Karl Pillemeier hat in seinem Buch *„Die kleinen Dinge machen das Leben schön“ mehr als tausend Senioren zum Thema „Erfülltes Leben ohne Reue“ befragt. Ich denke, die Ratschläge, die dabei herausgekommen sind,

     sind GOLD wert!

     Hier bekommst du sie exklusiv noch einmal kurz und kompakt zusammengefasst:


    Wie du ein erfülltes Leben ohne Reue führst:

    1. Sei ehrlich

    Alte Menschen meinen dazu folgendes: Sei aufrichtig.

    Und zwar nicht nur zu anderen,

    sondern auch zu dir selbst!

    Ok, eine kleine Notlüge ist ab und zu mal erlaubt aber in grundsätzlichen Dingen solltest du immer aufrichtig sein. Dann kannst du dir nämlich aufrechten Hauptes im Spiegel ins Gesicht sehen und sagen: „Ich habe richtig gehandelt und stehe zu mir selbst. Mit allen Konsequenzen.“

    Genauso wirst du, wenn du ehrlich handelst und bist, niemals Angst haben, dass später irgendetwas Unlauteres herauskommt, was dir (oder anderen) am Ende vielleicht schaden könnte.

    Klar mag der Weg der Unehrlichkeit manchmal verlockender sein, aber am Ende steht nicht selten ein schlechtes Gewissen.

    Ob dir es das wert ist, darfst du selbst entscheiden.

    2. Öffne dich der Veränderung

    Leben heißt, nicht immer nur auf der Stelle zu treten.

    Leben heißt, sich beständig zu entwickeln und zu verändern.

    Seinen Horizont zu erweitern.

    Erfahrungen zu sammeln. Positive wie Negative.

    Natürlich können diese weh tun und schmerzen.

    Aber sie können genauso beflügeln

    und in einer belastenden Situation

    neue Perspektiven verschaffen.

    Und zwar auf eine Weise, die wir niemals für möglich gehalten hätten!

    Hierzu ein kleines Beispiel:

    Karl Pillemeier hat für sein Buch mit zwei Senioren in einer ähnlichen Lebenslage gesprochen. Diese waren zu früheren Zeiten in gut bezahlten Jobs tätig.

    Beide waren jedoch - trotz dieser geregelten Existenz – die meiste Zeit unglücklich und sahen keinen Sinn in dem, was sie machten. Lieber hätten sie einen künstlerischen Beruf ergriffen, doch dieser bot keine Garantie für ein geregeltes Einkommen.

    Also entschieden sie sich dagegen.

    Und verdienten jahrzehntelang in den jeweiligen Firmen gutes Geld.

    Bis sich beiden eines Tages eine Chance zur beruflichen Veränderung bot.

    Einer war mutig und wagte trotz seiner Zweifel einen gewagten Neuanfang: Er wurde Schriftsteller. Mit allen Konsequenzen. Plötzlich musste er kleinere Brötchen backen. Doch das war es ihm wert.

    Er wandelte sich:

    Zu einem anderen, zufriedeneren Menschen.

    Der andere blieb in seinem Job bis zur Rente. Zwar profitierte er am Ende von einer sehr guten Einkommenssituation, bereute jedoch im Alter seine Entscheidung.

    Er meinte, wenn er nochmal die Wahl hätte, würde er sich für einen künstlerischen Beruf entscheiden.

    Die Zeit, die er in der Firma verbracht hatte,

    sah er als „VERSCHWENDET“ an.

    Das ist ziemlich traurig oder nicht?

    Damit dir das nicht passiert, merke dir am besten eines:

    Versuche bei jeder Entscheidung zu fühlen,

    was dein HERZ dir sagt.

    Vertraue darauf, denn es weist dir den richtigen Weg.

    Wie genau du das machen kannst?

    Nun, achte darauf, wo oder mit wem du gerne bist oder auf das, was du gerne tust – genau da geht´s hin.

    Das ist der Weg deines Herzens. Du wirst staunen, was passiert, wenn du mutig bist und ihn gehst…!

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    3. Schaue dir die Welt an

    Im meiner Arbeit als Sozialpädagogin begegne ich vielen Menschen, die bereuen, dass sie in der Vergangenheit so wenig gereist sind. Viele haben das Reisen Zeit ihres Lebens immer wieder nach hinten verschoben.

    Erst war kein Geld da, dann war der Job wichtiger, die Familie usw.

    "In der Rente haben wir ja Zeit", war der vorherrschende Gedanke.

    Doch das Schicksal plante es anders: Entweder wurden diese Menschen krank oder der Partner verstarb.

    Zurück blieb das Gefühl der Einsamkeit

    und die Reue darüber,

    in jungen Jahren nicht mehr

    von der Welt gesehen zu haben.

    Wenn du also die Möglichkeit hast, dir die Welt und das, was sie dir bietet, anzuschauen, dann tue das JETZT.

    Warte nicht auf …?!

    Denke daran:

    Keiner von uns weiß,

    wie viel Zeit

    uns hier auf Erden vergönnt ist!

    Auf diesem wunderbaren Erdball gibt es soooo viele Wunder zu entdecken – hol sie dir heute!

    Eine gute Reportage hierzu habe ich übrigens in der Sendung 37 Grad gesehen. Wenn du möchtest, kannst du sie dir hier ansehen.


     4. Wähle deinen Partner sorgfältig aus

    Die ältere Generation ist sich absolut einig darüber, dass die Partnerwahl eine der wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens ist.

    Hast du dich für den Falschen entschieden,

    wirst du es ewig bereuen.

    Bevor du dich also so richtig fest an jemanden bindest, solltest du dir viel Zeit zum Kennenlernen lassen.

    Denn nur so findest du heraus, ob der andere auch dauerhaft zu dir passt.

    Merke dir:

    Nichts ist schlimmer,

    als mit dem FALSCHEN Partner

    zusammen zu sein!!

    Förderlich für eine gute Beziehung sind auf jeden Fall ähnliche Grundwerte und die Bereitschaft, immer mehr zu geben, als man bekommt.

    Auch schadet ein gewisses Maß an Kommunikationsfähigkeit nicht, wie du in meinem ausführlicheren Blogartikel „5 Tipps für eine glückliche Beziehung“ lesen kannst.

    Viele der von Karl Pillemeier befragten Senioren waren bereits geschieden.

    Oder sie lebten in Beziehungen, die sie nicht glücklich machten.

    "Lieber GAR NICHT heiraten, als den Falschen"

    – so der Tenor.

    Aus diesen Gründen jedenfalls solltest du nach Ansicht der Senioren NICHT heiraten:

    • Du bist total verliebt und heiratest sofort nach Eurem Kennenlernen
    • Du heiratest, weil du Angst hast, "übrig" zu bleiben
    • Du heiratest, weil „man das eben so macht“

    Das geht in den meisten Fällen schief.

    Probiers also lieber nicht aus.

    Ein letzter Ratschlag für ein erfülltes Leben ohne Reue ist der folgende:


    5. Sprich offen über deine Gefühle

    Das heißt im Klartext: Wenn du auf jemanden einen Groll hast, sprich ihn an.

    Schluck ihn nicht runter.

    Es wird dich befreien,

    wenn du dem anderen sagst,

    was dich bedrückt.

     

    Und es ist fair,

    weil der andere dann weiß,

    was in dir vorgeht.

    Vielleicht kann er deinen (eventuell falschen!) Eindruck ja berichtigen.

    Das ist die Chance, die in so einem (zugegebenermaßen schwierigen) Gespräch steckt.

    Das gilt auch für diese Situation:

    Wenn du jemanden liebst,

    dann SAGE es ihm!

    Halte nicht hinter dem Berg mit deinen Gefühlen.

    Irgendwann kann der Tag kommen, am dem der andere nicht mehr da ist.

    Und dann wirst du es wahrscheinlich bereuen, nichts gesagt zu haben.

    Das ist die Erfahrung der älteren Generation. Viele dieser Menschen haben es erlebt, dass sie ihre Gefühle zu lange für sich behalten haben. Sie haben Dinge nie geklärt.

    Und dann, eines Tages, waren sie plötzlich ALLEINE.

    Zurück blieb neben der Einsamkeit dann folgendes: Ein Gefühl der Reue.

    Der Reue, sich so selten wahrhaftig ausgedrückt zu haben.

    Tja, zu ändern ist das dann nicht mehr.

    Also lege du deine Gefühle jetzt schon so oft wie möglich dar.

    Nicht, dass du irgendwann mal bereust, es nicht getan zu haben…


    Die Quintessenz

    Ein erfülltes Leben so ganz ohne Reue wird wahrscheinlich für niemanden von uns möglich sein. Das wäre utopisch.

    Manchmal  sogar MÜSSEN wir falsch entscheiden,

    damit wir später erkennen,

    was wir NICHT wollen.

    Was wir natürlich trotzdem tun können, um dieser schmerzhaften Erfahrung zu entgehen, ist immer bestmöglich nach unseren persönlichen Werten und Vorstellungen zu handeln.

    So können wir zumindest das Gefühl der Reue vermeiden, weil wir zu uns selbst gestanden haben.

    Was dann am Ende daraus wird, liegt nicht in unserer Hand. Dann müssen wir die Karten spielen, die wir bekommen.

    Bist du ebenfalls dieser Ansicht? Diskutiere mit und kommentiere diesen Artikel!

    Alles Liebe, deine Nicole

    Bild: Fotolia #123584568 © Visions-AD

    P.S. Dies war Teil 4 der Artikelserie "Die Weisheit des Alters – was du von Menschen am Lebensende lernen kannst." Wenn du mehr über dieses Thema erfahren willst, klicke hier.

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    Über den Autor

    Nicole

    Nicole

    Hi, mein Name ist Nicole,
    ich bin Sozialpädagogin und feinfühlige Betreiberin von meinweg-deinweg, was ich als meine persönliche berufliche Erfüllung bezeichne. Daneben bin ich Autorin von *"Feinfühligkeit trifft auf Berufsleben" und erstelle Selbstcoachingprodukte.

    Kommentare (2)

    • Marie

      Marie

      13 Juni 2019 um 15:25 |
      Du triffst es mit dem Beitrag wirklich auf den Punkt.
      Wir lassen uns viel zu oft in unseren Entscheidungen beeinflussen, anstatt einfach auf unsere innere Stimme zu hören...
      Wir sollten immer überlegen, was wäre, wenn wir am Sterbebett auf unser Leben zurückblicken.
      Was würden wir bereuen nicht gewagt zu haben? Wovon hätten wir mehr tun sollen?

      Toller Beitrag! Toller Blog!

      Deine
      Marie

      antworten

      • Nicole

        Nicole

        13 Juni 2019 um 15:48 |
        Liebe Marie,

        vielen Dank für das schöne Kompliment! Es freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt. Ich gebe hier nur das weiter, was auch ich bei meiner Arbeit mit Senioren immer wieder höre. Es ist mir ein großes Anliegen das, was diese Menschen zu sagen haben in das Leben von denjenigen zu bringen, die noch mitten im Leben stehen. Denn viel zu schnell geht dieses vorbei und man vergeudet seine wertvolle Zeit mit Dingen, die am Ende gar nicht mehr zählen. Ich glaube, wenn man auf seine innere Stimme hört, ist man immer auf der sicheren Seite.
        Danke für deine Zeit und alles Liebe! Nicole

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