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Mein Leben als Hochsensible/r

Mein Leben als Hochsensible...

Danke liebe Nicole, dass ich hier meine Gedanken mit Dir und Deinen Leserinnen/Lesern teilen darf.

Mein Lebensweg kam mir lange sehr anstrengend und steinig vor, aber er wurde in den letzten Jahren immer leichter...

Warum?

 

 

Weil ich nach über 40 Jahren auf diesem Planeten gelernt habe, mit mir selber glücklich zu sein und das Glück nicht mehr nur im Außen zu suchen.

Ja, ich bin eine hochsensible Frau, eine kreative und wissbegierige Scanner-Persönlichkeit und ich liebe es auch, Menschen eng an mich heran zu lassen; mich mit ihnen verbunden zu fühlen.

Aber im Gegensatz zu früher sind das jetzt nur noch Menschen, die es gut mit mir meinen. Und ich weiß heute: für mein Ausgeglichensein darf ich mir auch Zeit nur für mich nehmen; ich habe gelernt, das zu genießen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben oder wie früher darauf zu verzichten, weil ich unbewusst Angst vor dem Alleinsein hatte.

Erkenne ich heute mein Ruhebedürfnis, begebe ich mich so schnell wie möglich an Orte ohne viele Reize. Dann gehe ich gerne in die Natur; am liebsten in den Wald oder ans Wasser.

Weil ich da am Besten Kraft tanken kann.

Oder ich ziehe mich z. B. in unser gemütliches weißes Schlafzimmer mit den duftig-weißen Vorhängen und der kuscheligen weißen Bettwäsche zurück. Für mich ist die Farbe Weiß der Inbegriff von Klarheit und Ruhe. Yoga, Atemübungen und Meditation sind heute für mich lieb gewonnene Gewohnheiten. Damit oder zumindest achtsam startet mein Tag früh morgens in einer ganz anderen Qualität als früher.

Ich bin in eine fünfköpfige Patchwork-Familie eingebunden: als einzige Frau unter vier feinfühligen männlichen Wesen. Obwohl ich mir eine solche Konstellation nie vorgestellt hätte: das Leben hat mir mit meinem Mann, unserem gemeinsamen Sohn und meinen zwei Stiefsöhnen ein wunderbares und sehr passendes Lebens-Umfeld geschenkt.


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Ich mag mein Leben sehr.

Mein Mann versteht zum Glück mein Ruhebedürfnis voll und ganz.

Nach 4 Jahren Elternzeit habe ich mich Anfang 2019 dazu entschieden, wieder in das „normale“ Berufsleben einzusteigen; in Teilzeit.

Vor meinem beruflichen Einstieg habe ich lange meine Vergangenheit, meine Wünsche, Stärken und auch Schwächen reflektiert - bis mir klar war, worauf ich bei der Auswahl meiner beruflichen Aufgabe besonders achten muss.

Ich habe nun eine sehr bodenständige Aufgabe, bei der ich mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun habe und ihnen bei ganz unterschiedlichen Anliegen helfen darf.

Meine kreative und feinfühlige Ader lebe ich aus, indem ich Seelenbilder fotografiere.

Meine liebsten Motive sind Frauen ab 40.

Ich finde, jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise schön.

Durch meine besondere Art der Fotografie kann ich neben den Äußerlichkeiten auch das besondere Leuchten der Seele zeigen. Ich genieße jedes Treffen und nehme mir dafür gerne viel Zeit. In der Rubrik Frauenfotografie by Sonja könnt ihr auf www.fotografie-sedlmaier.de einige der wunderbaren Frauenseelen bewundern. Jede ist auf ihre Art und Weise besonders, einzigartig und wunderschön!

Zum Thema Schönheit möchte ich euch gerne noch etwas Persönliches erzählen: seit meiner Kindheit fand ich meine Arme, Beine und meinen ganzen zarten Körper zu klein und dünn und ich schämte mich lange Zeit dafür.

Einen Sommer lang trug ich z.B. in der Schule nur lange Blusen, damit man meine schmalen Handgelenke nicht sieht... Ihr glaubt gar nicht, wie viel Mut und Kraft es mich gekostet hat, mich heute selbstbewusst - auch vor der Kamera - zu bewegen! ...mich zu akzeptieren, wie ich bin...

Meinen Mann und mich verbindet nicht nur unsere tiefe und verständnisvolle Liebe zueinander sondern auch die Liebe zur Fotografie. Und wenn wir eine neue Bildidee haben, dann „darf“ ich oft als weibliches Model vor die Kamera treten.

Spaßeshalber sagen wir oft: ich mache seit Jahren Fototherapie. Aber es ist wohl tatsächlich so gewesen. Vor Jahren war ich steif und unsicher, wusste nicht wohin mit meinem Körper und mit meinen Armen und Beinen. Heute mag ich meinen Körper und habe auch Bodenhaftung, wenn die Kamera auf mich gerichtet ist - diese Präsenz sieht man auch auf den Bildern.

Diese Erfahrung und dieses Wissen nehme ich natürlich auch mit in meine ganz persönlichen Termine mit „meinen“ Frauen. Es kommt mir so vor, als könnte ich mein Wissen „übertragen“ und ganz viel Sicherheit schenken, allein dadurch weil ich verstehe, wie unsicher man sich am Anfang vor der Kamera fühlt.

Meine Hochsensibilität zu entdecken und anzunehmen war das größte Geschenk meines Lebens!

Vorher zwang ich mich oft dazu, bei allem was andere taten dabei sein zu müssen, ob ich wollte oder nicht. Ich achtete mein Ruhebedürfnis überhaupt nicht; ich nahm es nicht einmal wahr! Ja, ich kannte mich selber einfach zu wenig, so dass ich auf der Suche nach Nähe oft zu Menschen geführt wurde, die mir durch respektloses Verhalten mein eigenes liebloses Verhalten mir selbst gegenüber spiegelten.

Erst als ich erkannte,

wer ich wirklich bin

fühlte ich mich besser.

Noch besser wurde es, als ich bemerkte, dass meine Schwächen gar keine Schwächen sind - sondern Stärken.

Wundervolle Erlebnisse und Menschen traten in mein Leben, als als ich mir endlich erlaubte, gut auf mich, mein Ruhebedürfnis und meine innere Stimme zu achten. Vorher durfte ich viele falsche Vorstellungen verabschieden, z.B. dass ich immer perfekte Leistungen abliefern muss oder immer freundlich sein muss.

Ich durfte auch Menschen verabschieden mit denen ich nicht zusammen passte. Mir ist klar geworden, dass man alle Menschen wertschätzen und mögen darf; dass es aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass man auch Zeit oder gar sein Leben mit ihnen verbringen muss.

Diese Erkenntnis hat mir geholfen, einen der größten Zwiespalte meines Lebens aufzulösen.

Mit diesem Text möchte ich anderen Hochsensiblen gern Mut machen: Wenn man als Hochsensible/r auf seine weise innere Stimme hört, danach lebt und sich und sein Ruhebedürfnis achtet, dann erwartet einen

ein wunderschönes Leben.

Und wenn man doch einmal hinfällt (was keine Schande ist!), sollte man nicht im Schmutz liegen bleiben sondern aufstehen, sich den Schmutz von der Kleidung klopfen - und glücklich weiterleben.

Alles Gute für dich! Deine Sonja

 Sonja ist hochsensibel und darüber hinaus erfolgreich: Das sieht man!

Sonja Sedlmaier ist eine hochsensible Frau in einem bodenständigen Beruf, welche das Fotografieren und ihre Familie liebt. Besonders am Herzen liegen ihr die sog. Seelenbilder, bei denen sie gerne Frauen ab vierzig fotografiert. Weitere Infos gibt es auf www.fotografie-sedlmaier.de

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Hochsensibel, introvertiert oder einfach nur schüc...

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